„Der Herr der Ringe: Rise to War“ angespielt

„Der Herr der Ringe: Rise to War“ angespielt

Vor drei Wochen haben wir über die Kooperation zwischen dem chinesischen Spielehersteller NetEase und Warner Bros. Interactive Entertainment berichtet. Jetzt ist gemeinsame Spiel Der Herr der Ringe: Rise to War schon so weit, dass es eine erste Beta-Version gibt. Offiziell ist diese nur in Australien und den Philippinen verfügbar. Wir konnten die Demo dennoch für Euch anspielen.

Noch ein Hinweis an dieser Stelle. Dieses Spiel befindet sich gerade in einer Testphase. Es macht einen sehr soliden Eindruck. Sowohl das Gamehandling, wie auch grafisch kann sich im Laufe der Zeit noch einiges ändern! Hier drin getätigte Aussagen und Annahmen lassen sich nicht zwangsläufig auf die finale Version übertragen. Sobald das Spiel verfügbar ist, werden wir es uns noch mal anschauen.

Direkt nach dem Start wird klar, warum man sich Warner Bros. mit ins Boot geholt hat. Es ertönt unteranderem das Lied The Bridge of Khazad-dûm aus dem Soundtrack der Gefährten. Auch sonst sind die Grafiken und vor allem die Charakterdarstellungen sehr nah am Film. Dies muss nicht schlecht sein, gibt es so bei den Spielenden gleich eine Verknüpfung zum Werk Tolkiens über die Filme. Sind die Charaktere teilweise Abbilder der Schauspieler, ist dies bei einigen Gebäuden und beim Gelände nicht der Fall. Hier sehen die Grafiken aus, wie in jedem anderen Strategiespiel. Es gibt zwar einzelne Gebäude, die an Bauten aus Peter Jacksons Filme erinnern, aber die „normale“ Spieloptik ist nicht Tolkien / Herr der Ringe spezifisch. Bei den Figuren aus Tolkiens Mittelerde, welche in Form von Kommandeuren auftreten, gibt es zum einen 1:1 Kopien der Schauspieler und zum anderen Darstellungen, die kaum Ähnlichkeiten zwischen Computer und Filmfiguraufweisen . Ein Beispiel, bei dem es nicht passt, ist die Figur Haldir.

Alles in allem sieht es wie ein ziemlich „unkompliziertes“ mobiles Strategiespiel aus, bei dem es darum geht, das Aufbauen und Erweitern der Einheiten voran zu bringen, Gebäude aufzubauen und zu erweitern, sowie die Heldencharaktere aufzurüsten. Dazu gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich in einem Kampf mit dem Computer, oder später auch mit den Mitspielern, zu messen und Allianzen zu gründen. Dabei kann man am Anfang wählen, aus welcher Region man stammt. Aktuell stehen die Regionen Gondor, Mordor, Rhûn, Rohan, Isengard und Lothlórien zur Wahl.

Willst Du mein Hauptmann sein?

Je nachdem, ob sich der Spielende für die gute oder böse Seite entscheidet, stehen unterschiedliche Charaktere als Kommandeur zur Verfügung. Dabei sind einige weitere Charakter aktuell noch geschwärzt und kommen zu einem späteren Zeitpunkt noch hinzu.

Auf der „guten Seite“

Faramir, Eowen, Haldir, Dwalin, Gimli, Hirgob, Aragorn, Ori, Merry & Pippin, Balin, Boromir, Frodo & Sam, Arwen, Denethor II , Legolas, Eomer, Elrond, Gandalf the Grey, Dáin Ironfoot, Théoden, Galadriel, Gandalf

 

Auf der „bösen Seite“

Khaldoon, Agzok, Sharku, Gorbag, Ugthak, Yusraa, Khamûl, Maltök, Grima, Azru-Khôr, Grishnák, Uglúk, Lurtz, Shagrat, The Shadow, Kirun, Gothmog, The Undying, Mouth of Sauron, Witch-king, Saruman,

 

Auch in anderer Hinsicht ist das Spiel einem üblichen Free2Play gleich. Alles kostet Zeit und Ressourcen. Wer nicht warten will, kann hierfür später zahlreiche Vereinfachungen aus dem Itemshop (InApp Käufe) nutzen. In der Betaphase sind diese nicht zu kaufen. Der Spielende bekommt aber von Anfang an eine große Auswahl dieser Add-ons frei Haus. In wie weit dies auch später der Fall sein wird, ist nicht bekannt.

Trotz der zahlreichen Speed-Hammer (einer der später zu kaufenden Erweiterungen, die die Bauzeit um 1, 5, 15 oder 30 Minuten verkürzen) ist in der Beta-Phase auch nach gut einer dreiviertel Stunde der erste Spaß vorbei. Zu diesem Zeitpunkt sind die ersten Rohstoffe aufgebraucht und es dauert, bis sich diese aufgefüllt haben. Die Rohstoffe kann man aktuell nicht nachkaufen. Somit heißt es, trotz voller Smaragd-Truhe, warten, bis die Steine wieder aufgefüllt sind.

Das Spiel darf also nicht mit einem PC- / Konsolen-Spiel verglichen werden. Das Gameplay setzt auch mit Add-ons auf gewisse Pausen im Spiel. Es ist eben ein Handyspiel für zwischendurch. Wer sich hier und da schneller ans Ziel bringen will, wird Geld einwerfen müssen. Das ist erst einmal nicht verwerflich, da das Spiel Lizenz- und Entwicklungskosten tragen muss. Auch das Aufrechterhalten der Infrastruktur wird einiges an Geld kosten. Dennoch ist es für ein Spiel wichtig, hier die Balance zu halten und zahlende Spielende nicht zu stark zu bevorteilen. Ein Spiel, in dem nur durch Geld jegliche Chancen bei Kämpfen und ähnlichem gegeben werden, werden über kurz oder lang nicht überleben. Auch die „Aufdringlichkeit“, jetzt hier und da etwas zu kaufen, lässt sich noch nicht einschätzen.

Ja, es ist nur eine Beta

Das, was uns aktuell vorliegt, ist nur eine Beta-Version. Diese lässt sich aktuell bis Anfang August spielen. Zusammen mit der Beta kam die Nachricht über empfohlene Spezifikationen. Android-Geräte mit einer Snapdragon 652/Exynos 8890/Kirin 950 CPU oder höher sollten einsatzbereit sein, und für ein optimales Erlebnis werden 3 GB RAM oder mehr benötigt. Es ist davon auszugehen, dass zum finalen Zeitpunkt die Anforderungen ein wenig runtergeschraubt werden, um möglichst vielen Menschen das Spiel anbieten zu können. Damit die Beta-Testenden aber keinen Vorteil aus ihrem Testen ziehen können, werden nach dem Beenden der Beta alle Fortschritte der Spieler gelöscht. Wann es soweit ist, dass das Spiel verfügbar ist, lässt sich nicht sagen. Es wird davon ausgegangen, dass es noch die eine oder andere Beta-Phase geben wird.

Impressionen aus dem Spiel

 

Credits

Sämtliche Fotos ins Screenshots aus dem Spiel The Lord of the RIngs – Rise to War

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