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Literatur. Fantasy. Fandom.

Flammifer 27

Inhaltsverzeichnis

Flammifer 27 - Cover

Flammifer 27 – Cover

  • Titelkünstlerin: Marta de Kwant
  • Liebe Mitglieder
  • Inhalt/Impressum
  • Veranstaltungskalender
  • Das dritte Tolkien Seminar
  • Tolkien Thing VIII
  • Die Tolkien Stammtische der DTG
  • Stammtisch Bielefeld
  • Stammtisch Essen
  • Runen in Tolkiens Werken
  • Die Niederländische Tolkien-Gesellschaft
  • Fünftes Lustrum in den Niederlanden
  • Rezension: Wo ist Carlos Montúfar?
  • Rezension: The Lord of the Rings, Complete Songs and Poems
  • Hókírinar Maksâtanva spezial
  • Galadriels Spiegel
  • Leserbriefe
  • Cartoon
  • English Summary
  • Drei Fragen und ein Bild: Julia Pelzer

Liebe Mitglieder

Liebe Mitglieder,

bei diesem Editorial habe ich lange überlegt, wie ich es beginnen soll, und mir fiel nichts Besseres ein als: schön, wieder da zu sein.

Nach meinem letztjährigen Rücktritt vom Amt des 1. Vorsitzenden aufgrund meines Auslandsaufenthaltes in den Vereinigten Staaten bei Professor Michael Drout (Beowulf and the Critics, Rezension in Flammifer Nr. 23) im Rahmen meiner Dissertation hatte ich viele Monate Zeit, über mein persönliches Engagement in der Deutschen Tolkien Gesellschaft nachzudenken.

In den USA hatte ich die einzigartige Gelegenheit, das amerikanische Fandom kennenzulernen, sowohl „alte Haudegen“ wie Gary Hunnewell als auch die „neuen Streiter“ wie etwa Anthony Burdge und Jessica Burke von der North East Tolkien Society mit Sitz in New York. Es war die Leidenschaft und die Begeisterungsfähigkeit, mit der diese Gleichgesinnten sich um Tolkien bemühten, die mich dazu gebracht hat, erneut das Potenzial in unserer Gesellschaft zu sehen – und die mich vor allem darin bestärkt hat, dass wir zum Thema Tolkien in Deutschland alles aus eigener Kraft erreichen müssen und können.

Ich freue mich daher sehr, dass ich wieder als Vorsitzender in dieser Gesellschaft arbeiten darf und mit diesem Editorial zwei frohe Botschaften mitteilen kann: Zum einen hat der erste Band von Hither Shore den Deutschen Phantastik Preis 2006 in der Kategorie „Bestes Sekundärwerk“ erhalten, und zum anderen bieten wir ab dem 1. Januar 2007 eine Jahrbuchmitgliedschaft an, bei der zusätzlich zu den bisherigen Leistungen unser wissenschaftliches Jahrbuch im Mitgliedsbeitrag enthalten ist. Wer sich also den Weg zum Buchhändler und dabei noch ein wenig Geld sparen will, kann seine Mitgliedschaft problemlos umwandeln.

Ich freue mich auch auf die Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2008, deren Planung wir nun mit schnellen Schritten angehen. Zehn Jahre DTG müssen zelebriert werden, und das werden wir auch ausgiebig auf allen Veranstaltungen tun!

Euer

Marcel Bülles

1. Vorsitzender der DTG

Titelkünstlerin: Marta de Kwant

Ich bin keine „Tolkien-Expertin“, spreche nicht die Elbensprache und finde das Silmarillion ehrlich gesagt unlesbar… aber ich liebe den Herrn der Ringe! Ich habe noch eine alte Ausgabe von 1965: die drei Teile in einem Band, etwa 1400 Seiten Dünndruck, mit Lesebändchen, Zeichnungen, einer Karte von Mittelerde, vielen Gedichten und Liedern in Elbensprache – einfach herrlich!

Wenn man dem Alltag eine Weile entkommen wollte, nahm Tolkien einen mit in Gegenden,
die man Stein für Stein, Berg für Berg und Grotte für Grotte vor sich sehen konnte und sogar später bei Wanderungen manchmal glaubte wiederzuerkennen.

Ich wollte jedoch mehr machen als nur lesen und schauen und begann zu zeichnen: Hin und
wieder illustrierte ich eine Szene aus dem Herrn der Ringe, die mich in dem Moment interessierte.

Dies waren zunächst kleine Skizzen auf Papier, jeweils 10 x 10 cm groß. Diese Zeichnungen ließ ich auf ein Format von etwa 28 x 28 cm vergrößern, und dann habe ich sie mit Acrylfarbe und Tusche weiter bemalt. Das war eine herrliche Arbeit, und der Stapel Zeichnungen wuchs schließlich bis auf 42 Stück an.
Mein Lehrer war Paul Koning in Vogelenzang, und in seinem Atelier hatte ich 2001 eine
Ausstellung. Ich hatte fast drei Jahre an den Illustrationen gearbeitet, und als endlich alles da hing, war das sehr schön.Wir hatten die Zeichnungen wie eine Art Bilderroman an den Wänden angeordnet.

Jetzt gibt es die Filme von Peter Jackson und die DVD-Ausgaben, und ich mag sie sehr. Aber das Besondere und Schöne ist, dass meine Zeichnungen vor den Filmen entstanden sind und ich trotzdem in den Filmen ab und zu Bilder sehe, welche ich damals versucht habe zu zeichnen und zu malen.
Das ist natürlich nicht mein Verdienst, sondern das von Tolkien, der so fabelhaft mit Worten eine ganze Welt schildern konnte!

Marta de Kwant