Seit einigen Jahren mehren sich die Verluste im Bereich der Tolkienforschung. Nicht nur gehen die letzten persönlichen Kontakte zu unserem Autoren J.R.R. Tolkien nach und nach verloren, es sind auch jüngere Autoren, Experten und Übersetzer, die viel zu früh versterben und Lücken hinterlassen, die nicht aufzufüllen sind.

Deutschen Tolkienfans mag der Name Daniel Timmons (oder Dan, wie er in den meisten Fällen genannt wurde) nicht ganz so geläufig sein, aber wer etwa den Pay-TV-Sender Premiere empfängt hat seine Dokumentation The Legacy of the Lord of the Rings sehen können, die er mit seiner Produktionsfirma Scripts and Scribes erstellte. Wissenschaftlich interessierten Lesern ist natürlich seine hervorragende Artikelsammlung J.R.R. Tolkien and His Literary Resonances (hrsg. mit George Clark) ein fester Begriff, die wir hier rezensiert haben. Weitere Artikel und Publikationen festigten seinen Ruf als einer der besten und angesehensten Tolkienexperten unserer Zeit. Mit großem Bedauern sprechen wir Familie und Freunden unser tief empfundenes Beileid aus.

Nach Wolfgang Krege (Übersetzer HdR, verst. 2005), Humphrey Carpenter (Biograph Tolkiens und der Inklings, verst. 2005), Karin Wynn-Fonstad (Hist. Atlas von Mittelerde, verst. 2005), Father John Francis Reuel Tolkien (Sohn Tolkiens, verst. 2003) und Sir Rayner Unwin (Tolkiens Herausgeber, verst. 2000) ist dies ein weiterer, herber Verlust für die Tolkienforschung. Daniel Timmons verschied nach langer, schwerer Krankheit am 18. Dezember 2005.