Hinweis:

Es handelt sich bei dieser Nachricht natürlich um einen Aprilscherz. Zum Zeitpunkt der Erstellung, wussten wir nicht, dass der Film tatsächlich auf der WorldCon gezeigt wird. Wir hoffen, wir haben Euch nicht zu sehr erschreckt und freuen uns nach wie vor auf den Film. 

Bei der am vergangenen Wochenende stattgefundenen WonderCon in Anaheim, Kalifornien, wurden Teile des Kinofilms Tolkien einem ausgewählten Kreis von Tolkienexperten und Fans gezeigt. Dabei kam es zu lauten Protesten der Zuschauer. Ein DTG-Mitglied, das vor Ort war, berichtet, dass gebuht und teilweise sogar gebrüllt wurde. Diese negativen Reaktionen sorgten wohl dafür, dass das Unternehmen Fox Searchlight Pictures derzeit erwägt, Teile des Films zu überarbeiten. Das wurde in einer Q&A Session, die der Vorführung folgte, von den Produzenten suggeriert. Wann das Biopic nun tatsächlich in die Kinos kommt, ist unbekannt. Der 3. Mai ist damit aber erst einmal vom Tisch.

Infos von einem Mitglied vor Ort

“So etwas habe ich bei einem Film noch nicht erlebt. Die Leute waren richtig aufgebracht, während die Ausschnitte gezeigt wurden”. So unser Mitglied, das derzeit im Osten der USA Urlaub macht. “Eigentlich würde man ja meinen, dass sich die Fans freuen, wenn sie etwas vorab sehen können. Aber bei manchen Szenen ist mir auch die Spucke weggeblieben.” Konkreter möchte er sich nicht dazu äußern, scheinbar mussten die Anwesenden eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. “Ich hab schon viel zu viel gesagt!”

Dennoch erzählt unser Mitglied, dass wohl bei den anschließenden Diskussionen auch hitzig über die in den Film eingebauten Figuren Mittelerdes debattiert wurde. Wie wir bereits berichteten, tauchen sowohl Gandalf als auch Sam in dem Tolkien Biopic auf. Der Ringträger-Träger hat also einen Auftritt in der Biographie, nicht aber der Ringträger Frodo selbst. Das, vor allem aber die anscheinend überdrehte Darstellung von Tolkiens Charakter sowie die offenbar im Vordergrund stehende Liebesgeschichte, sorgten bei den Fans für viel Unmut. Unter diesen Umständen wäre eine Überarbeitung des Films tatsächlich wünschenswert. Regisseur Thomas Karukoski (Foto) zeigte sich sehr betrübt über die Reaktionen.

Weiteres Problem: der Brexit

Es kommt noch ein weiteres Problem auf die Produzenten zu: Auch wenn es sich bei Fox Searchlight Pictures um eine US-Firma handelt, wurde der Film dennoch in England gedreht. Auch die Nachdrehs sollen in Großbritannien stattfinden. Hier das Hauptproblem: der Brexit! Auch wenn die Engländer noch Teil der EU sind, wird sich dies voraussichtlich bald ändern. Der Zeitfaktor ist also besonders heikel. Sollte es bereits am 12. April zu einem No-Deal-Brexit kommen, könnte der Film gegebenenfalls nicht aus England exportiert werden. Aktuell unterhält England nur über die EU Handelsabkommen mit dem Rest der Welt. 

Ob und in welcher Art und Weise Filmmaterial verzollt und ausgeführt werden kann, ist nicht bekannt. Hier bestünde ggf. die Möglichkeit eines Digitalexportes. Dazu müsste der Kinofilm in händische E-Mail Formate zerschnitten werden, da die Post von der Regel ausgenommen ist. Ein Filmexperte meinte dazu: “Es ist davon auszugehen, dass der Film den Kinos nur digital zur Verfügung gestellt wird.  […] selbst wenn wir nur von einer BluRay Version des Filmes reden, […] kämen wir bei 50 Gigabyte auf rund 10.240 E-Mails à 5mb Anhang.” Je nach Internetanbindung kann das dauern. Wenn wir die menschliche Komponente rausrechnen, kommen wir bei der durchschnittlichen Upload Geschwindigkeit in England von 11.05 Mbit/s auf etwa 10:30 Stunden.

Zu einer weiteren Verzögerung könnte die Einreise der Schauspieler und Crew für die Nachdrehs führen. Es ist davon auszugehen, dass alle Personen, die bezahlt werden, auch ein Arbeitsvisum brauchen. Das ist der Stand heute am 1. April 2019. Es bleibt also spannend, wann und ob (und wenn ja, wo) der Film zu sehen sein wird.

Credits

Titelfoto: TolkienPress – Fox Searchlight Pictures

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