Grünerdrache Hobbingen

Kurz notiert: Das Leben einiger neuseeländischer Bauern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Grund ist einerseits der weltweite Einbruch der Milchpreise und andererseits ein anhaltender Boom beim Tourismus des Landes. Dieser hat nun auch wieder die Spitze der Exportgüter übernommen. Nach einem Bericht der Online-Nachrichtenplattform Daily News ist dies insbesondere auf die Drehorte der Verfilmungen des Herrn der Ringe und des Hobbits zurückzuführen. So leben viele der lokalen Bauern heute vom Tourismus, welche früher in der Herstellung von Molkereiprodukten tätig waren. Ganze Betriebe der Region Matamata, in der das Filmset liegt, welches aus Peter Jacksons Verfilmungen der Werke Tolkiens bekannt ist, bieten nun Übernachtungskapazitäten als sogenannte „Farm Stays“ an.

Das Nachrichtenportal sprach auch mit Russell Alexander, einem Miteigentümer und Manager des Hobbingen-Filmsets. Nach seinen Angaben stieg der Umsatz allein im letzten Jahr um 40 Prozent an. Mittlerweile besuchen den Ort etwa 2.000 Menschen pro Tag. Es seien sogar so viele, so Alexander, dass man erstmals auch Besucher ablehnen musste, weil die Kapazitätsgrenze erreicht wurde. Ein Besuch des Filmsets kostet übrigens momentan 79 australische Dollar, umgerechnet sind dies etwa 50 Euro.

Den englischen Originalartikel könnt Ihr hier nachlesen.

Foto: CC-NC Trey Ratcliff