Am 31. Juli soll es so weit sein. Dann erscheint für Der Herr der Ringe Online, wenn der Zeitplan sich nicht ändert, jene Erweiterung, mit welcher Spieler nach über zehn Jahren Spielzeit Mordor betreten können. Viel wurde im Voraus gemunkelt, was man dort vorfinden würde und wie die Entwickler jenes für die Geschichte um den Einen Ring so wichtige Gebiet wohl umsetzen würden. Wir waren für Euch in der Beta-Phase des Updates unterwegs und haben uns in der neuen Erweiterung umgesehen.

Gestaltung Mordors

Der Titel verrät es bereits: Die normalen Aufgabenreihen führen durch jenes Mordor, welches nach dem Sturz Saurons durch die Vernichtung des Einen Rings zurückbleibt. Man kann im Onlinespiel die Ruinen des Barad-Dûr besichtigen und trifft auf jene Leibwächter, die den Einsturz des Turms überlebt haben. Das Auge Saurons ist erloschen, allerdings haben sich Orks und Uruk-Hai an einigen Stellen zusammengerauft und bilden dort Lager, welchen man besser nicht zu nahe kommt. Der Schicksalsberg kann komplett umlaufen werden, allerdings kann man seine Spitze wohl nicht erreichen, ebenso wenig jenen Punkt, an dem Gollum den Ring von Frodos Finger beißt und in die Tiefe stürzt. Die Festungen in Mordor erinnern durch die Gestaltung an die Zeit, als Sauron herrschte, zudem sind an vielen Stellen die bereits aus Angmar bekannten steinernen Wächter platziert, die in Mordor mit glühenden Augen Wache halten. Farblich dominieren sowohl Grautöne als auch Rot- und Grüntöne, je nachdem, wo man sich in Mordor befindet.

Erhöhung der Levelgrenze / Neue Handwerksstufe

Zehn neue Level wird es mit der neuen Erweiterung geben, sodass Charaktere nun bis Level 115 aufsteigen können. Im Vorfeld waren auch Angaben kursiert, dass es vielleicht nur fünf sein könnten. Die Gegner in Mordor sind über die Gebiete entsprechend der Aufgabenfolge ebenso im Level aufsteigend platziert worden. Für alle handwerklich Begeisterten wartet mit Update 21 die nächste Handwerksstufe mit neuen Rezepten. Es wird allerdings nicht erforderlich sein, nun Gildensiegel zu produzieren, die Geltung bei Handwerksgilden bleibt bei ihrer aktuellen Höchststufe eingefroren.

Spielmechanik: Die Schatten von Mordor

Hierbei handelt es sich um eine Mechanik, die das Spielen in Mordor anspruchsvoller machen soll. Sie erinnert an Strahlen, welche man in frühen Versionen des Onlinespiels (Moria, Düsterwald) benötigte, um einen Grauenszustand eines Gebiets (damals als Schwermut bezeichnet) aufzuheben. In Mordor gibt es nun die Schatten von Mordor, welche über bestimmten Gebieten liegen und dazu führen, dass ein Charakter weniger Heilung erhält, weniger Schaden austeilt und mehr Schaden einsteckt. Die Schwächung wird in Stufen zugeschaltet, eine Leiste unter der Kraftanzeige des Charakters gibt Auskunft über den aktuellen Wert. Ausgeglichen werden können die Schatten mit dem Licht von Erendil, das als zusätzliches Attribut auf Rüstung und Schmuckgegenständen enthalten ist, die man in Mordor erspielen kann. Auf diese Weise können Spieler dann Schritt für Schritt weiter nach Mordor hereinlaufen. Wer die Mechanik nicht beachtet, darf sich nicht wundern, wenn Gegner mit wenigen Schlägen den Charakter zu Boden schlagen.

Neue Rasse: Die Hochelben

Es war schon im Vorfeld bekannt, dass es mit der Mordor-Erweiterung auch eine neue Rasse im Herrn der Ringe Online geben wird. Dabei handelt es sich um die Hochelben, genauer gesagt: um eben jene, die das Zweite Zeitalter noch erlebt haben. Die Einführung der neuen Klasse ist im Vergleich zu den anderen Rassen komplett verschieden. Man beginnt hochskaliert auf Level 110 in der Schlacht am schwarzen Tor mit Hochkönig Gil-galad und Elendil. Anschließend erwacht man im Dritten Zeitalter in Elronds Haus in Bruchtal, wenig später startet man dann wie alle anderen Elben seine Reise durch das Spiel in den Ered Luin. Das Design der Hochelben setzt sich klar vom Design der Elben im Spiel ab, auch wenn es natürlich neben spitzen Ohren zahlreiche Parallelen gibt. Bezüglich der spielbaren Klassen gibt es allerdings einen Unterschied: Hochelben können im Vergleich zu allen anderen Elben auch als Hauptleute gespielt werden.

Kosten und Umfang der Versionen

Die Erweiterung wird es in drei Paketen zu kaufen geben, die unterschiedlichen Umfang haben. Die einfache Erweiterung gibt es für 36 Euro, darin sind alle Aufgaben, Taten und Instanzen sowie der in naher Zukunft erscheinende Schlachtzug enthalten. Die Sammler-Edition, die Ihr für 76 Euro vorbestellen könnt, enthält zudem noch die Rasse der Hochelben, ein Charakterfeld, spezielles Zierwerk und ein exklusives Reittier. Wer für 115 Euro das ultimative Fan-Bundle kauft, kann sich zusätzlich auf weiteres Zierwerk, weitere Reittiere, Titel, legendäre Schriftrollen, EP-Beschleuniger und einen Monat VIP-Zugang freuen. Bestellen könnt Ihr die Editionen bereits im Online-Shop.

Credits

Bilder: Standing Stone Games