Call for Papers zum Hither Shore 17

Call for Papers zum Hither Shore 17

Im Coronajahr ist alles anders. Wie die meisten Veranstaltungen konnte auch das Tolkien Seminar  nicht stattfinden. Geplant war für dieses Jahr die Behandlung des Themas “Tolkien und die Politik”. Dieses wird auf 2021 verschoben. Ganz auf die Wissenschaft verzichten möchten die Deutsche Tolkien Gesellschaft und das Board of Editors aber natürlich nicht.

Deshalb gibt es für den Hither Shore Nr. 17, das Jahrbuch für 2020, einen Call for Papers. Die Beiträge werden dann in diesem Jahr nicht im Rahmen eines Tolkien Seminars vorgetragen, sondern als reine Publikation behandelt.

Das Thema, das 2020 untersucht wird, ist “Brücken und Grenzen: Tolkien-Forschung in den DACH-Ländern”.

Brücken und Grenzen: Tolkien-Forschung in den DACH-Ländern

Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG)

Call for Papers für
Hither Shore 17

„Die weite Welt erstreckt sich rings um euch: ihr könnt euch absperren, doch könnt ihr sie nicht für immer aussperren.“
(Gildor zu Frodo in Die Gefährten)

Die Tolkien-Forschung kennt keine nationalen oder kulturellen Grenzen und der internationale Austausch hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auf allen Ebenen intensiviert. Mit ein paar Ausnahmen hat sich in diesem Rahmen Westron (aka Englisch) als die lingua franca der internationalen Tolkien-Forschung etabliert und wer mit seinen Forschungsergebnissen über die Sprachgrenzen wahrgenommen werden will, der muss auf Englisch veröffentlichen. Trotz dieser klaren Dominanz der angelsächsischen Zunge existieren parallel dazu – und meist in engem Austausch mit der englischsprachigen Forschung – eine Vielzahl von eigenständigen nationalen und nationalsprachlichen Forschungstraditionen. Die wichtigsten dürften diejenigen unserer Nachbarländer Frankreich und Italien sein, auch wenn z.B. die polnische Tolkien-Forschung ebenfalls sehr aktiv ist und auf den iberischen und skandinavischen Halbinseln vieles in Bewegung ist.

Innerhalb dieses Rahmens spielen die (größtenteils) deutschsprachigen DACH-Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) und die in ihnen angesiedelten Organisationen und Vereine nicht nur aufgrund ihrer zentralen geographischen Lage eine wichtige Rolle. Die Tolkien-Organisationen in den DACH-Ländern sind Gastgeber für publikumswirksame Tolkien-Events wie die Tolkien Tage etc., organisieren Tagungen mit internationalen Teilnehmer*innen, veröffentlichen Publikationen (auch auf Englisch) und haben eine international beachtete Präsenz in den neuen Medien. Darüber hinaus verhelfen sie durch ihre Vermittlerfunktion bei der Aufbereitung und Publikation von Ergebnissen aus den unterschiedlichsten nationalen Forschungstraditionen.

Ziel dieses Bandes ist es, den Beitrag und die Bedeutung der Forscher*innen, Organisationen und Vereine aus den DACH-Ländern zu illustrieren. Dazu sind sowohl originäre Beiträge von in DACH- Ländern beheimateten Forscher*innen zu einem beliebigen Thema der Tolkien-Forschung, als auch Beiträge willkommen, welche die Funktion und Geschichte der in den DACH-Ländern angesiedelten Organisationen und Vereine beleuchten und deren Bedeutung für die internationale Tolkien-Forschung analysieren.

Publikationssprachen für die Beiträge sind Deutsch oder Englisch.

Interessenten werden darum gebeten, ein kurzes Exposé (nicht länger als eine Seite) und eine Kurzbiographie bis zum 31.1.2021 an Thomas Fornet-Ponse zu senden:

Credits:

Titelfoto: Gorodenkoff (Adobe Stock: 356426676)

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