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„The lost recordings“ lässt Tolkien zu Wort kommen

Am 06.08. 2016 strahlt BBC Radio 4 die Dokumentation „Tolkien: The lost recordings“ aus, die auch lang verloren geglaubtes Material mit J.R.R. Tolkien persönlich enthält. Im Jahr 1968 produzierte der junge Produzent und Regisseur Leslie Megahey den Dokumentarfilm „Tolkien in Oxford“, dessen fertig bearbeitete Version aber nur wenige Ausschnitte aus dem ursprünglich aufgenommenen Material enthielt.

Da es nicht sehr viele Interviews mit Tolkien gibt und dies zudem sein letztes war, sind die persönlichen Worte des Autors von besonderer Bedeutung für Tolkien-Interessierte weltweit.
In der damaligen Doku traf John Izzard den britischen Schriftsteller in seinen eigenen vier Wänden und wandelte mit ihm durch die ihm liebsten Stellen in Oxford. Dabei gab Tolkien Einblick in seine eigenen Ansichten seine Bücher betreffend, redete aber auch über seine Liebe zur Natur und zu Bier. Zusätzlich wurden auch Studenten aus Oxford zu ihrer Meinung befragt, die von purem Enthusiasmus bis zu milderer Betrachtung reichte.

Lange war man seitens der BBC davon ausgegangen, dass das Rohmaterial verschollen und nicht wieder auffindbar sei. Als Leslie Megahey jedoch eine Aufnahme fand, die sich als Kopie auf Videokassette befand, machte er sich mit dem angesehenen Tolkien-Gelehrten Dr. Stuart Lee auf die Suche nach dem Originalmaterial in den Archiven der BBC.

„Tolkien: The lost recordings“ begleitet Lee und Megahey auf der Suche, die nicht nur durch die Filmarchive des BBC führt, sondern auch die Zeiten der damaligen Aufnahme wieder aufleben lässt.
In der Dokumentation kommen jedoch auch weitere Tolkien-Experten zu Wort: Wissenschaftler Patrick O’Sullivan, Fan Michael Hebbert und Kritiker Valentine Cunningham, der sich als Stimme des Widerspruchs erhob, als der aufkeimende Tolkien-Kult aus den USA herüberschwappte.
„Was sich zeigt, ist das Bild eines verspielten Akademikers, dessen Fiktion von Erwachsenen seinerzeit nur sehr wenig respektiert wurde und die als geringere Form der Literatur angesehen wurde“, heißt es in der Pressemitteilung des BBC. „Doch er wird von Professor Tom Shippey verteidigt und auch sein Kollege Dr. Roger Highfield erinnert sich gerne an ihn.“

Auch Tolkien-Expertin Dr. Dimitra Fimi kommt zu Wort, für die jede neu entdeckte Aufnahme Tolkiens ein wahrer Goldschatz ist, während Lee den besonderen Wert des wiedergefundenen Interviews darin sieht, dass sich die Chance bietet, Tolkiens entspannter Reflexion seines Lebens zu lauschen.

BBC Radio 4 ist über das Internet als Live-Stream empfangbar.
Nach der Ausstrahlung steht die Dokumentation auch auf der Programm-Seite zur Verfügung. Los geht es am Samstag, dem 06.08.2016, um 20:00 Uhr GMT (21:00 Uhr MET).

 

Die Pressemitteilung der BBC kann hier nachgelesen werden: Tolkien: The lost recordings

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