Eine zwölf Quadratmeter große Nachbildung von Mittelerde aus Klemmsteinen des Vereins BrickWerk Basel zeigt die Reise der Gefährten mit über einer Million Steinen und nach zwei Jahren Arbeit. Zu den Höhepunkten zählen Moria mit dem Balrog, die hoch aufragende Festung Isengart, die Belagerung von Helms Klamm und Mordor mit dem Schicksalsberg und Barad-dûr. Die Ausstellung ist derzeit auf Wanderschaft und wird an verschiedenen Orten zu sehen sein.
Das Interview wurde mit Peony Schütz, der Urheberin des Projekts und Gründerin des Vereins BrickWerk Basel, von Lukas Ritzel am 13. Mai 2025 geführt.
2. Habt ihr bewusst narrative Schichten eingebaut – etwa Echos von Beleriand in den Ruinen Gondors oder Númenórische Symmetrien in der Architektur? Oder folgt das Projekt mehr einer optischen als einer thematischen Treue?
3. Tolkien sprach vom ‚sekundären Glauben‘ – dem vollständigen Eintauchen in eine erfundene Welt. Wie erzeugt Ihr dieses Gefühl mit Klemmbausteinen? Und gab es Besucher*innen, die emotional oder gar spirituell auf Eure Welt reagierten, kannst Du da ein, zwei Beispiele mit uns teilen?
4. Die Geografie Mittelerdes ist nicht nur Kulisse – sie ist moralisch und metaphysisch aufgeladen. Wie habt Ihr den Übergang zwischen Gegenden wie Lothlórien und Mordor in Farbe, Textur und Materialspannung dargestellt?
5. Habt Ihr geheime Referenzen für wahre Tolkien-Kenner versteckt? Gibt es etwa die verborgenen Stufen von Cirith Ungol oder das Grab Elendils am Amon Anwar zu entdecken? Also so was wie „Easter Eggs“?
6. Tolkien mochte keine Allegorien, und doch ist seine Welt tief symbolisch. Welcher Eurer Klemmbaustein-Orte trägt für Euch die meiste subtextuelle Bedeutung – jenseits des Sichtbaren?
7. Wie habt Ihr den Klang der Ainulindalë räumlich umgesetzt? Gibt es in Eurem Aufbau Stellen, die Harmonie und Dissonanz der Schöpfungsgeschichte widerspiegeln?
8. Hat Euch das Bauen etwas Neues über Tolkiens Welt gelehrt, das Ihr allein durch das Lesen nie erkannt hättet?
9. Tolkien sagte: „Die Geschichte wuchs beim Erzählen.“ Ist Eure Klemmbaustein-Version von Mittelerde über Eure ursprüngliche Vision hinausgewachsen – hat sie vielleicht ein Eigenleben entwickelt? Und wenn ja: Was hat Euch dabei selbst am meisten überrascht?
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Credits:
Fotos: BrickWerk Basel










