| Alles zu Tolkien > News > 2003 | Index News |
| Tolkientage machen süchtig (26.7.) |
| Tolkien Tag XV in Hamburg |
| Im August 2002, auf der Rückreise vom Tolkien Thing, kam den Hamburger Stammtisch-Gefährten die Idee: Wie, wenn man versuchte, auch in Hamburg einmal einen Tolkien Tag zu organisieren? Der DTG-Vorstand in Köln fand's gut und gab den Hamburgern eine Chance... |
| Ort des Geschehens: der Rieckhof - ein Bürgerzentrum in Harburg. In der unteren Etage befindet sich ein großer Saal mit Bühne und Restaurantbetrieb, in der oberen stehen eine Menge kleinere Räume zur Verfügung. Wir hatten beide Etagen angemietet. Das Haus scheint für unsere Zwecke wie geschaffen. Es gibt dort so viele verwinkelte Nischen und Sitzgruppen, die zur tolkienesken Umgestaltung nur so einladen. |
| Über 120 Gäste insgesamt, davon 24 mit Dauerkarten für beide Tage, fanden den Weg in den Rieckhof. Das hat uns selber überrascht. Denn Harburg liegt nicht gerade zentral, und für viel Werbung hatten wir noch gar kein Geld gehabt. Woher also waren die Besucher gekommen? Wir hatten vergessen, sie zu fragen ... Finanziell zumindest waren wir damit gerettet - ein zweiter Hamburger Tolkien Tag ist damit in greifbare Nähe gerückt. |  Gute Unterhaltung :)
|
| Im unteren großen Saal bauten wir den recht umfangreichen Informationsstand auf. Die Besucher flanierten entlang und hatten unzählige Fragen, es wurden Miniverkäufe getätigt, DTG-Mitglieder geworben, über Tolkien diskutiert, der Weg zum Tolkien Thing beschrieben usw. usw. |
| Unten im Saal fanden auch die größeren Events statt: z.B. die abendlichen Vorführungen unsere Tänzerin Sabine. Sie zeigte auf der Bühne jeweils zwei selbst choreographierte Tänze aus der Mythologie Tolkiens. Einer davon interpretierte auf ergreifende Weise die Vala Nienna. Und ihr nachmittäglicher Tanz-Workshop hatte großen Zulauf. |
| In den oberen Räumen wurde ununterbrochen dem Rollen- und dem Kartenspiel gefrönt. Andreas aus Harburg, der die Rollenspielerszene dort mit viel Elan entwickelt, war pausenlos im Einsatz und wurde lediglich am Samstag von Thomas, einem Rollenspielexperten, unterstützt. |
| Da gab es u.a. das Kartenspiel Die Macht im Hintergrund. Die Grundidee stammt von Andreas Flügge und wurde von Andreas Vogt weiterentwickelt. Benutzt werden die Karten des alten Sammelkartenspiels METW. Diese sind natürlich nicht mehr im Handel erhältlich. Aber es gibt noch genug aktive Spieler, über die man die Karten zum größten Teil bekommen kann. |  Grazie & Anmut & schöne Gewandung |
| Die Macht im Hintergrund ist ein Strategiespiel für drei bis sechs Personen, das als Spielzeit etwa die Anzahl der Spieler in Stunden benötigt (also nichts für zwischendurch!). Leider haben wir das Spiel nicht richtig durchgespielt, aber einige Testläufe gab es doch - die den Teilnehmern sehr viel Spaß gemacht haben. |
| Workshops, Vorträge, kleine Events, offene Diskussionsrunden lösten einander fast ununterbrochen ab, vieles lief gleichzeitig. Erfreulich, dass alle Angebote immer ihre Teilnehmer fanden. Voll war zum Beispiel Birgits Sindarinvortrag. Auch ihr Tengwar-Workshop war gut besucht. Und Jans Einführung in das Werk Tolkiens zwang fast alle anwesenden Gäste auf den Zuhörerstuhl. Thomas, der Rollenspielexperte, hielt einen gut gegliederten Vortrag über Geschichte und Entwicklung des Rollenspiels. Besonders interessant: seine Rollenspielertypologie. |
|
 Verwzeifelte Gesichter beim Quiz |
|
| Jans weiteres Angebot: Vortrag und Diskussion über einen Vergleich von HdR und Harry Potter, der bewusst machen sollte, dass HP nicht so leicht abzutun ist und Werte besitzt, die leicht unterschätzt werden. Hoch interessant - und die anschließende Diskussion war recht lebhaft... *g* |
| Thorstens Vortrag "Tolkien und Umwelt" ging auf den Mittelerde-Boom Ende der 60er Jahre ein. Eine der Thesen: Auch wenn Tolkien selber wohl eher dem Denken der vorletzten Jahrhundertwende verhaftet schien, so können seine Konzeptionen und Denkweisen, die in den Geschichten um Mittelerde zum Vorschein kommen, auch und gerade den modernen Ökologie-bewussten Leser ansprechen. |  Sam Gamdschie beim Vortrag
|
| Der Diavortrag von Kewin (viel zu kurz!!) über den Drehort von Hobbingen war sehr witzig. Er hatte sogar die Rollenspieler nach unten in den Saal gelockt. Ich glaube, es war das einzige Mal, dass sie ihr Spiel unterbrachen. |
| Schließlich konnte man in Jans Workshop noch ein Drehbuch zu Der Hobbit fabrizieren. Und natürlich(!) gab es an beiden Tagen ein Tolkien-Quiz - mit sehr attraktiven Preisen, die wir gestiftet bekommen hatten. Auch ein Kostümwettbewerb durfte nicht fehlen. Und dass sich die Gäste an Lembas und gefüllten Orkohren aus der Hobbit-Küche laben konnten, versteht sich für einen echten Tolkien Tag von selbst. |
| Wir Helfer gingen alle, nachdem wir den Rieckhof wieder tolkienfrei gemacht hatten, ziemlich erschossen nach Hause. Aber schon am nächsten Tag purzelten nur so die Nach- und Vorüberlegungen in www.hobbingen.de - Tolkien Tage machen offenbar süchtig... |
|
| Heidi Krüger und Thorsten Werner |
|
| Alles zu Tolkien > News > 2003 | Index News |