Hither Shore
Interdisciplinary Journal
on Modern Fantasy Literature

Jahrbuch der
Deutschen Tolkien Gesellschaft e. V.

Violence, Conflict, and War
in Tolkien

Gewalt, Konflikt und Krieg
bei Tolkien

Interdisziplinäres Seminar der DTG
24.-26. April 2009, Hannover

Buchinformation

Preis: 23,90€
Seiten: 276
Herausgegeben von: Thomas Fornet-Ponse (Gesamtleitung), Marcel Bülles, Thomas Honegger, Rainer Nagel, Alexandra Velten, Frank Weinreich
Verlag: SCRIPTORIUM OXONIAE
Sprache:  deutsch & englisch
ISBN: 978-3-9810612-4-6

Inhalt

  • Preface
  • Vorwort
  • Tolkien Seminar 2009
    • Violence in The Lord of the Rings ‒ Frank Weinreich (Bochum)
    • Perspectives on Just War in Tolkien’s Legendarium ‒ Annie Birks (Angers)
    • Gibt es Macht ohne Gewalt? ‒ Thomas Fornet-Ponse (Bonn)
    • Gewalt und Gewaltdarstellung bei Tolkien im Vergleich mit zeitgenössischen Gewalt- und Aggressionstheorien ‒
    • Friedhelm Schneidewind (Hemsbach)
    • Der Sängerkrieg: Gesang und Gewalt in J.R.R. Tolkiens Mittelerde ‒ Julian T.M. Eilmann (Aachen)
    • Von kühner Recken Streiten? Höfische Akteure und Heroische Gewalt in Tolkiens Farmer Giles of Ham ‒ Patrick Brückner (Potsdam)
    • Dagor dagorath & Ragnarök: Tolkien & the Apocalypse ‒ Michaël Devaux (Livarot)
    • Clean Earth to Till: A Tolkienian Vision of War ‒ Anna Slack (Cambridge)
    • The Legacy of Swords: Animate Weapons and the Ambivalence of Heroic Violence ‒ Judith Klinger (Potsdam)
    • Language and Violence: The Orcs, the Ents, and Tom Bombadil ‒ Martin G.E. Sternberg (Bonn)
    • The Problem of Closure: War and Narrative in The Lord of the Rings ‒ Margaret Hiley (Peterborough)
    • The Legends of the Trojan War in J.R.R. Tolkien ‒ Guglielmo Spirito (Assisi)
    • ›contraria contrariis curantur‹ – Krankheitsheilung als Kampf in Tolkiens The Lord of the Rings ‒ Petra Zimmermann (Braunschweig)
  • Zusammenfassungen der englischen Beiträge/Summaries of the German Essays
  • Rezensionen/Reviews
    • Adam Lam, Nataliya Oryshchuk (eds.): How We Became Middle-earth. A Collection of Essays on The Lord of the Rings
    • Harriet Margolis, Sean Cubitt, Barry King, Thierry Jutel (eds.): Studying the Event Film The Lord of the Rings
    • Stratford Caldecott, Thomas Honegger (eds.): Tolkien’s The Lord of the Rings. Sources of Inspiration.
    • Jonathan B. Himes, Joe R. Christopher, Salwa Khoddam (eds.): Truths Breathed Through Silver. The Inklings’ Moral and Mythopoeic Legacy.
    • Jeremy Mark Robinson: J.R.R. Tolkien. The Books, The Films, The Whole Cultural Phenomenon. Including a Scene-by- Scene Analysis of the 2001-2003 Lord of the Rings Films.
    • Krisztina Sebõk: Roots of Middle-earth Seeds of Fantasy: Mythical and Literary Heritage in The Lord of the Rings, and J.R.R.Tolkien’s Classic as Fantasy
    • Eduardo Segura: Mitopoeia y Mitología. Reflexiones Bajo la Luz Refractada.
    • Gregory Bassham, Eric Bronson: Der Herr der Ringe und die Philosophie. Klüger werden mit dem beliebtesten Buch der Welt.
    • Fabian Geier: J.R.R. Tolkien
    • Mark T. Hooker: The Hobbitonian Anthology of Articles about J.R.R. Tolkien and his Legendarium.
    • Douglas Charles Kane: Arda Reconstructed. The Creation of the Published Silmarillion.
    • Alex Lewis, Elizabeth Currie: The Epic Realm of Tolkien. Beren and Lúthien.
    • John S. Ryan: Tolkien’s View: Windows into his World.
    • Thomas Scholz: Weit entfernte Wunder. Zur Konstruktion von Raum und Zeit in der englischen Fantasyliteratur am Beispiel von J.R.R. Tolkiens The Hobbit.
    • Pia Skogeman: Where the Shadows Lie: A Jungian Interpretationof Tolkien’s The Lord of the Rings.
    • J.R.R. Tolkien: The Legend of Sigurd and Gudrún. Edited by Christopher Tolkien.
    • Tolkien Studies. An Annual Scholarly Review. Volume VI. 2009
  • Über die Autorinnen und Autoren/About our Authors
  • Siglen-Liste
  • Index

Vorwort

Nachdem sich die Tolkien Seminare der letzten Jahre verschiedenen Bereichen des Werkes Tolkiens – der History of Middle-earth, den »Kleineren Werken« sowie dem Hobbit – gewidmet hatten, stand im April 2009 ein gemeinsames und durchaus brisantes Thema im Blickpunkt, das im gesamten Werk untersucht werden konnte und sollte: Gewalt, Konflikt und Krieg bei Tolkien.

Dabei sollte bewusst der Akzent weniger auf die biographischen Aspekte gelegt werden und stärker auf die Fragen, ob und wie Gewalt, Konflikt und Krieg Tolkiens Werke vom Hobbit bis zum Silmarillion-Komplex oder späteren Schriften bestimmen, ob es ausgleichende pazifistische Tendenzen zum Gebrauch von Gewalt gibt, ob es tiefer liegende philosophische und theologische Gründe für die Prominenz von Krieg und Konflikt gibt etc.

Besonders erfreulich für uns von der Deutschen Tolkien Gesellschaft war, dass wir mit Prof. Dr. Rainer Emig einen ausgewiesenen Experten für das Thema Krieg in der Literatur für die Zusammenarbeit gewinnen konnten. Eine weitere Bestätigung für den Erfolg unserer bisherigen wissenschaftlichen Arbeit – und insofern auch Verpflichtung – ist die sich in der Internationalität unserer Beitragenden niederschlagende überregionale Wahrnehmung des Seminars und des Jahrbuchs. Gerade aufgrund unterschiedlicher Wissenschaftstraditionen und kultureller Hintergründe kann ein solcher internationaler Austausch die Forschung nur voranbringen.

Die genannten Fragestellungen konnten im Seminar nicht in ihrer gesamten Breite erschöpfend behandelt werden – zumal wie üblich in den Vorträgen und Diskussionen noch zahlreiche weitere Einsichten und Problemstellungen aufgezeigt oder detaillierte Untersuchungen angeregt wurden. Die hier versammelten Beiträge zeigen deutlich, wie vielfältig und interdisziplinär die Perspektiven waren, die im Laufe des Seminars eingenommen wurden:

Die Bandbreite der Beiträge von einer quantitativen Inhaltsanalyse und (philosophisch theologischen) Fragestellungen zum Gerechten Krieg oder dem Zusammenhang von Macht und Gewalt über Aggressionstheorien, Sprache oder Lieder als Gewalt und literarischen und anderen Quellen bis hin zur Krankheitsheilung als Kampf entspricht der Breite der untersuchten Werke denn auch wenn The Lord of the Rings verständlicherweise einen großen Raum einnahm, wurden auch der Silmarillion-Komplex oder die »Kleineren Werken« nicht vernachlässigt.

Schließlich sei noch den verschiedenen am Erfolg des Seminars und dem Zustandekommen einer weiteren Ausgabe des Jahrbuchs herzlich gedankt: Zunächst Prof. Dr. Rainer Emig und seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an der Leibniz-Universität Hannover für die einwandfreie Organisation der Tagung; dem Verlag Walking Tree Publishers für die freundliche Unterstützung vor Ort; natürlich wie immer allen Beitragenden, meinen Mitherausgebern und der Mitherausgeberin im Board of Editors sowie schließlich der Verlegerin Susanne A. Rayermann sowie Kathrin Bondzio für die Vorlagenerstellung.

Thomas Fornet-Ponse

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