Eine unerwartete Kunstreise. Stefan Bleyl und Ingo Schiege auf den Spuren Tolkiens

Eine unerwartete Kunstreise. Stefan Bleyl und Ingo Schiege auf den Spuren Tolkiens

Wer in der nächsten Woche einen Ausflug in den Spreewald, genauer gesagt, ins schöne Lübben, plant, sollte sich die Ausstellung „Eine unerwartete Kunstreise. Stefan Bleyl und Ingo Schiege auf den Spuren Tolkiens“ im Lübbener Schloss nicht entgehen lassen. Noch bis 22. Mai 2022 (dann findet sie Finissage statt) hat der geneigte Besucher Zeit, dort (nicht nur) Tolkieneskes der beiden Künstler zu bestaunen.

Die Ausstellung ist auf zwei Räume verteilt. Zu sehen sind nicht nur Bilder und Kalligraphien der beiden Künstler, sondern auch verschiedene kleine Skulpturen Bleyls, der in Meissen den Beruf des Figurenkeramformers (Bossierer) lernte. Gleich zweimal zu sehen ist von Kalligraph Ingo Schiege der Ringspruch, der die Gäste nicht nur über der Kasse, sondern auch im ersten Ausstellungsraum über dem dort ausliegenden Gästebuch begrüßt. In diesem ersten Zimmer findet man auch die erwähnten Skulpturen sowie die sogenannten „Portalbilder“, für die Stefan Bleyl bekannt ist. Betritt man den folgenden Raum, fällt der Blick prominent auf das Kernstück der Ausstellung, das Triptychon der Zwei Bäume Valinors. Über vier Jahre dauerte es von der ersten Idee bis zum fertigen Kunstwerk – verschiedene Skizzen wurden gemalt und wieder verworfen. Auch die Sackgassen, die letztendlich dann doch zum Ziel führten, werden gezeigt. Sie sind dann auf der Rückseite der Triptychonswand (die Ausstellung ist ein Rundgang) zu sehen.

Eine unerwartete Kunstreise - Gruppenbild - Ralf Wunderlich
Eine unerwartete Kunstreise - Gruppenbild - Ralf Wunderlich

Doch die Bilder, und da gibt es auch neben den Zwei Bäumen und den Portalbildern noch sehr viele Werke zu entdecken, stehen nicht für sich alleine. Dazwischen hängen immer die von Ingo Schiege gestalteten Kalligraphien. Bei diesen verwendet der hauptberufliche Vermesser, der von sich selbst sagt, seine Arbeit sei vor allem vom britischen Künstler William Morris inspiriert, verschiedene Tinten, die die Worte Tolkiens stimmungsvoll umsetzen. Einige seiner Werkzeuge sind zur Veranschaulichung in den Vitrinen des Museums ausgestellt.

Eine unerwartete Kunstreise - Plakat - Silvia Lindner
Eine unerwartete Kunstreise - Plakat - Silvia Lindner

Insgesamt hat man eine gelungene Kombination von Bild und Schrift, die zum Nachdenken anregt. Passend dazu gibt es zwischendurch immer wieder Möglichkeiten, sich hinzusetzen und das eine oder andere Bild besonders auf sich wirken zu lassen: Durch die ausgewählten Zitate aus Tolkiens Werken, aber auch vom Autor selbst, kann man sich inspirieren lassen, die Bilder dahingehend zu interpretieren – aber man kann auch seine eigenen Assoziationen in die Werke hineindenken. Spielraum für beides ist definitiv gegeben.

Lust bekommen, die Ausstellung selbst einmal zu besuchen? Dazu gibt es noch bis einschließlich 22. Mai die Gelegenheit. Diese Möglichkeit sollte man nutzen, denn im Eintritt ins Schloss ist auch die gesamte Dauerausstellung sowie der Zugang zum Wappensaal enthalten.

Wer das nicht schafft: Stefan Bleyl wird außerdem dieses Jahr auf den Tolkien Tagen in Geldern vom 10. bis 12. Juni seine Werke präsentieren. Und wer weiß, vielleicht verschlägt es auch irgendwann Ingo Schiege dorthin?
 
Daneben hoffen wir, Euch in einer der nächsten Flammifer-Ausgaben mehr über Stefan Bleyl erzählen zu können.

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Weg ist weg

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Credits:

Titelfoto: Karin Schönherz

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