Der Untergang von Númenor erscheint als Buch.

Der Untergang von Númenor erscheint als Buch.

Wie die Hobbit-Presse heute bekannt geben hat, erscheint im November 2022 ein neues Buch, welches sich mit der Geschichte Númenors und dem Zweiten Zeitalter befasst. Das Buch wird herausgegeben vom Tolkien-Experten Brian Sibley und illustriert von Alan Lee.

Zum ersten Mal sollen die Ereignisse des Zweiten Zeitalters in zusammenhängender Form und mit allen Details erzählt werden, unter Verwendung der Originaltexte. Einiges davon ist bislang noch nicht auf Deutsch erschienen. Zum Beispiel drei Kapitel aus dem unvollendeten Werk »The Lost Road«. Andere Texte sind bereits übersetzt und zugänglich.

Viele Informationen rund um das Zweite Zeitalter finden sich im 1977 veröffentlichten Silmarillion. Wo es unteranderem um den Aufstieg und Fall des Inselreichs Númenor, das Schmieden der Ringe der Macht, die Errichtung von Barad-dûr und den Aufstieg Saurons sowie das letzte Bündnis von Elben und Menschen geht. 

Weitere Informationen über das dieses Zeitalter finden sich natürlich verteilt auf die zwölfbändige Ausgabe der »History of Middle-earth«, Nachrichten aus Mittelerde und dem im letzten Jahr erschienenen Werk Natur und Wesen von Mittelerde, herausgegeben von Carl F. Hostetter.

Ausgehend von der »Aufzählung der Jahre« in Der Herr der Ringe hat Brian Sibley die verstreuten Texte so zusammengestellt, dass die Geschichte des Zweiten Zeitalters von Mittelerde zum ersten Mal in chronologischer Abfolge erzählt wird. Damit wird die ganze Vorgeschichte beleuchtet, die zu den Ereignissen des Dritten Zeitalters führt, über die Der Herr der Ringe berichtet.

Seit der Erstveröffentlichung von Das Silmarillion vor fünfundvierzig Jahren habe ich Christopher Tolkiens akribische wissenschaftliche Aufarbeitung der Schriften seines Vaters über Mittelerde mit Bewunderung verfolgt. Es ist mir eine Ehre, dieses grundlegende Werk mit Der Untergang von Númenor zu ergänzen. Ich hoffe, dass die Leserinnen und Leser durch die Zusammenführung vieler Fäden aus den Erzählungen des Zweiten Zeitalters in einem einzigen Werk das reiche Tableau von Charakteren und Ereignissen entdecken – oder wiederentdecken –, das den Auftakt zum Drama des großen Ringkriegs bildet, wie es in Der Herr der Ringe erzählt wird.
Brian Sibley
Brian Sibley
Autor

Illustriert wird das Ganze von keinem Geringeren als Alan Lee. Lee produzierte  zehn neuen Farbtafeln für dieses Buch. Sie zeigen unteranderem den Bau von Barad-dûr oder Galadriel, die die Elben durch Khazad-dûm führt. 

Es ist eine große Freude, das Zweite Zeitalter genauer erkunden zu können und mehr über die schattenhaften und uralten Ereignisse, Bündnisse und Katastrophen zu erfahren, die schließlich in die besser bekannten Geschichten des Dritten Zeitalters münden. Wo immer ich bei der Arbeit an Der Herr der Ringe und Der Hobbit die Gelegenheit hatte, habe ich versucht, in den Bildern und Entwürfen jene historische Tiefe auszuloten, in deren Schichten sich Anklänge an diese älteren Geschehnisse finden. Der Untergang von Númenor hat sich als perfekte Gelegenheit erwiesen, ein wenig tiefer in die reiche Geschichte von Mittelerde einzutauchen.
Alan Lee Portrait
Alan Lee
Illustrator

Bei Klett-Cotta erscheint das Buch als Hardcover, zeitgleich mit der englischen Ausgabe. Da das Werk nicht nicht zu 100% fertig ist, lässt sich der Umfang schwer abschätzen. Anzunehmen ist, dass das Buch 400-450 Seiten haben wird. Damit würden wir preislich irgendwo zwischen 25-35 Euro liegen.  

Da ein Teil der Übersetzung schon vorliegt, ist ebenfalls davon auszugehen, dass der Verlag auf die bereits übersetzen Teile von Hans J. Schütz und Wolfgang Krege zurückgreifen wird. Die neuen Texte und Verbindungen wird wohl Helmut W. Pesch  übernehmen, der bereits die letzten Bücher dieser Art übersetzt hat.

Da der Hörverlag aktuell einige Werke veröffentlich, unteranderem am 27. Juni Beren und Lúthien, würde es nicht überraschen, wenn im nächsten Jahr auch dieses Werk vertont wird.

Brian Sibley ist unser Ehrengast auf dem Tolkien Thing vom 28. bis 31. Juli auf dem Rittergut Lützensömmern.

Credits:

Porträts: Tobias M. Eckrich 

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