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Tolkien Lesetag 2016: Leben, Tod und Unsterblichkeit

Tolkien Lesetag 2016

Am 25. März ist wie jedes Jahr internationaler Tolkien Lesetag. Seit 2003 lädt er jährlich dazu ein, Passagen aus den Werken Tolkiens zu lesen und damit dessen Werke zu würdigen. Weltweit finden hierzu größere und kleinere Veranstaltungen statt. Das Thema lautet in diesem Jahr „Leben, Tod und Unsterblichkeit“, wie immer ausgesucht durch die britische Tolkien Society, die es allerdings lediglich als freie Vorgabe und keineswegs als Zwang verstanden wissen möchte.

Hintergrund des diesjährigen Themas

In diesem Jahr ist das Thema des Lesetags an die Lebensgeschichte Tolkiens angelehnt und blickt auf einen tragischen Punkt im Ersten Weltkrieg zurück: Die Schlacht an der Somme im Norden Frankreichs. Sie begann am 1. Juli 1916 und endete am 18. November, ohne dass eine Seite den Sieg errungen hatte. Gleichzeitig war jene Schlacht vor 100 Jahren die verlustreichste des Ersten Weltkriegs. Tolkien kämpfte in dieser und überlebte sie, sein Freund Robert Gilson fiel. Gilson war ein Mitglied der Tea Club and Barrovian Society (T.C.B.S.), einer Gemeinschaft, in der sich die Freunde trafen und über Literatur diskutierten. Ein halbes Jahr später verlor Tolkien im Krieg mit Geoffrey Bache Smith ein weiteres T.C.B.S.-Kernmitglied. Diese persönlichen Erfahrungen des Autors aus dem Ersten Weltkrieg prägten seine Sichtweise auf Leben und Tod. In Tolkiens Werken begegnet man zudem an vielen Stellen den Themen Sterblichkeit und Unsterblichkeit.

Über den Tolkien Lesetag

Das Datum für den internationalen Tolkien Lesetag ist für Kenner unmittelbar mit der Handlung des Herrn der Ringe verknüpft. Dennoch möchten wir denjenigen von Euch, die mit dem 25. März nicht direkt etwas in dem Werk verbinden, natürlich erzählen, welches wichtige Ereignis sich an diesem Tag in Mittelerde zutrug. In den Anhängen des Herrn der Ringe heißt es in der Zeitleiste am 25. März 3019 des Dritten Zeitalters: „[…]Frodo und Samweis erreichen Sammanth Naur. Gollum bemächtigt sich des Rings und fällt in die Schicksalsklüfte. Barad-dûr stürzt ein und Sauron geht dahin.“

Text-Quelle: Tolkien, J.R.R. Der Herr der Ringe / Anhänge. Stuttgart: Klett-Cotta, 1985
Grafik: Tobias M. Eckrich

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