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Literatur. Fantasy. Fandom.

Flammifer 48

Inhaltsverzeichnis

Flammifer 48 - Cover

Flammifer 48 – Cover

  • Titelkünstler: Marco Schüller
  • Liebe Mitglieder
  • Inhalt/Impressum
  • Veranstaltungskalender
  • Neues aus dem Vorstand
  • In eigener Sache
  • Das BSWE in Tabarz
  • Tolkien Tag Geldern 2012
  • Welche Farbe hat eigentlich ein
    Zwergenpony?
  • Besuch in Hobbingen
  • Harad – der unbekannte Süden (Teil 2)
  • Zu Gast
  • Das Klima in Bruchtal – Ein Problem?
  • Tutorial: Hobbit-Cupcakes
  • Rezension: Der Herr der Ringe und die Philosophie
  • Rezension: Tolkiens größte Helden
  • Rezension: The Inklings of Oxford
  • Rezension: Die wirkliche Mittelerde
  • Countdown
  • Leserbrief
  • Hókírinar Maksâtanva
  • English Summary

Liebe Mitglieder

Zwei Jahre sind vorbei, und zwei weitere stehen vor mir. An dieser Stelle erst einmal ganz herzlichen Dank für das Vertrauen und die Zustimmung für meine zweite Amtszeit als 1. Vorsitzender! Neben dem Blick in die Zukunft sollte man von Zeit zu Zeit einen Blick zurück werfen, um zu sehen, woher man kommt und was schon erreicht wurde.

Grund genug also, mein persönliches Resümee zu ziehen: Wir haben als Verein viel erreicht, und ein Ende ist noch nicht abzusehen. ;) Es gab viele strukturelle Änderungen wie etwa die Arbeit im Vorstand oder das Einberufen eines Messe- & Con-Beauftragten, aber auch internationale Verknüpfungen, die ausgebaut und gefestigt wurden. Außerdem können wir uns über einen langsamen, aber stetigen Anstieg der Mitgliederzahl freuen.

Wenn ich meine erste Amtszeit in Zahlen fassen müsste, ergäbe sich folgende Liste (manche Werte sind geschätzt, weil ich keine Strichliste geführt habe): 6 Flammifertexte; hunderte Telefonate; 1.735 Beiträge im Arbeitsforum des Vorstands und 4 Real-life-Treffen; 35 Vorstandssitzungen; knapp 12.000 E-Mails und hunderte Stunden auf zahlreichen Veranstaltungen. Viel Arbeit – aber auch jede Menge Spaß!

Das alles geht aber nur mit einem gut funktionierenden Team. Und daher möchte ich meinen Dank hier ganz besonders an die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Julia Pelzer und Ulrich Hacke richten: Danke für die ganzen Jahre, die ihr eure Freizeit geopfert, im Vorstand unermüdlich eure Arbeit geleistet und dazu beigetragen habt, unseren Verein voranzubringen! Ich möchte aber auch ganz herzlich unsere Neuen im Vorstand begrüßen: Susanne Antoinette Rayermann als Schriftführerin und Christoph Ortmann als Beisitzer.

Der neue Vorstand trifft sich schon Ende August zum ersten Arbeitswochenende – dieses Mal wieder in Geldern. Auf unserem Themenplan stehen unter anderem: Neustrukturierung des alljährlichen Brainstorming-Wochenendes BSWE, Hither Shore/Seminar, weitere Kooperationen auch und gerade im internationalen Bereich und natürlich – ganz wichtig! – die Neufassung unserer Satzung.

Wie ihr seht, gibt es einiges an Aufgaben zu stemmen im Jahr 2013/2014 – und dafür können wir jede Unterstützung aus den Reihen der Mitglieder gebrauchen. Wer also in der einen oder anderen Art und Weise im Verein und für den Verein tätig werden möchte, der möge bitte den Vorstand einfach ansprechen. Egal, mit welcher Idee oder mit welchem konkreten Beitrag ihr euch in die Vereinsarbeit einbringen möchtet: Lasst es uns bitte wissen. Ihr seid immer willkommen, und wir freuen uns auf euch!

In diesem Sinne wünsche ich euch und uns allen noch sonnige Tage. ;)

 

Tobias M. Eckrich

Titelkünstler: Marco Schüller

Drei Fragen und ein Bild: Jenny Dolfen

1. Wie bist du zu Tolkien gekommen?

Lesend, wie sich das gehört. Im Herbst 1996 – da war ich siebzehn Jahre alt – habe ich viele herrliche Stunden mit dem Herrn der Ringe verbracht und war geradezu gekränkt, als ich am Ende des dritten Bandes angekommen war. Ich weiß allerdings nicht mehr, wie ich damals überhaupt auf das Buch gekommen bin. Womöglich lag es an den Blind-Guardian-CDs meines Bruders, von denen mir „Imaginations from the other side“ die liebste war. Oder es lag an meinem damaligen Freund, der aus einer Art christlicher Hippie-Kommune stammte und den Herrn der Ringe als Kultbuch verehrte. Wie dem auch sei: Ich las und war glücklich, und dieses Glück der ersten Lektüre verbinde ich bis heute vor allem mit dem Namen Tolkiens.

2. Welche Zeichen-/Maltechniken verwendest du?

Ich zeichne meistens mit einem weichen Bleistift und einem einfachen Kugelschreiber auf A3-Zeichenkarton. Zunächst skizziere ich mit dem Bleistift alles möglichst detailliert vor, dann zeichne ich das Bild anhand dieser Vorzeichnung mit dem Kugelschreiber ins Reine. Wenn alles fertig und die Tintenpaste trocken ist, radiere ich die Bleistiftzeichnung aus, sodass nur noch die Reinzeichnung übrig bleibt (Kugelschreiberpaste ist wasser- und radierfest). Dann scanne ich das Bild ein, bearbeite es am Rechner gegebenenfalls nach, drucke es schließlich auf Aquarellkarton wieder aus und koloriere es je nachdem mit Aquarellfarben, wasserverdünnten Acrylfarben oder farbigen Tuschen. Ganz zum Schluss ziehe ich ein paar der Linien mit schwarzem Tuschestift nach, um gewisse Partien deutlicher hervorzuheben oder voneinander abzusetzen. C’est tout.

3. Warum hast du dich für dieses Bild entschieden?

Die Erzählung von Beren und Lúthien gehört zum Schönsten, was Tolkien je geschrieben hat. Die beiden verkörpern für mich den Mythos der Liebe als Schicksalsmacht. Zugleich erinnern mich die singende „Nachtigall“ Lúthien und ihr menschlicher Geliebter an eines der zauberhaftesten Gedichte des deutschen Hochmittelalters: an Walther von der Vogelweides „Under der linden“. In diesem Gedicht berichtet eine Frau davon, wie sie mit ihrem Liebhaber im Gras unter einer Linde allerhand schöne Dinge tut, während oben im Wipfel eine Nachtigall singt. Die Erinnerung an diese lyrische Szene ist in meine Illustration des Beren-und-Lúthien-Stoffes eingeflossen, weshalb beide Figuren auch sehr deutlich nach hochmittelalterlicher Art gekleidet sind.

Der Tolkien-Troll (S. 40) hingegen ist ein Produkt freien künstlerischen Übermuts. Ursprünglich wollte ich ein seriöses Porträt Tolkiens zeichnen, aber dann kamen mir diese Zähne in den Sinn, die ich bei den Riesen des serbischen Künstlers Petar Meseldžija gesehen hatte. Et voilà, schon wuchsen sie dem ahnungslosen Tolkien höchstselbst aus dem Mund. Ich glaube mich zu erinnern, dass meine Künstlerkollegin Jenny Dolfen damals den Begriff Tolkien-Troll für dieses Bild geprägt hat, und er passt doch eigentlich recht gut.