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Literatur. Fantasy. Fandom.

Flammifer 22

Inhaltsverzeichnis

Flammifer 22 - Cover

Flammifer 22 – Cover

  • Foto-Impressionen der Belgischen Tolkien-Gesellschaft
  • Liebe Mitglieder
  • Inhalt/Impressum
  • Tolkien-Veranstaltungskalender
  • In eigener Sache
  • Rezension des Flammifer Nr. 18
  • Tolkien Seminar 2: Call for Papers
  • Tolkien Tag 17
  • Das Tolkien Thing VI auf Burg Hohensolms
  • Infopool „Tolkien international“
  • Erstes deutsches Tolkien-Sammlertreffen
  • RingCon, die Dritte
  • Die Belgische Tolkien-Gesellschaft
  • Mittelerde und seine Bewohner
  • Rezension: National Geographic – Beyond the Movie
  • Rezension: Tolkiens Mythologie in P.M. History
  • Aules Tolkien-Rätsel
  • Tolkien und Rassismus
  • Hókírinar Maksâtanva
  • Galadriels Spiegel
  • Cartoon
  • Leserbriefe
  • English Summary
  • Drei Fragen und ein Bild: Johanna Görlitz

Liebe Mitglieder

Liebe Mitglieder,

das Ende einer langen Reise ist erreicht, und eine neue beginnt. Die Filmtrilogie ist seit der Special Extended Edition „Die Rückkehr des Königs“ Geschichte, und auch wenn einige Unbeirrte auf die 15-Stunden-Version 2005 hoffen, so wäre diese doch nicht mehr als eine Fußnote. Oder?

Was macht eine literarische Gesellschaft nach einem solchen Phänomen? Sich freuen, dass es vorbei ist? Darauf hoffen, dass noch mehr kommt? Weitermachen wie bisher oder Wesentliches ändern? Gibt es überhaupt eine Beziehung zwischen Buch und Film – oder sollte es diese überhaupt geben? Fragen, die verschiedene Gruppierungen innerhalb der ganz bestimmt nicht homogenen Gruppe der „Tolkien-Fans“ in den letzten Jahren zuhauf gestellt haben.

Ich selbst finde diesen Begriff eher ungeschickt und plädiere stattdessen für „Tolkien-Freundinnen und -freunde“. Nicht zuletzt, weil oftmals mokiert wurde, der „Fan“ sei zu unkritisch und brächte nicht die notwendige Ernsthaftigkeit mit sich, um sich mit Tolkien zu beschäftigen. Das halte ich für übertrieben. Die unterschiedlichen Medien bieten heute ganz andere Herangehensweisen an Mittelerde, und wer diese Tatsache übersieht, verliert den Kontakt zum Phänomen. Eine literarische Gesellschaft hat ihre Schwerpunkte, muss aber diese Kontakte für ihr Ziel nutzen – sonst arbeitet sie an ihm vorbei. Unser Ziel ist es, das Wissen um J.R.R. Tolkien und sein Werk zu verbreiten und eine ernsthafte Auseinandersetzung zu fördern und zu fordern.

Wissenschaft ist auch Leidenschaft, und als solche muss auch die Begeisterung für ihren Forschungsgegenstand existieren. Spaß verläuft nicht wider den satzungsgemäßen Zwecken dieser Gesellschaft, sondern klar parallel – mit gelegentlichen Überschneidungen. Das betone ich, weil es kritische Stimmen gibt, die diesem Verein die Ernsthaftigkeit absprechen. Das sehe ich klar anders, was unser Engagement in Birmingham, Wetzlar und Jena 2005 beweist, ebenso wie die vielen anderen Veranstaltungen, die wir inhaltlich mitgestalten. Auf ein weiteres Tolkien-Jahr.

Euer

Marcel Bülles

1. Vorsitzender der Deutschen Tolkien Gesellschaft

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