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| Rezensionen - Brettspiele - HdR - Die Gefährten |
| Titel und Artwork der Verpackung machen hier eines sofort klar; dieses Spiel gehört zur Merchandisingmachenerie, die kurz vor Erscheinen des Filmes auf Hochtouren lief, über die Qualität lässt sich bekanntlich streiten. |
| Wie bei vielen anderen Brettspielen, die sich mit dem Herr der Ringe befassen, ist es die Aufgabe der Spieler, die Hobbits und vor allem den Ringträger sicher durch Mittelerde zu führen, vorbei an den Kreaturen des Bösen. Aber leider endet dieses Spiel bei der Ankunft auf Amon Hen und unterstreicht wohl die Aussage des ersten Absatzes; dieses Spiel ist Merchandising. Nicht mehr und nicht weniger. |  |
| Das Regelwerk ist einfach und kurz, bietet aber leider keine wirklichen neuen Ideen, die dieses Spiel von anderen Spielen abheben könnten. So bewegen sich die Spieler mittels Würfelwürfe auf einem festvorgegebenen Weg, auf dem sie Ereignisse (positiv oder negativ für den Spieler) und Gegner begegnen. Letzteres geschieht fast jede Runde und kann bis zu drei Kämpfe mit sich ziehen, wenn die Spieler nicht in der Lage sind, den Feind zu besiegen. |
| Am Anfang eines jeden Spielzuges muss der Spieler für seinen Hobbit mittels würfeln ermitteln, wie gut er kämpfen und wie weit er ziehen kann. Die Bewegungsreichweite kann durch Kärtchen verlängert oder verkürzt werden, worin die einzige Strategie des Spieles besteht. Am Ende einer jeden Spielrunde muss sich der Erste der Gruppe einem Angriff stellen, der aber nie tödliche Folgen bei einer Niederlage hat, sondern den Verlierer um einen Platz nach hinten wirft. Besiegt ein Hobbit einen Angriff, darf er sich an Waffen oder Heldenpunkten erfreuen. Gewonnen hat der Spieler, der den Amon Hen mit den meisten Heldenpunkten erreicht. Heldenpunkte kann man wie eben erwähnt durch siegreiche Kämpfe erhalten, aber auch durch Erreichen von Etappenzielen (der Erste bekommt mehr als der Letzte) und durch Begleiter, die an Etappen auf die Hobbits warten. |
| Im Großen und Ganzen ist dieses Spiel wirklich kein Hit und drängt sich nicht gerade zu einer weiteren Spielrunde auf. Es kommt der Verdacht auf, dass dieses Spiel binnen vierundzwanzig Stunden vom Autor, der vermutlich bei Wasser und Brot und unter Androhung brutalster Folter in einem dunklen Verlies gehalten wurde, konzipiert wurde, ohne jede Liebe und Mühe. Es ist einfach ein liebloser Merchandising-Artikel, mit dem man wohl nur auf dem Hype des Filmes aufspringen und die schnelle Mark machen möchte. Spiellust und -freude gehen unter, ohne je wirklich aufgekommen zu sein, und so wird man nach diesem Spiel wohl gut auf die mit Sicherheit folgenden Erweiterungsboxen, die den nächsten Teilen folgen werden, verzichten können. |
| Ich für meine Person bin froh, wenn ich dieses Folterwerkzeug Saurons schnell wieder los bin und mich anderen Dingen widmen kann. |
| Sascha 'Gilmor' Thomaschewsky |
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