Brett- und Kartenspiele

Brett- und Kartenspiele

Einfache Filmspiele 

Tolkiens Werke, speziell der Hobbit und der Herr der Ringe, bieten sich mit ihrer Abenteuerstruktur mit jeweils einem eindeutigen Ziel und Gegner geradezu an, in Spiele umgesetzt zu werden. Trotzdem dauerte es bis zur ersten Hobbit  Verfilmung von Rankin und Bass 1977 bis das erste einfache Brettspiel zum Hobbit erschien (zu den Konfliktsimulationsspielen, die es schon gab siehe die Seite Tabletop): The Hobbit Game  von der American Publishing Corp. ein einfaches Kinder-Rennspiel. Spiele ähnlicher Art gab es auch zu weiteren Verfilmungen, wie das “Lord of the Rings Adventure Game” von Milton Bradley zur Ralph Bakshi Herr der Ringe oder “Der Herr der Ringe – Die Gefährten” von Kosmos zum entsprechenden Peter Jackson Film.  Allesamt eher einfache, anspruchslose Spiele.
Dies liegt sicher auch daran, dass sowohl der Trend zu komplexeren “Erwachsenenspielen” erst später einsetzte als auch die Erkenntnis, dass man mit Tolkiens Werken in anderer Form Geld verdienen kann, sich erst langsam durchsetzte. 

Franchise Spiele

Das mit dem Geldverdienen ist sicher auch der Grund für die große Menge an Tolkien Adaptionen von bekannten Spielen:

  • Der Herr der Ringe  Monopoly (Hasbro)

  • Der Hobbit Monopoly (Hasbro)

  • Der Herr der Ringe Risiko (Parker)

  • Der Herr der Ringe Memory (Ravensburger)

  • Verschiedene Herr der Ringe Schachspiele 

  • Der Herr der Ringe Labyrinth (Ravensburger)

  • The Lord of the Rings Trivial Pursuit (Parker)

  • Lord of the Rings Stratego (Hasbro)

  • Der Herr der Ringe Mau-Mau in zwei Varianten (Freie Völker und Mordor) (Pegasus)

Die Adaptionen sind unterschiedlich gut, aber beschränken sich meist nur darauf Teile des Spiels umzubenennen, Tolkien Figuren zu benutzen oder (bei Risiko) die Mittelerdekarte zugrunde zu legen. Das Trivial Pursuit enthält natürlich entsprechende Fragen zu den Jackson Filmen (und nicht zu Tolkiens Büchern). Überhaupt beziehen sich alle diese Spiele optisch und soweit erkennbar inhaltlich auf die Filme und nicht die Bücher.

Eine Auswahl an deutschen Brettspielen

Im Laufe der Zeit erschienen eine ganze Reihe Brettspiele, die sich erfolgreich mit dem Tolkien-Universum auseinandersetzten:      

“Der Herr der Ringe – Die Zwei Türme” (Kosmos): Ein Spiel zum zweiten Jackson Film: Es geht darum zu verhindern, dass Orks, die von Orthanc und von Barad-Dûr kommen nicht das Spielfeld überfluten.   

“Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs” (Kosmos): Entsprechend zum dritten Jackson Film: Es geht um die Belagerung von Minas Tirith. 

“Der Hobbit – Eine unerwartete Reise” und “Der Hobbit – Smaugs Einöde”: Zwei Spiele zu den Hobbit Filmen von Jackson, die zusammen gespielt werden können und dann die Reise der Zwerge bis zu Smaug darstellen.   

“Der Hobbit” Spiel von Lego, das erst zusammengebaut werden muss und Seestadt darstellt.

“Die großen Abenteuer der kleine Hobbits” von Queen Games (ICE) ist ein schönes Spiel, bei dem es darum geht mit einem Hobbit die Ressourcen zusammensammeln, um schließlich einen Drachen besiegen zu könne. Dazu reist man quer durch die bekannten Teile Mittelerdes und sucht Schätze und Begleiter, was manchmal recht lange dauern kann, aber Spass macht.   

“Der Kleine Hobbit” von Klee stellt eine Reise zum Einsamen Berg da, auf der man etwas abstraktere Ressourcen sammeln muss.   

“Der Hobbit” von Kosmos ist noch etwas abstrakter, auch wenn wieder dasselbe Thema dargestellt wird.   

“Ringgeister” von Laurin ist ein kooperatives Spiel, bei dem es darum geht, Frodo vor den Ringgeister zu beschützen, die sich “automatisch” auf verschlungenen Wegen über das sich verändernde Spielfeld bewegen. Ein nettes Spiel, das sich aber schnell abnutzt.   

“Der Herr der Ringe” von Reiner Knizia 2000 bei Kosmos erschienen ist ein schwer zu gewinnendes und auch recht glückabhängiges kooperatives Spiel, dass die ganze Reise von Frodo zum Schicksalsberg in vier Abenteuerepisoden nachstellt. Es gibt dazu auch noch 3 Erweiterungen, von denen eine, die “Sauron”-Erweiterung das Spiel semikooperativ macht, so dass eine(r) gegen alle spielt.   

“Der Herr der Ringe – Das Meisterquiz” ist ein Quizspiel, dessen Fragen sich diesmal an den Büchern orientieren.  Neben Fragen beantworten, muss man auch ein bisschen Ressourcenmanagement betreiben und einen gewissen Glücksfaktor enthält das Spiel durch Karten, die man ziehen muss auch.   

“Die Jagd nach dem Ring” von Asmodee ähnelt einer Mittelerde-Variante von “Scotland Yard”, de ein verdeckter Ringträger gejagt wird.   

“Abenteuer in Mittelerde” von Kosmos ist wieder ein Semikooperatives Spiel, das aber nicht Tolkiens Bücher oder die Filme nachspielt, sondern Mittelerde als Basis für freies herumwandern und Abenteuer bestehen wählt.   

“Reise durch Mittelerde” von Asmodee ist ebenso ein kooperatives Spiel, das nur Figuren und Grundlagen von Mittelerde benutzt um über eine App zufällig erstellte Abenteuer zu spielen. Auch hierzu gibt es schon zwei Erweiterungen mit zusätzlichen Abenteueroptionen.

Zwei-Personen-Spiele

Für kleiner Zwischendurchspiele eignen sich die Zweipersonenspiele, die während der Zeit der Jackson-Filme erschienen:   

“Das Duell” von Kosmos stellt die Begegnung zwischen Gandalf und dem Balrog auf der Brücke von Khazad-dûm nach, wobei es um den geschickten Einsatz von Karten geht.

“Die Suche” begleitet Sam und Frodo auf einem Wettlauf zum Schicksalsberg, wobei das Spielfeld von den beiden Spielenden im Spiel zunächst aufgebaut  wird.   

“Die Entscheidung” ist ein Mini-Stratego, bei dem die Ringgemeinschaft gegen Saurons Schergen antritt.    

Kleine Kartenspiele

Auch kleine Kartenspiele gibt es,  die  sich für kurze Spiele zwischendurch und besonders unterwegs eignen.

“Kampf um den Arkenstein” von Pegasus ist eine Variante, des sehr schnellen, minimalistischen Kartenspiels “Love Letters” auf die Peter Jackson Hobbit Filme.

“Der Herr der Ringe – Die Gefährten”, “Der Herr der Ringe – Die zwei Türme” und “Der Hobbit – das Kartenspiel” von Ravensburger sind recht abstrakte Kartenspiele mit Bildern aus den gleichnamigen Film(reihen), die sich alle sehr ähneln.

“Der Herr der Ringe – Das Kartenspiel”, “Der Hobbit – Das Kartenspiel” von Kosmos sind auch recht abstrakt ohne Filmbezug und sollten nicht mit den gleichnamigen Kosmos Spielen verwechselt werden.

“Hobbit Geschichten aus dem grünen Drachen” ist zwar ein Spiel mit Karten, aber kein klassisches Kartenspiel, denn es geht darum aufgrund der Abbildungen auf den Karten eine Geschichte zu erzählen, was zu sehr lustigen Ergebnissen führen kann.