Unsere Freunde aus Italien haben uns auf eine interessante News hingewiesen: So wie es aussieht, hat Amazon nicht die ganze künstlerische Freiheit über das Mittelerde-Projekt. Dies hat der CEO des Senders HBO, Richard Plepler, in einem Interview angedeutet.

Plepler, der auf der Medienkonferenz Business Insider’s Ignition 2017 am 29.12.2017 in New York sprach, teilte mit, dass HBO fünf separate „Game of Thrones„-Prequels in Planung habe und dass das Unternehmen aktuell keine weiteren Serien im Fantasy-Genre brauche. Es habe für HBO deshalb keine Notwendigkeit bestanden, die Summen für die Lizenz (ca. 200-250 Mio. $) auszugeben.

Was für uns Tolkien-Fans aber noch viel interessanter ist: Plepler äußerte sich wie folgt: 

Ich bevorzuge 100% IP [geistiges Eigentum], so wie bei Game of Thrones. Und ich bevorzuge die Möglichkeit, mit einem Produkt zu arbeiten, das untrennbar mit unserer Marke verbunden ist.

Richard Plepler

CEO, HBO

Diese Aussage, die direkt von denjenigen stammt, die die Bedingungen für den Erwerb von Fernsehrechten gesehen und bewertet haben, bestätigt die Gerüchte von Deadline: „Es gibt kreative Beschränkungen, die von den Rechteinhabern auferlegt werden, was in einer LotR-Fernsehserie getan werden kann und was nicht.“ Das bedeutet, dass Amazon nicht die gesamte kreative Kontrolle über die Serie hat.

Wenn der Tolkien Estate also wirklich den Finger auf dem Projekt hat und somit das letzte Wort, sind wir sehr gespannt auf die Umsetzung und darauf, inwieweit sie Einfluss auf das Projekt nehmen.

Credits

Titelfoto: Tobias M. Eckrich