Hither Shore
Interdisciplinary Journal
on Modern Fantasy Literature

Jahrbuch der
Deutschen Tolkien Gesellschaft e. V.

Nature and Landscape
in Tolkien

Natur und Landschaft
in Tolkiens Werk

Interdisziplinäres Seminar der DTG
9. bis 11. Mai 2014, Jena

Buchinformation

Preis: 22€
Seiten: 204
Herausgegeben von: Thomas Fornet-Ponse (Gesamtleitung), Marcel Aubron-Bülles, Julian Eilmann, Thomas Honegger, Rainer Nagel, Alexandra Velten, Frank Weinreich
Verlag: SCRIPTORIUM OXONIAE
Sprache:  deutsch & englisch
ISBN: 978-3-9810612-9-1

Inhalt

  • Preface / Vorwort
  • Tolkien Seminar 2014
    • Tolkien’s Living Landscapes ‒ Alan Turner (Jena)
    • Old Forest and Barrow-downs: A Natural Prelude to LotR ‒ Jonathan Nauman (Usk Valley Vaughan Association)
    • Melian’s Girdle: Boundaries and Hidden Thresholds in Arda ‒ Guglielmo Spirito (Assisi)
    • Sympathetic Backgrounds in Tolkien’s Prose ‒ Annie Birks (Angers)
    • Romantische Landschaften in Tolkiens Werk ‒ Julian Tim Morton Eilmann (Aachen)
    • Landscapes as Metaphor in LotR ‒ Thomas Kullmann (Osnabrück)
    • What Tolkien’s Landscapes Owe to Medieval Storytelling ‒ Tatjana Silec (Paris)
    • The Role of Nature in LotR and La Saga de los Confides ‒ Natalia González de la Llana (Aachen)
    • The Dead Marshes and oikoumene: the Limits of a Landscape in Middle-earth ‒ Michaël Devaux (Livarot)
    • Approach and Sojourn: Structures of Arriving and Staying in The Lord of the Rings ‒ Martin Sternberg (Bonn)
    • Die dunkle Seite des Waldes? Konkrete und gefühlte Bedrohungen durch natürliche Räume ‒ Patrick Peters
    • (Mönchengladbach)
  • Zusammenfassungen der englischen Beiträge / Summaries of the German Essays
  • Reviews / Rezensionen
    • John S. Ryan: Tolkien—Cult or Culture
    • Helen Conrad-O’Briain & Gerard Hynes (Eds.): J.R.R.Tolkien: the Forest and the City
    • Stefan Ekman: Here Be Dragons. Exploring Fantasy Maps and Settings
    • Peter Hunt (Ed.): J.R.R. Tolkien. New Casebooks Series
    • John S. Ryan: In the Nameless Wood
    • Roberto Arduini & Claudio A. Testi (Eds.): Tolkien and Philosophy
    • Thomas Honegger & Dirk Vanderbeke (Eds.): From Peterborough to Faëry Raymond Edwards: Tolkien
    • Fastitocalon. Vol. 4-1&2. Crime and the Fantastic
    • Deborah A. Higgens: Anglo-Saxon Community in J.R.R. Tolkien’s The Lord of the Rings
    • Stuart D. Lee (Ed.): A Companion to J.R.R. Tolkien
    • Friedhelm Schneidewind & Heidi Steimel (Hg.): Musik in Mittelerde
  • Our Authors / Unsere Autorinnen & Autoren
  • Siglen-Liste
  • Index

Vorwort

Die von vielen Rezipienten wahrgenommene hohe Bedeutung von Natur und Landschaft in Tolkiens Werk gab Anlass für das 11. Tolkien Seminar der Deutschen Tolkien Gesellschaft vom 9. bis 11. Mai 2014 in Jena, sich genau dieses Themas anzunehmen. Sei es die von J.R.R. Tolkien ausgedrückte Antipathie gegenüber der Industrialisierung und der damit verbundenen Zerstörung der Natur, die Aufnahme durch die ökologische Bewegung, die oft geäußerte Empfindung sehr langatmiger Landschaftsschilderungen oder die ebenfalls oft angeführte Detailfülle der ausgearbeiteten Geographie der Sekundärwelt: Insbesondere The Lord of the Rings bietet ausreichend Gelegen-heit, Gestaltung, Bedeutung und Relevanz von Natur und Landschaft aus unterschiedlichen fachlichen Disziplinen in den Blick zu nehmen. Insofern verwundert es nicht, wenn die meisten Beiträge hier ebendieses Werk in den Vordergrund stellen – beispielsweise mit Blick auf den „mitfühlenden Hintergrund“, d.h. die Reaktion der Landschaft auf Taten oder Emotionen der Charaktere oder deren Nachahmung, auf den besonderen Charakter der Totensümpfe, des Alten Waldes und der Hügelgräberhöhen oder auf das Gefahrenpotential von Wäldern, auf den metaphorischen Charakter der Landschaftsschilderungen, insofern sie u.a. Charaktereigenschaften illustrieren, oder auf die unterschiedliche Art der Orte als von Normalraum und -zeit abgetrennt, als in Zeit und Raum eingebettet oder als Rückzugsort. Bei vielen dieser Untersuchungen wird ferner deutlich, in welchen Traditionen – etwa der mittelalterlichen Erzählweise oder der realistischen Literatur – bestimmte Aspekte stehen. Aber auch andere Texte, insbesondere aus dem Silmarillion-Komplex, werden nicht vernachlässigt, wie die Beiträge zur romantischen Landschaft oder zu Melians Gürtel als Paradigma einer (verborgenen) Grenze belegen. Wenngleich dieser Band weniger Beiträge zur Seminarthematik versammelt als viele seiner Vorgänger, zeigen die vorhandenen doch deutlich, wie lohnend die weitere Auseinandersetzung mit Natur und Landschaft in Tolkiens Werk sein kann, und bieten ausreichend Gelegenheit und Anstöße dafür. Wie üblich, werden die Seminarbeiträge durch ausführliche Rezensionen zu aktueller Tolkien-Sekundärliteratur ergänzt. Abschließend sei für den Erfolg des Seminars herzlich Prof. Dr. Thomas Honegger und seinem Team von der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie dem Verlag Walking Tree Publishers für die großzügige Unterstützung gedankt. Ebenfalls danke ich sehr allen Beitragenden, den Mitgliedern im Board of Editors, Marie-Noëlle Biemer für die Übersetzungen und schließlich der Verlegerin Susanne A. Rayermann sowie Kathrin Bondzio für die Vorlagenerstellung – ohne sie alle hätte dieser elfte Band von Hither Shore nicht erscheinen können. Thomas Fornet-Ponse

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