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Literatur. Fantasy. Fandom.

Flammifer 46

Inhaltsverzeichnis

Flammifer 46 - Cover

Flammifer 46 – Cover

  • Titelkünstlerin: Ruth Lacon
  • Grußwort
  • Inhalt/Impressum
  • Veranstaltungskalender
  • Neues aus dem Vorstand
  • In eigener Sache
  • Leserbriefe
  • Wie gründe ich einen Stammtisch?
  • Tolkien Seminar 2012 in Jena
  • Tolkien Thing 2012
  • DTG Fotowettbewerb 2012
  • Rätsel
  • Tolkien Lesetag auf Feste Otzberg
  • Tolkien Ausstellung auf Feste Otzberg Trolle
  • Zu Gast auf den Trollhöhen
  • 2. Tolkien Lesetag in Hannover
  • Rezension An Hobad
  • Hókírinar Maksâtanva
  • Countdown
  • MIR
  • English Summary
  • Zu Besuch bei Welly-moot

Grußwort

Liebes Mitglied,
Wenn auch etwas später als mittlerweile gewohnt, so hältst du gerade den brandaktuellen Flammifer in der Hand, in dem es wieder interessante Artikel rund um Tolkiens Werk und die Deutsche Tolkien Gesellschaft gibt. Unter anderem gibt es ab sofort einen ausführlichen Bericht aus dem Vorstand sowie auch jedes Jahr nach dem Thing die neuen Gesichter im Vorstand im Kurzporträt.

Ich kann jetzt auf ein Jahr Vorstandstätigkeit zurückblicken und muss ehrlich sagen: Es macht mir nach wie vor Spaß. Wir haben bereits in der Neustrukturierung des Vorstandes und Teilen der DTG gute Schritte nach vorne gemacht, dennoch liegt vor uns noch ein gutes Stück Arbeit – gerade im Zusammenhang mit dem ersten Film der „Hobbit“-Trilogie. So gibt es bereits erste Absprachen und Kontakt- aufnahmen von Kinos mit der Frage, ob die DTG nicht bei der Premiere oder in der Woche nach der Premiere einen Stand bzw. ein Rahmenprogramm anbieten möchte. So wird es wohl in Hannover eine solche Kooperation geben. Weitere sind nicht ausgeschlossen, ihr habt unsere Unterstützung!

Das ganze Umstrukturieren und Professionalisieren geht natürlich nicht ohne die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder. So sucht der Vorstand noch händeringend einen Durchführungsbeauftragten für das Thing; die Flammifer-Redaktion und die Webredaktion suchen Leute, die Texte schreiben oder bei- steuern können, und viele Stammtische suchen noch Mitglieder und Interessierte, die mit ihnen etwas auf die Beine stellen wollen. Ob es in deiner Nähe schon einen Stammtisch gibt, erfährst du am besten auf www.Tolkien-Stammtisch.de. Solltest du sogar einen Stammtisch gründen wollen, so hilft unser Stammtischkoordinator Ulf dir gerne weiter. Kontakt: stako@tolkiengesellschaft.de

Natürlich braucht man bei so vielen Projekten nicht nur Vorstandskollegen, auf die man sich verlassen kann, sondern auch einen regen Austausch untereinander. So hat sich der Vorstand dafür entschieden, nicht mehr einmal im Monat zu tagen, sondern die Vorstandssitzung alle 14 Tage durchzuführen. Außerdem wird es demnächst eine neue Foren-Software geben. So wird es dort einen Vorstandsblog geben, wo der Vorstand euch Rede und Antwort steht, und es wird auch ein Bildersystem geben, in dem ihr z.B. eure Fotos von Veranstaltungen gleich bei uns hochladen könnt.

Jetzt bleibt mir nur noch, darauf hinzuweisen, dass am 17. und 18.11.2012 in Kooperation mit der niederländischen Tolkien Gesellschaft Unquendor das Hobbit-Feest auf Kasteel De Berckt in Baarlo (NL) stattfindet, auf das wir uns schon sehr freuen. Ach ja, für alle, die dies nicht mitbekommen haben sollten: Das Tolkien Seminar findet nächstes Jahr in Aachen statt.

Tobias M. Eckrich

PS: Auch im zweiten Amtsjahr stehe ich jedem persönlich Rede und Antwort oder habe ein offenes Ohr. Einfach eine E-Mail an tobias.m.eckrich@tolkiengesellschaft.de oder per Handy 0151 15794718 bzw. Festnetz 0231 — 58680067

Titelkünstlerin: Ruth Lacon

Ich habe schon gezeichnet, als ich noch sehr klein war, doch während meiner Schulzeit nichts aus meinem Talent gemacht. Damals, in den 80ern, wurden beinahe alle Kinder Großbritanniens in die Naturwissenschaften gedrängt. Meinen ersten Abschluss machte ich an der Universität von Aberdeen in Zoologie.

Paradoxerweise lernte ich gerade dort das Zeichnen als Möglichkeit, das festzuhalten, was ich sah. Ich durfte eine riesige Bibliothek durchstöbern und sogar Originale mittelalterlicher Handschriften studieren. Diese Art von Kunst verstand ich, sie konnte ich nutzen, um die Bilder auf Papier zu bringen, die ich im Kopf hatte. Ich arbeitete bald an Illustrationen meines Lieblingsautors JRR Tolkien, allerdings mit einer längeren Unterbrechung, um zunächst mein Studium abzuschließen!
Auch wenn ich nicht fotorealistisch arbeite, steckt eine Menge Realismus in meiner Arbeit – dank meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung. Tolkien hatte recht, als er in On Fairy-stories („Über Märchen“) sagte: “It [Fantasy] certainly does not destroy or even insult Reason. [...] On the contrary. The keener and the clearer is the reason, the better fantasy will it make.”*

Erst einige Jahre später beschloss ich, mich ernsthaft meiner Kunst zu widmen. Die fehlende schulische Ausbildung holte ich über Teilzeit- und Vollzeitkurse nach und schaffte schließlich als zweiten Abschluss einen BA in Design, Schwerpunkt Illustration, indem ich einen der wenigen Spezialkurse zu diesem Thema in England besuchte. Seitdem arbeite ich und stelle aus, so oft ich kann.
Tolkien ist einer meiner Lieblingsautoren, ich liebe seine Arbeit seit meiner Kindheit. Ich kann nicht sagen, welches seiner Bücher mein liebstes ist, sie sind alle auf ihre Art wunderbar. Ich habe aber eine Schwäche für sein verkanntes Meisterwerk, das Silmarillion, das ich mit zwölf Jahren gelesen habe mit der Selbstsicherheit von jemandem, dem noch keiner gesagt hat, das Buch sei schwierig. Obwohl mein Stil normalerweise als ideal für die Illustration von Kinderbüchern gilt und ich das Illustrieren des Hobbit liebe – er hat so einen wundervollen Humor neben den Abenteuern –, wäre mein Traumprojekt eine illustrierte und illuminierte Ausgabe des Silmarillion. Zwei Bilder zum Hobbit entstehen gerade.

Ich hoffe, ich kann bald auf meiner ersten eigenen Homepage mit noch mehr Leuten meine Visionen zu Tolkiens und anderer Leute Werke teilen. Es ist eine unerwartete Freude, als Titelkünstlerin ausgewählt worden zu sein. Ich hoffe, meine Kunst gefällt euch.

Ruth Lacon

(übers. Sylvia Lindner, Wilfried Schönfelder)