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Literatur. Fantasy. Fandom.

Flammifer 28

Inhaltsverzeichnis

Flammifer 28 - Cover

Flammifer 28 – Cover

  • Titelkünstlerin: Conchi Agüera Sánchez
  • Liebe Mitglieder
  • Inhalt/Impressum
  • Veranstaltungskalender
  • In eigener Sache
  • Tolkien Tag 23
  • Ring*Con, die Fünfte
  • Die Tolkien Stammtische der DTG
  • Stammtisch Frankfurt am Main
  • Die Spanische Tolkien-Gesellschaft
  • Tolkien-Forschung in Spanien
  • Cartoon
  • Der Himmel über Mittelerde
  • Die Frauenrolle bei Tolkien
  • Hókírinar Maksâtanva spezial
  • Galadriels Spiegel
  • Leserbriefe
  • English Summary
  • Drei Fragen und ein Bild: Henning Janssen

Liebe Mitglieder

Liebe Mitglieder,

ein neues Jahr liegt vor uns, und neben einigen erfreulichen Ereignissen sind leider auch bedauerliche Änderungen festzuhalten. Die langjährige Tradition des Tolkien-Festes wird zumindest für dieses Jahr ausgesetzt, weil nicht genügend Anmeldungen für das Treffen auf Burg Hohensolms eingingen. Die DTG hat gute Erinnerungen an die Burg, wo auch zweimal das Tolkien Thing stattfand, und drückt dem Organisationskomitee die Daumen, dass es bei einem erneuten Anlauf im nächsten Jahr wieder besser aussieht. Gleiches gilt für das Schicksalsfest, das nach seinem Wechsel von der Freusburg bei Siegen auf die Eyneburg in der Nähe von Aachen dieses Jahr pausiert. Selbstverständlich halten wir auch hier die Daumen fest gedrückt, dass wir dieses traditionelle Event 2008 wieder begrüßen können.

Trübsal blasen gilt aber nicht, wenn die DTG selbst einige spannende Veranstaltungen anbieten kann. Mit der Kooperation zum vierten Tolkien Seminar, das erneut an der Universität Jena unter Aufsicht von Professor Thomas Honegger stattfindet, beginnen wir das neue Jahr mit einem Knall. Wir freuen uns sehr, mit unserem Partner, den Walking Tree Publishers aus der Schweiz, die erste Konferenz dieser Art in Deutschland präsentieren zu können, denn soviele internationale Gäste konnte man lange vergeblich suchen. Aus sieben europäischen Ländern werden Gäste zu den minor works des Professors Vorträge halten.

Außerdem ist das Tolkien Thing nach dem Besuch von Alan Lee letztes Jahr natürlich auch daran interessiert, noch „eine Schippe Kohlen draufzulegen“. Diesen bescheidenen, sympathischen Künstler zu übertreffen ist schwer, aber wir werden es versuchen. Ebenso ist äußerst positiv zu vermerken, dass dieses Jahr auch wieder mehrere Tolkien Tage stattfinden: Berlin eröffnet den munteren Reigen im Mai, gefolgt von Hannover und Köln zum Abschluss des Jahres.

Man darf gespannt sein auf die Dinge, die in der DTG in diesem Jahr geschehen werden. Große Ereignisse werfen ebenso ihre Schatten voraus, nicht zuletzt unser zehnjähriges Jubiläum als eingetragener Verein, das wir 2008 gebührend feiern wollen. Hinzu kommen Neuerungen im Internet, über die wir bald ausführlich berichten werden. Zuviel verraten möchten wir noch nicht, aber ich werfe einfach einmal den Begriff „Smial of the Year“ in die Runde – das wird auf jeden Fall eine spannende Sache.

Ich hoffe Dich auf dem Thing, beim Tolkien Tag, auf dem Seminar oder einer anderen Veranstaltung, die wir mitgestalten, zu sehen – ich würde mich freuen!

Euer

Marcel R. Bülles

1. Vorsitzender der DTG

Titelkünstlerin: Conchi Agüera Sánchez

Mein Name ist Conchi Agüera Sánchez – „Perhael“ in der Spanischen Tolkien-Gesellschaft (STE) –, und ich wurde am 18.02.1964 in Puerto de Mazarrón, einer kleinen Küstenstadt in der Region Murcia, geboren.

Ich arbeite als archäologisch-technische Zeichnerin und habe es schon immer geliebt zu malen. Am Anfang waren es Strichmännchen, danach habe ich Bilder von anderen nachgemalt, bis ich irgendwann in der Lage war, meine eigenen Bilder zu entwerfen. Am Anfang habe ich mit Farb- und Kohlestiften gezeichnet. Mit 16 habe ich zum ersten Mal mit einem Pinsel gemalt, nachdem mir mein Vater eine Kiste Acrylfarben geschenkt hatte. Später versuchte ich mich an Ölmalerei, Aquarell und schließlich Tusche. Diese drei Techniken verwende ich auch heute noch.

In meiner Jugend habe ich zusammen mit anderen lokalen Künstlern an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen. Ich habe einige Bilder auf Bestellung gemalt und auch einige Pergamente, die Codices nachahmen – eins davon befindet sich in Jerusalem und ein anderes im Vatikan. Ich habe einige Plakate für die Factoría Romana de Salazones (ein archäologisches Museum in Puerto de Mazarrón) und für Cabezo del Plomo (eine archäologische Ausgrabungsstätte der Bronzezeit) entworfen. Meine Schwester, Mari Cruz Agüera, hat das Buch Cardiopatías de amor veröffentlicht, und ich durfte die Titelseite gestalten. Ich habe auch Weihnachtskarten entworfen, und einige meiner Bilder wurden in Zeitschriften und in Estel (dem Mitgliedermagazin der STE) veröffentlicht.

Die Frage „warum Tolkien?“ kann ich ganz leicht beantworten: Die Welt J.R.R. Tolkiens fasziniert mich seit 1979, als ich den Zeichentrickfilm von Ralph Bakshi zum ersten Mal sah. Zwei Jahre später konnte ich endlich den Herrn der Ringe lesen, und in meinem Kopf entstand ein Bild nach dem anderen. Leider war ich zu dieser Zeit künstlerisch noch nicht so weit, und all die Bilder mussten in meinem Kopf auf ihren Moment warten… und endlich kam dieser Moment! Ich liebe Tolkien, weil seine Art des Erzählens viel kreative Freiheit ermöglicht. Seine Welt – halb Realität, halb Phantasie – hat praktisch keine Grenzen, sie ist anregend und suggestiv. Ein echtes Geschenk für Künstler, die sich frei entfalten möchten.

Conchi Agüera Sánchez, „Perhael“

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