Für Gamer gibt es in diesem Jahr neben dem Erscheinen der Mordor-Erweiterung beim Herrn der Ringe Online noch ein weiteres wichtiges Datum, den zehnten Oktober. Dann erscheint mit Mittelerde: Schatten des Krieges das einzige neue Spiel mit Bezug auf Tolkiens Welten in diesem Jahr (wir berichteten bereits, siehe hier). Kurz vor dem Erscheinungstermin werfen wir für Euch einen weiteren Blick auf das Spiel.

Livestream der Entwickler

In einem Video-Livestream am 29. September gaben die Entwickler von Monolith einen tieferen Einblick in die Spielgestaltung. Dabei standen besonders die Ork-Stämme im Mittelpunkt, welche eine besondere Rolle spielen. So kann sich Waldläufer Talion mit Hilfe des Nemesis-Systems auch so positionieren, dass jene für ihn arbeiten. Ebenso kann man sich natürlich auch verfeinden. Je nachdem, wie man sich entscheidet, durchlebt man einen komplett individuellen Spielverlauf. Zudem muss man sich ständig entscheiden, wie man etwa Angriffe durchführt. So kann man zum Beispiel auch Gegenstände aus der Umgebung nutzen, oder auf den Rücken von Trollen springen. Beides kann sowohl Vorteil, als auch Nachteil sein. Es dürfte daher auch immer mal vorkommen, dass man als Spieler falsch gewählt hat und besiegt wird. An Action hat das Spiel auf jeden Fall reichlich zu bieten. Neben diversen Kämpfen und Schlachten warten auch im freien Feld eine Menge Gegner, denen man sich stellen kann. Sollte man eine Ork-Festung angreifen, bietet das Nemesis-System die Möglichkeit, im Voraus mit allen Informationen strategisch zu planen. Dies sollte man auch tun, wenn das Gebiet mit jener Festung für sich beanspruchen möchte.

Zusatzinhalt für guten Zweck sorgte für Kritik

Bereits vor dem Erscheinungsterm gab Warner Bros. Bekannt, dass ein kostenpflichtiger, downloadbarer Inhalt (in der Fachsprache DLC für downloadable content) verfügbar sein würde. Von den Einnahmen sollte ein Teil an die Familie des an Krebs verstorbenen Produzenten Michael Forgey gespendet werden. Offenbar hätte Warner Bros. aber laut US-Recht gar nicht in allen Staaten so verfahren können, ebenso wäre es weltweit rechtlich nicht möglich gewesen, die Einnahmen anschließend aufzuteilen. Sie wären dann in voller Höhe beim Herausgeber verblieben. Nach dem Bekanntwerden dieser Tatsache gab und gibt es vielfach Kritik von Spielern, die den Spielinhalt nur gekauft hatten, weil er mit dem guten Zweck beworben worden war. Inzwischen hat Warner Bros. Reagiert und bietet den Inhalt nun kostenlos an. Zudem soll eine Spende direkt an die Familie gehen, deren Höhe aber ungenannt blieb.

Kosten im Verlauf des Vorverkaufs leicht gesunken

Die Kosten für einen Zugang zu Mittelerde: Schatten des Krieges sind im Vergleich zu den ersten Tagen des Vorverkaufs leicht gesunken. So liegt für PC-Nutzer der Preis für die Silber-Version (dies ist die Standard-Version) nun bei 55 Euro, die Gold-Edition mit weiteren Inhalten kostet aktuell 100 Euro. Wer statt dem PC eine Playstation 4 oder Xbox One nutzt, muss fünf bis zehn Euro mehr einplanen.

Kostenloser Ableger als Smartphone-App

Erst kürzlich wurde bekannt, dass alle iOS und Android-Nutzer sich im Rahmen des Spiels über eine eigens für Smartphones entwickelte, kostenlose Version freuen dürfen, die bereits veröffentlicht ist. Diese bietet, genau wie das eigentliche Spiel, das Nemesis-System mit individuellen Spielverläufen an. Die Story ist dabei rund um den (frei erfundenen) neuen Ring der Macht aufgebaut, welchen Celebrimbor schmiedet und welcher Helden im Kampf gegen Sauron zusammenhält. Man kann Helden sammeln, ebenso Gebiete erobern und sich mit verschiedenen Orkstämmen verbünden oder verfeinden. Ob die App auf Eurem Smartphone läuft, verrät Euch der jeweilige App-Store. Mittelerde: Schatten des Krieges steht kostenlos via Google Play und iTunes zum Download bereit.

Werbefilme mit Ork-Haushälter

Abseits zahlreicher Trailer gibt es zu Mittelerde: Schatten des Krieges auch kleine Werbefilme. In diesen lebt der Ork Thrag als Haushaltshilfe bei einer Menschen-Familie des 21. Jahrhunderts und wird bei den verschiedensten Tätigkeiten gezeigt, unter anderem beim Kochen. Die englischsprachigen, Werbefilme verzichten bewusst auf Szenen aus dem Spiel und sind recht amüsant gestaltet. Ansehen kann man sie sich auf auf dem Youtube-Kanal zum Spiel.

Credits

Titelfoto: Warner Bros.