Tolkien in den Medien 2024/11

Tolkien in den Medien 2024

Im TolkCast 177 vom 3. Juni hatte Johnny in der Rubrik „Auenland Kurier“ wieder einiges für Euch. Dieses Mal hat das Team elf tolkieneske Nachrichten aus der Medienberichterstattung gefunden und ausgeführt.

Paddeln wie auf dem Anduin

Das österreichische Online-Freizeitmagazin Helden der Freizeit empfiehlt auf seiner Website Paddeln auf dem Fluss Steyr in Oberösterreich mit dem Slogan: „Eine Kajak-Tour wie im Tolkien-Film.“ Auf der Seite finden sich neben der Beschreibung der Tour auch Informationen zu Kajak-Kursen, Guides, Material und weiteren Flusswandertouren. Auf TikTok und Instagram ist ein Video der Steyr-Kajak-Tour des Teams der Helden der Freizeit zu sehen.

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Übernachten auf der Hobbit-Alm

In Weißenbach in der Dachsteinregion in Österreich hat Corbinian Schiefer mit seinem Vater drei Häuser im Hobbit-Stil gebaut. Inspiriert von den Filmen von Peter Jackson baute er aus Holz und Lehm drei „Hobbyt-Häuser in da Woad (im Weideland)“ in den Hang hinein. Die geräumigen Einraum-Lodges mit den Namen Bilbo, Gandalf und Thorin haben runde Fenster, sind mit dem Notwendigsten ausgestattet und bieten einen Holzherd zum Heizen und Kochen. Wasser kann man direkt vom Brunnen holen, und nicht weit vom Haus ist das Humus-Klo. Eine Übernachtung gibt es für zwei Personen ab 95 € und für vier Personen ab 172 €.

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Eintritt für das Lauterbrunnental

Die Handelszeitung aus der Schweiz berichtet, dass einzelne Gemeinden im Berner Oberland gegen die negativen Auswirkungen des rasanten Tourismus-Anstiegs vorgehen wollen. Die Besucher*innen hinterlassen Müll, verstopfen die Straßen und stressen die Einwohner. Vor allem die Gemeinde Lauterbrunnen sei ein Anziehungspunkt für Touristenmassen, die von Tolkien und Instagram beflügelt seien. Der 19-jährige J. R. R. Tolkien wanderte 1911 durch die Schweizer Alpen, unter anderem durch das Lauterbrunnental.

Die Gemeinde plant derzeit Gebührenmaßnahmen für Tourist*innen, die mit dem Auto anreisen. Unter anderem soll ein „Talpass“ eingeführt werden, der 5-10 Franken kosten soll. Lauterbrunnen wäre nicht der erste Ort in der Schweiz mit Eintrittsgebühren. Die Gemeinde Iseltwald, ebenfalls im Berner Oberland, hat vor Kurzem für einen Instagram-Hotspot am See eine Selfie-Gebühr von 5 Euro eingeführt.

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LEGO-Bausatz Barad-dûr

Das neue LEGO-Set Barad-dûr war bereits nach neun Stunden vergriffen. Das Set ist im LEGO-Onlineshop nur noch als Nachbestellung erhältlich. Der Turm von Sauron besteht aus 5.471 LEGO-Einzelteilen, ist 83 cm hoch und kostet 459,99 Euro. Das Modell repräsentiert einen halben Turm. Die offene Rückseite zeigt das Innenleben auf mehreren Stockwerken. Dort gibt es den Thron Saurons, eine Schmiede, eine Bibliothek und einen Speisesaal für Orks. Besonderheiten sind das Auge an der Spitze des Turms, das beweglich ist und mittels eines Lichtsteins aufleuchten kann, und das Haupttor, das mit einem Schaltbaustein geöffnet und geschlossen wird. Außerdem enthält das Set zehn Figuren: Sauron, Saurons Mund, Gothmog, vier weitere Lakaien Saurons, Gollum, Frodo und Sam. Die Minifigur von Sauron gibt es nur in diesem Set. Das Set hat eine Altersempfehlung ab 18 Jahre.

Die Bezeichnung 18+ auf den Verpackungen gibt es seit 2020. Sie ist kein Warnhinweis, um auf eine Gefährdung für Kinder und Jugendliche hinzuweisen, und auch kein Verweis darauf, dass es sich um ein besonders schwer zusammenbaubares Modell handelt. Möglicherweise handelt es sich um eine spezielle Vermarktungsstrategie für Erwachsene, um die kontinuierlich angestiegenen erwachsenen LEGO-Fans anzusprechen.

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31.200 Pfund für eine Hobbit-Erstausgabe

Eine Erstausgabe von J. R. R. Tolkiens Roman The Hobbit aus dem Jahr 1937 wurde bei einer Auktion von Kinghams Auctioneers in Moreton in Marsh, Gloucestershire, für 31.200 £ verkauft und überstieg die ursprüngliche Schätzung des Auktionshauses, das mit ca. 7.000 bis 10.000 £ gerechnet hatte. Das Buch ist eines von nur rund 1.500 Exemplaren der Originalauflage. Es wurde in einem Haus in Berkshire, nachdem dieses vererbt worden war, in einer Kommode gefunden. In dieser Ausgabe befindet sich auf der hinteren Innenklappe des Schutzumschlags eine manuelle Korrektur: Bei dem falsch gedruckten Namen Dodgeson ist das e per Hand überarbeitet. Charles Dodgson, besser bekannt unter seinem Pseudonym Lewis Carroll, der Autor von Alice in Wonderland, war ein Kollege Tolkiens in Oxford.

Verglichen mit der Versteigerung einer Erstausgabe, die bis zum 27. Juni bei Heritage Auctions läuft, war dieses Exemplar noch ein Schnäppchen. In der zu versteigernden Ausgabe ist eine handgeschriebene Widmung von Tolkien. Das Angebot liegt aktuell bei fast 100.000 £ und kommt mit Käuferaufschlag auf einen Preis von fast 125.000 £.

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Katalog der Aubusson-Tapisserie-Tolkien-Ausstellung

Am 27. Juni erscheint Aubusson tisse Tolkien, l’aventure tissée (Aubusson webt Tolkien, das gewebte Abenteuer) von Philippe Bouchet in Französisch und Englisch. Der Katalog zur Tolkien-Ausstellung in der Aubusson-Weberei kostet 27 Euro. Er erzählt von einem einzigartigen Webprojekt: Vierzehn Wandteppiche und zwei Teppiche wurden nach Originalillustrationen von J. R. R. Tolkien angefertigt und sollen seine Werke Der Hobbit, Der Herr der Ringe und Das Silmarillion (herausgegeben von Christopher Tolkien) begleiten. Zeichnungen, die er für seine Kinder angefertigt hatte, sind ebenfalls Teil dieses Projekts. Dreißig Fachleute arbeiteten sieben Jahre lang in sechs Tapisserie-Werkstätten in Aubusson nach den Techniken der Aubusson-Tapisserie an der Umsetzung. Die Publikation zeichnet nicht nur den gesamten Weg dieses Projekts nach, das 150 m2 Webarbeit umfasst, sondern ordnet auch den Bezug zu Tolkiens Werk ein.

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Drei Hobbits wandern von Wiesbaden nach Marokko

Die drei Studenten Bennett Brück, Luis Kolodziejski und Leo K. wollen sich am 7. August 2024 auf den Weg machen, um von Wiesbaden nach Marokko zu gehen. Dabei wollen sie in Hobbit-Gewandung durch sieben Länder wandern und nach 2.700 Kilometern am Ende ihrer Reise einen Ring ins Meer werfen. Bennett Brück hatte die Idee im vergangenen Jahr. Nach einer Depression und dem Gefühl des Eingesperrtseins in der Coronazeit ist er viel gelaufen und hatte zum ungezählten Mal die „Herr-der-Ringe“-Filme gesehen. So kam ihm die Idee, den Weg des Rings zum Schicksalsberg auf eine Landkarte zu übertragen und diesen Weg in sein Leben zu holen. Ihm bot sich ein ganz neues Ziel, das ihn inspirierte. Sein Freund Leo möchte die Welt aus einer völlig neuen Perspektive betrachten; und auch für Luis war die Aussicht auf ein unvergleichliches Abenteuer unwiderstehlich. Der Ring symbolisiert für ihn alles Schlechte aus der Coronazeit und dem Jahr 2023. Auf ihrer Website „die3hobbits“, auf YouTube und auf Instagram kann man die Vorbereitungen und bald auch die Reise von Bennett, Luis und Leo verfolgen und sie mit Spenden unterstützen.

https://www.fnp.de/frankfurt/wandern-nach-marokko-drei-hobbits-93075397.html

https://www.youtube.com/@Die3Hobbits

https://www.die3hobbits.de/

Dokumentation über Christopher Lee

Die Dokumentation „The Life and Deaths of Christopher Lee“ konnte man über die US-amerikanische Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziell unterstützen. Das Ziel, 40.000 £ einzusammeln, wurde sogar überschritten: 924 Unterstützer*innen trugen 76.700 £ bei, um dieses Projekt zu verwirklichen. Solange der Vorrat reicht, kann man für 30 £ noch eine der Limited-Special-Edition-Blu-Ray-Discs bestellen. Diese Blu-Ray-Disc ist ein Kickstarter-Exklusivangebot und sonst nirgendwo erhältlich. Der inzwischen fertige Film wurde an Verleiher auf der ganzen Welt verkauft und wird dieses Jahr auf Streaming-Plattformen veröffentlicht. Christopher Lee hat in fast 300 Filmen mitgewirkt. Er wurde 1958 durch seine ikonische Darstellung des Dracula in dem gleichnamigen Film berühmt und erreichte für seine Darstellung von Bösewichten Kultstatus. Mit der Verkörperung von Saruman wirkte er in den ersten beiden Teilen der „Herr-der-Ringe“-Filme mit, und er war der einzige unter den Mitgliedern der Filmbesetzung, der J. R. R. Tolkien persönlich getroffen hatte.

In dem Film gibt es Interviews mit Filmemachern wie Peter Jackson und John Landis, mit Freunden und Familienmitgliedern, der preisgekrönten Stop-Motion-Animatorin Astrid Goldsmith und dem Illustrator Dave McKean, der selbst Regie führte.

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Vorschau: „Der Herr der Ringe: Der Krieg der Rohirrim“

Auf dem Animationsfestival Annecy in der gleichnamigen französischen Stadt zeigten Warner Bros., New Line Cinema und das Animationsstudio Sola Entertainment einem ausgewählten Publikum einen 20-minütigen Ausschnitt von „The Lord of the Rings: The War oft he Rohirrim“. Zu den Gästen gehörten unter anderen der Regisseur Kenji Kamiyama, die Produzenten Jason DeMarco und Joseph Chou, die Oscar-prämierte Produzentin Philippa Boyens und Andy Serkis, die anschließend noch bei einer Podiumsdiskussion mitwirkten. Die gezeigten Bilder, für die es viel Applaus gab, werden nun auch teilweise veröffentlicht. Boyens verkündete, dass auch Peter Jackson und Fran Walsh als ausführende Produzenten mitarbeiten. Jackson sprach zu Beginn der Veranstaltung in einem kurzen Video über das Projekt und bezeichnete die Kombination aus Anime und Der Herr der Ringe als „precious“.

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Filmproduktion über Tolkien und Lewis: „Fellowship“

Auf Instagram hat die Ankündigung, dass Angel Studios „Fellowship“ produzieren wird, fast 5.000 Likes. Eine Geschichte über Freundschaft, Fantasy und Glauben der Freunde J. R. R. Tolkien und C. S. Lewis. Zwei Autoren, die mit The Lord of the Rings und The Chronicles of Narnia Weltliteratur schufen. Der Film „Fellowship“ ist eine Reise durch das Leben der zwei großen Autoren, eine Annäherung an die Zeit, in der sie ihre Werke verfassten, und eine filmische Umsetzung, wie ihr Leben und Werk einander beeinflusst haben könnten.

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„Riesenhaft in Mittelerde“ in Berlin

„Riesenhaft in Mittelerde“, über das wir schon in „Tolkien in den Medien“ 2024/03 und 2024/4 berichtet haben, wurde nun in Berlin im Rahmen des Theatertreffens aufgeführt. Es handelt sich um eine begehbare Inszenierung des Theater HORA, des Helmi Puppentheaters und des Schauspielhauses Zürich nach Der Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien unter dem Motto: Arthouse meets Fantasy. Die Zuschauer*innen können an beiden Saalenden sitzen, stehen oder umhergehen und so in die Fantasiewelt eintauchen.

Ausschnitte der Produktion gibt es auf YouTube und im Internetauftritt der Berliner Festspiele. Aktuelle Kritiken zu der Berliner Aufführung gibt es unter anderem auf den Websites von rbb24, dem Tagesspiegel und Nachtkritik.

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Credits:

Titelfoto: Tobias M. Eckrich

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