Bekannt wurde J.R.R. Tolkien durch den Hobbit und den Herrn der Ringe, aber wer sich ein bisschen länger mit ihm beschäftigt, stellt schnell fest: Tolkien war sehr produktiv! Über 50 mehr oder weniger fertiggestellte Bücher, Geschichten, Aufsätze und Gedichte sind mittlerweile veröffentlicht worden (und es werden jedes Jahr mehr!).

Tolkiens Werke lassen sich unterteilen in Erzählungen und Gedichte aus seiner fantastischen Welt Mittelerde, seine kleineren Werke, die nicht in Mittelerde spielen, und Publikationen des Wissenschaftlers und Oxfordprofessors Tolkien.

In welcher Reihenfolge sollte man Tolkiens Werke lesen?

Der inhaltlich beste Einstieg ist Der Hobbit, der allerdings vom Erzählstil her ein Kinderbuch ist (inhaltlich aber ein „All Ager“); wenn Du also damit Probleme hast, überspring ihn, der Inhalt wird im Herrn der Ringe noch einmal zusammengefasst.
Die direkte Fortsetzung zum Hobbit ist Der Herr der Ringe. Er schließt in seiner Handlung (zwar nicht nahtlos) an seinen Vorgänger an.
Das Silmarillion ist zwar eigentlich die Vorgeschichte von beiden, aber nicht der am besten geeignete Einstieg in die Mittelerdematerie. Der Erzählstiel ist dichter und erinnert weniger an einen Roman als vielmehr an ein Heldenepos. Es ist deswegen ungleich besser zu verstehen und sorgt für viele schöne Wiedersehen und „Aha-Effekte“, wenn man den Herrn der Ringe schon gelesen hat.
Die Nachrichten aus Mittelerde sind ergänzende Texte und sollten erst nach diesen dreien gelesen werden.
Alle übrigen Publikationen haben nicht unmittelbar mit Mittelerde zu tun und sind auch untereinander unabhängig, so dass sie in beliebiger Reihenfolge vor, nach und zwischen diesen Büchern gelesen werden können. Die bequemste Sammlung zum Einstieg, die fast alle kürzeren Texte enthält, ist Geschichten aus dem gefährlichen Königreich.
Wer alle Erzählungen aus Mittelerde in der exakt chronologischen Reihenfolge lesen möchte, findet im Internet nach ein bisschen Suchen Anleitungen bis auf die Seite genau.