Leben
  Der Hobbit
  Herr der Ringe
  Das Silmarillion
  History of ME
  Andere Bücher
  Bilder zu Tolkien
  Tolkiens Bilder


  News
  Bücher
  Filme
  Spiele
  Musik
  Hörspiele
  Lustiges


  Tolkien Tage
  Tolkien Thing
  Stammtische
  Tolkien Seminar
  Ring*Con2003
  Andere Termine
  Archiv


  FAQ
  Links
  Gästebuch
  Sitemap
  Jahresgabe DTG   Amazon DTG Links
Lustiges > Hokirinar > 2, 2002 | Index Hokirinar | Index Lustiges
Hokírínar Mâksatanva
Weichmanns Wundersames

Ausgabe 1-2002
Traditionell beginne ich mit einem Herr der Ringe, aber diesmal ist es ein 'Herr der Ringel' mit diesem Titel wirbt nämlich die Saarländische Wurstfirma Schröder, die auf ihren Plakaten diese Worte mit dem Firmennamen und -logo und einigen Ringen Lyoner Wurst abbildet. Das berichtete mir Friedhelm Schneidewind.
Im Zuge des Filmstarts war es fast unmöglich irgendwo keinen Tolkienbezug zu finden. Deshalb habe ich sicher auch mindestens so viele Bezüge verpasst wie ich gefunden habe. Und trotzdem reicht der Platz hier nicht alle die Bezüge aufzulisten. Drum will ich nur einige repräsentative Beispiele liefern.
Ein gutes Beispiel für das Merchandising ist das T-D1 Fun-Pack für 1 EUR (plus die übrigen endlosen Nebenkosten, die bei solchen Angeboten anfallen), in dem neben einem Handy samt Joystick ein Karton mit Büchern enthalten ist. Laut T-Mobil, soll es eine 'Herr der Ringe' Gesamtausgabe sein, in Wirklichkeit ist es aber nur die grüne Paperbackausgabe im Schuber, ohne die Anhänge.
Ein weiteres Beispiel für das Bestreben im Windschatten des Films möglichst schnell Geld zu machen ist das Buch 'Tolkiens Welt' von Michael Nagula, das im Knaur Verlag erschienen ist. Dieses Buch verspricht 'alles über den Schöpfer des Herr der Ringe und sein Werk' wofür es viel zu dünn ist. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis bestätigt, das die Auswahl nur beschränkt ist und läßt leise Zweifel an der Ernsthaftigkeit aufkommen, wenn beim Teil über Tolkiens Bücher 'Beowulf' genannt wird. (Allerdings wird der Zusammenhang in diesem Kapitel dann doch eher so dargestellt, wie er ist). Und grobes Querlesen zeigt schon den leider bei deutschen Taschenbuchverlagen im Fantasybereich üblichen schlampigen Umgang mit Orthographie und Satz. Andererseits bieten Teile über Tolkien in den Medien, die 50 besten Internetadressen und eine Bibliographie schon recht umfangreiche (nicht unanfechtbare) Informationen. Doch all dies hätte diesem Buch keinen Platz in diesem Artikel eingebracht, wenn es nicht auch eine inhaltliche Zusammenfassung des Herrn der Ringe brächte, die auf den ersten Blick völlig unverständlich erscheint. Schon das am Anfang behauptet wird, Sauron habe den Ring von den Elben gestohlen, läßt aufhorchen, aber spätestens als Galadriel als Schwester der bösen Königin Beruthiel auftaucht, ist es nur noch kurios. Wenn man daraufhin die im Buch angegebenen Webseiten absucht wird man spätestens auf einer der allerletzten fündig werden. Diese schon medienbekannte Zusammenfassung stammt von der Tolkien Sarcasm page (http://216.254.0.2/ohh/tolksarc.htm), wo sie als Angebot für Leute steht, die eine Hausarbeit über den Herr der Ringe schreiben sollen, aber zu faul sind die 1300 Seiten zu lesen.
Wie üblich bei größeren Filmen stellte die Zeitschrift MAD ihre Januarausgabe unter das Motto 'Herr der Ringe' mit einer MAD-üblichen Nacherzählung der Geschichte des Films, in der die Hauptpersonen Namen wie Frolic und Nasweis haben. Ganzalt der Blaue stellt sich dabei als Inkarnation von Dumbledor, Mirakulix und Edmund Stoiber vor. Aber diese Nacherzählung ist nicht die einzige Anspielung. Beginnend mit dem Bilderrätsel bis zu Gollum E, Neumann auf der Rückseite.
Der Film hat aber auch wieder Interesse auf das Buch gelenkt. So hat die Süddeutsche Zeitung eine neue Kritik des Buches veröffentlicht, die den Stil schwer erträglich findet, wenn zum Beispiel Éowyn mit 'Edle Jungfrau' angeredet wird. Zwar gibt der Rezension nebenbei zu, daß das Wort 'Maiden', das er im Original vermutet, eine etwas andere Bedeutung hat, als das Deutsche 'Jungfrau', aber er macht sich nicht die Mühe zu überprüfen, daß im Original 'Lady' steht, und entsprechend stellt er die Kritik (auch an anderen ähnlich gelagerten Beispielen) als Kritik an Tolkien dar, während es eigentlich ja eine sehr berechtigte Kritik an Wolfgang Krege ist.
Aber der Film führt auch dazu, daß man Herr der Ringe an Stellen findet, die eigentlich nicht viel mit Tolkien zu tun haben. So war ich doch etwas überrascht, als ich das Inhaltsverzeichnis des 'Physik Journal' (Zeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft) vom März 2002 aufschlug und rechts unten ein Bild der Argonath fand. Dieses wies auf einen Artikel von Katja Bammel im Rahmen des Themas Physik im Alltag hin, der über die in Deutschland entwickelten Laser-Filmbelichter berichtete, mit denen Digital erstellte oder bearbeitete Filme wieder auf klassische Filmrollen gebracht werden (mit einem Tempo von 5 min Film pro 12 Stunden, was etwa sechs mal schneller ist, als herkömmliche Techniken). Diese wurden eben auch für 'Die Gefährten' verwendet und wurden mit einem 'Technik-Oscar' der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences ausgezeichnet.
Und auch der Artikel von Dr. Volker Zota (der übrigens schon seine Diplomarbeit mit Tengwar ein- und ausleitete) in der c't 6/2002 über Filme, die aus dem Internet heruntergeladen werden können, nahm den 'Herr der Ringe' als Aufhänger.
Allen, die das Glück hatten, etwas mit Tolkienbezug zu finden, und die sich die Mühe gemacht haben, mir das dann auch noch zuzuschicken, möchte ich recht herzlich dafür danken.
Wie Ihr seht, bin ich weiter auf Eure Hilfe angewiesen, damit ich regelmäßig im Flammifer etwas berichten kann. Also bitte ich Euch wieder, mir jeden Artikel aus Zeitungen oder Zeitschriften oder auch Katalogen oder sonstigen Quellen, in dem entweder direkt über Tolkien geschrieben wird, und auch solche Besonderheiten wie die Werbeagentur in Rohan oder die Wurstringe und natürlich alles andere, was Ihr meint, daß es andere DTG-Mitglieder interessieren oder amüsieren könnte, zuzuschicken (mit Angabe der Quelle). Am besten im Original aber Kopien gehen auch.
Ihr könnt die Sachen mir direkt schicken. Hinweise auf Artikel im Web oder reine Mitteilungen genügen natürlich auch als e-mail.
Christian Weichmann
Am Jesuitenhof 8
53117 Bonn
hokirinar.maksatanva@tolkiengesellschaft.de

Lustiges > Hokirinar > 2, 2002 | Index Hokirinar | Index Lustiges
 

  Startseite

  Newsletter
Eintragen
Abmelden

© 1999-2004 by DTG e.V. All rights reserved save where otherwise stated