Das Virus SARS-CoV-2, besser bekannt als Corona-Virus, macht an keiner Grenze halt und erst recht nicht vor dem öffentlichen Leben oder der Arbeit. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die Meldung reinkommt, dass auch Amazons Produktion der Herr der Ringe Serie unterbrochen wird. Jetzt gab es ein Memo an alle Schauspieler und Crew Mitglieder.

Wie aus einem Bericht des NZ Herald hervor geht, wurde die Produktion für zwei Wochen ausgesetzt, allerdings mit der Ergänzung, dass “es keine klaren Antworten darauf gibt, wann wir die Produktion wieder aufnehmen werden”.
 
Das besagte Memorandum ging an rund 800 Schauspieler und Crewmitglieder, die an den Dreharbeiten in West Auckland beteiligt sind. Es wurde am Sonntag, den 15. März, kurz nach 19 Uhr Ortszeit versendet. Als Grund für die Unterbrechung wird die Pandemie durch den Covid-19-Virus genannt.

Aus dem veröffentlichten Memo:

Mit großer Vorsicht hat UAP [das unbenannte Amazon Projekt] die Produktion für die nächsten zwei (2) Wochen ab Montag, 16. März, ausgesetzt. Dies geschieht in einer Situation, in der Reisebeschränkungen, die auf die Kontrolle von Covid-19 abzielen, täglich von Neuseeland und den meisten anderen Ländern erlassen werden.
 
Zusätzlich wird der Montag, der 16. März 2020, ein STAND-DOWN-DAY für alle Schauspieler und Besetzungen sein. Melden Sie sich nicht ohne die ausdrückliche Genehmigung Ihres Vorgesetzten am Set oder im Studio.

Damit ist die Ungewissheit nur zum Teil behoben. Bleibt die Frage nach Bezahlung und Ähnlichem. Dies dürfte die meisten Betroffenen beschäftigen. Antworten dürften die Beteiligten am Montagabend bekommen. Tagsüber setzt sich die Produktionsleitung mit weiteren Verantwortlichen zusammen, um diverse Einzelheiten sowie eine mögliche Entschädigung zu besprechen.

Risiko und Chance zugleich

Eine Lohnfortzahlung könnte Amazon dabei in die Hände spielen, wenn es um die extra 5 % Subventionen geht. Wie wir berichtet haben, hat Amazon bereits eine Zusage über staatliche Zuschüsse in Höhe von 20 % für die Produktion erhalten. Diese belaufen sich auf etwa 200 Millionen Dollar. Für die weiteren 5 % muss unteranderem ein Mehrwert für die Wirtschaft Neuseelands nachgewiesen werden. Gerade dies könnte eine solche Fortzahlung ermöglichen, da die Kaufkraft im Land bleibt und freie Angestellte nicht auf staatliche Hilfe zurückgreifen müssen.
 
Dass man sich der fragilen Situation bewusst ist, zeigt der letzte Absatz im Memo:
„Wir tun dies, um die Belastung der uns umgebenden Ressourcen und der Infrastrukturen zu minimieren, indem wir unseren Teil dazu beitragen, die Personendichte in unseren Produktionsstätten sowie bei den täglichen Aktivitäten zu verringern, um so die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“
 
Ob sich durch die Stilllegung der Produktion auch das Release Datum verändert, bleibt abzuwarten. Aktuell sollen nur zwei Pilotfolgen gedreht werden. Danach soll es eine Pause geben, in der die zwei Episoden bewertet werden. In der Zwischenzeit werden die Drehbücher der ersten und zweiten Staffel ausgearbeitet. Es bleibt also die Möglichkeit, dass die Serie nach wie vor 2021 an den Start geht.

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Credits

Titelfoto: Tobias M. Eckrich

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