5 Tipps für Euch, wenn Ihr das Silmarillion lesen möchtet

5 Tipps für Euch, wenn Ihr das Silmarillion lesen möchtet

Seitdem Amazon die neue Mittelerde-Serie plant, in der es wohl auch um Ereignisse vor dem Herrn der Ringe und dem Hobbit gehen soll, ist das Interesse am Silmarillion deutlich gestiegen. Auf dem ersten Bild der Serie, das gestern veröffentlich wurde, haben Fans schon einige Anspielungen auf dieses Buch von J.R.R. Tolkien gefunden. Das Silmarillion erzählt die Ereignisse vor Tolkiens bekanntesten Werken und wie Mittelerde überhaupt entstanden ist. Da sich viele mit dem Lesen dieses Buches schwertun, präsentieren wir Euch hier 5 Tipps, die Euch das Lesen erleichtern können.

1. Lasst Euch Zeit!

Der erste Tipp ist auch gleich der wichtigste: Das Silmarillion braucht Zeit! Es ist kein Buch wie der Hobbit, das man an einem Stück wegliest. Es ist auch nicht wie der Herr der Ringe, der zwar oft langatmig ist, aber trotzdem eine klare Handlung mit vertrauten Charakteren bietet. Das Silmarillion ist eine Sammlung von Geschichten mit unzähligen Charakteren. Oft tritt die eigentliche Rahmenhandlung, der Kampf um die Silmarilli, in den Hintergrund. Statt einem oder einer Gruppe von Haupthelden gibt es eine ganze Reihe von Helden und Heldinnen, über die man leicht den Überblick verliert. Lasst Euch auf jede Geschichte und jeden neuen Charakter ein und vertieft Euch in die Details, die Euch ansprechen. Lest vielleicht mal ein Kapitel zweimal und seid geduldig mit Euch und dem Buch.

2. Macht eine Namensliste

Im Silmarillion kommen, wie oben erwähnt, jede Menge Charaktere vor und viele haben nur einen ganz kurzen Auftritt am Rande und erscheinen dann gar nicht mehr. Und sie heißen auch noch alle Fin…irgendwas. Darum empfehlen wir Euch, eine Liste mit Namen zu führen. Notiert Euch Charaktere und Stichpunkte zu ihnen, so dass Ihr Euch später an sie erinnern könnt. Weiter lohnt es, alle Namen eines Charakters aufzuschreiben, damit Ihr immer wisst, wer wer ist. Hierbei kann Euch auch das Namensregister am Ende des Buches helfen. Dort findet Ihr auch Stammbäume, denn die Beziehungen zwischen den Charakteren sind oft entscheidend, um die Handlung zu verstehen.

3. Benutzt Karten

Die meisten Ausgaben des Silmarillion enthalten eine Karte von Beleriand. Die solltet Ihr beim Lesen immer wieder zurate ziehen, damit Ihr die Bewegungen der Charaktere im Auge behalten könnt. Es gibt auch große, aufklappbare Karten zu kaufen, falls Eurer Ausgabe keine beiliegt. Auf der könnt Ihr dann beispielsweise mit Spielfiguren den Standort von Charakteren markieren.  

4. Schlagt nach

Ihr fühlt Euch schon ganz wohl in den Geschichten und kommt gut zurecht – aber dann tritt auf einmal ein Charakter auf, der 10 Kapitel vorher eingeführt wurde und an den Ihr Euch jetzt erinnern müsst? Oder die Charaktere erreichen plötzlich einen Ort, der Euch irgendwie bekannt vorkommt, aber Ihr wisst nicht woher? In diesem Fall solltet Ihr immer nachschlagen: entweder im Namensregister, im Internet oder in einem der vielen Lexika. Das ist keine Schande und oft bringt das Weiterlesen gar nichts, wenn Ihr nicht wisst, um wen oder was es gerade geht. Achtung, hier besteht Spoilergefahr!

5. Überspringt Kapitel

Zum Schluss noch ein umstrittener Tipp, der aber vor allem beim ersten Lesen sehr hilfreich sein kann: Überspringt Kapitel oder Passagen, mit denen Ihr nichts anfangen könnt. Viele fangen das Silmarillion immer wieder an zu lesen und kommen nie über die Schöpfungsgeschichte, die Ainulindale, hinaus. Die ersten Kapitel sind zwar sehr wichtig, die Handlung beginnt aber erst mit der Qenta Silmarillion und die „Action“ geht erst in Kapitel VI „Von Feanor und der Loskettung Melkors“ richtig los. Falls Ihr also wirklich keine Lust auf die ersten Kapitel habt, dann überspringt sie und lest sie vielleicht zum Schluss. Das ist immer noch besser, als das Silmarillion nie zu lesen!

Credits:

Titelfoto: Tobias M. Eckrich

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