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Literatur. Fantasy. Fandom.

Flammifer 35

Inhaltsverzeichnis

Flammifer 35 - Cover

Flammifer 35 – Cover

  • Titelkünstlerin: Dovilė Tarutytė
  • Grußwort
  • Inhalt/Impressum
  • Veranstaltungskalender
  • In eigener Sache
  • Leserbriefe
  • Das 6. Tolkien Seminar
  • Das perfekte Hobbit-Dinner
  • Ring*Con 2008
  • Spiegel: Droge oder Tor?
  • Interview mit Lisa Kuppler
  • zur HdR-Luxusausgabe von 2008
  • Tolkien Lietuva – Das Tolkien-Fandom in Litauen
  • Reiseziel Mittelerde (4)
  • Hókírinar Maksâtanva
  • English Summary
  • Illustration „Saruman“ von Timo Fülber
  • Werbung

Grußwort

Liebe Mitglieder,

ich habe auf meinen längeren Artikel im Flammifer Nr. 34 über die (mögliche) Zukunft der DTG Reaktionen erhalten, die mich ermutigen, einen Punkt in diesem Editorial anzusprechen, der mir besonders am Herzen liegt und den ich für den Dreh- und Angelpunkt der letzten, aber auch der kom- menden Jahre halte: Engagement. Mein erklärtes Ziel ist, nebst anderem, Erneuerung durch Engagement zu erreichen.

Was meine ich damit? Wir haben einen ehrenamtlich geführten Verein, da ist es doch offensichtlich, dass sowohl Strukturen als auch Inhalte durch das Engagement der Mitglieder erreicht und gestaltet werden. Das ist korrekt, aber das Ehrenamt hat per se seine Vor- und Nachteile, die sich auf den Verein als solchen auswirken, im Idealfall positiv, leider aber oft negativ.

Da niemand vom ehrenamtlichen Engagement leben kann, ist dieses das erste, was bei finanziell oder emotional schwierigen Situationen aufgegeben wird. Das Vereinsrecht sieht vor, dass etwa Mitglieder des Vorstands nicht zur „Unzeit“ ihre Verantwortung aufgeben dürfen, aber im alltäglichen Umgang bedeutet das, dass selbst langjähriges Engagement Knall auf Fall sein Ende finden kann.

Liegen nicht die erwähnten Problemsituationen vor, handelt es sich, in meiner Erfahrung, sehr häufig um das „Burn-Out-Syndrom“: Viel Zeit, viel Liebe, viel Enthusiasmus wird in den Verein gesteckt, nur um dort enttäuscht zu werden, aus 1001 Gründen. Welche das sind, hängt von der jeweiligen Person ab, aber auch von der Struktur und den Inhalten des Vereins. Um diesem „Burn-Out“ entgegenzuwirken, gibt es nur eins: Motivation. Aus Motivation entsteht Begeisterung, Spaß und die Bereitschaft, sich weiter zu engagieren.

Das bedeutet aber auch, dass sich jedes Mitglied selbst in die Verantwortung nehmen muss, und zwar durch ein weiterreichendes Verständnis von Engagement, als es zuweilen der Fall ist. Die Erneuerung und somit Motivation in unserem Verein muss a) eigen- ständig erfolgen, indem Problemfelder durch das Mitglied erkannt und Lösungen vorge- schlagen werden und b) indem sich mehr Leute in den Verein einbringen, ungeachtet der Aufgabe und der Hemmschwelle, die Strukturen und Inhalte auferlegen.

Erneuerung bedeutet, sich auch neue Aufgaben zu suchen, neue Ideen und Vorschläge einzu- bringen. Und neue Verantwortung zu überneh- men, ob nun im Vorstand oder an anderer Stelle. Damit kein Missverständnis aufkommt, weil die Formulierung zu allgemein scheint: „Neu“ bedeutet nicht zwingend, dass das „Alte“ schlecht wäre, ob nun in Struktur, Inhalten oder Personen. „Neu“ bedeutet, end- lich wieder flexibel zu sein, sich neuen Vorschlägen zu öffnen und über den „alten Tellerrand“ hinauszuschauen, aus dem Trott herauszukommen und neue Wege zu begehen. Wie sieht es mit Dir aus?

Euer

Marcel Bülles

Titelkünstlerin: Dovilė Tarutyté

Ich bin 21 Jahre alt und studiere derzeit Tourismus und Hotelmanagement. Außerdem arbeite ich für eine Tourismusagentur.
Malen ist meine bevorzugte Freizeitbeschäftigung, seit ich ein Kind war. Schon damals mochte ich Märchen und soweit ich mich erinnere, habe ich immer im Bereich der Fantasy gezeichnet. Als ich das erste Mal Der Herr der Ringe las, begann meine Kunst sich auf J.R.R. Tolkien zu beziehen – und das ist wirklich lange her. Meine Lieblingsmotive beim Zeichnen sind elbische Architektur und herbstliche Wälder. Ich glaube, sie sind durch Bruchtal inspiriert, da dies immer mein liebster Handlungsort im Herrn der Ringe war.
Außerdem liebe ich Handarbeit, dabei vor allem das Herstellen von Taschen und Accessoires.