Ende letzten Jahres erschien Arda Inhabited: Environmental Relationships in The Lord of the Rings von Susan Jeffers bei der Kent State University Press. Dazu schreibt der Verlag (meine Übersetzung):

Jeffers-hr-137x210Arda Inhabited füllt eine [Publikations-] Lücke […], indem es Ecocriticsm und weiter gefasste postmoderne Konzepte mit der wachsenden Begeisterung für Tolkiens Mittelerde verbindet.

Susan Jeffers untersucht, wie verschiedene Gruppen und Individuen im Herrn der Ringe mit ihrer Umwelt interagieren. […S]ie argumentiert, dass es drei Hauptmöglichkeiten gibt, welche Beziehung diese Gruppen zu ihrer Umgebung haben: “Macht mit”, “Macht von” und “Macht über”. Ents, Hobbits und Elben haben eine “Macht mit” ihrer Umwelt. Zwerge und Menschen ziehen “Macht von” ihrem Ort, interagieren symbolisch oder dialektisch mit ihrer Welt. Sauron, Saruman und die Orks sind alles Beispiele eines narzistischen Solipsimus, der versucht “Macht über” die Umwelt auszuüben. Jeffers beobachtet nach diesen drei Kategorien außerdem, wie Wanderer in Mittelerde mit der Welt interagieren und wie diese Beziehungen Tolkiens eigenes moralisches Denkmuster aufzeigen.

Das Buch bezieht sich auf Umweltkritiker wie Neil Evernden und Christopher Manes, postmoderne Denker wie Hegel, DeSaussure, Adorno, Deleuze und Guattari und mischt das Ganze mit Ideen und Analysen von bekannten Tolkien-Forschern wie Curry, Flieger, Shippey, Dickerson oder Evans, schreibt der Verlag weiter.

Susan Jeffers unterrichtet unter anderem frühe amerikanische Literatur an der Abilene Christian University in Texas. Sie veröffentlichte einen Artikel über Mormonentum in der Twilight Saga und hielt diverse Vorträge zu Natur und Spiritualität, z.B. in den Gedichten von Wallace Stevens, oder über patriarchalische Gewalt und weibliche Kraft in den Canterbury Tales. Sie lebt im südlichen Maryland.