<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V. &#187; Rezensionen</title>
	<atom:link href="http://www.tolkiengesellschaft.de/kategorie/rezensionen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.tolkiengesellschaft.de</link>
	<description>Aktuelle Nachrichten aus Mittelerde und ausführliche Materialien rund um den britischen Erfolgsautoren und Akademiker J.R.R. Tolkien</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 20:01:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Vorankündigung: A Tolkien Tapestry — Bilder von Cor Blok</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/4667/vorankuendigung-a-tolkien-tapestry-bilder-von-cor-blok/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/4667/vorankuendigung-a-tolkien-tapestry-bilder-von-cor-blok/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 12:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marie-Noëlle Biemer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sekundärwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Tolkien in den Medien]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[HarperCollins]]></category>
		<category><![CDATA[Herr der Ringe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/?p=4667</guid>
		<description><![CDATA[Diesen September veröffentlicht HarperCollins einen Kunstband mit mehr als 100 vom Herrn der Ringe inspirierten Gemälden vom holländischen Künstler Cor Blok. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen September veröffentlicht HarperCollins einen Kunstband mit mehr als 100 vom <em>Herrn der Ringe</em> inspirierten Gemälden vom holländischen Künstler Cor Blok.</p>
<p>Laut HarperCollins hat Cor Blok den <em>Herrn der Ringe </em>kurz nach seiner Erstveröffentlichung gelesen und war von dessen Imagination und epischen Geschichten fasziniert. Die Trilogie inspirierte den jungen Künstler Kunst zu entwerfen, die historischen Artefakten ähnelte. Tolkiens  Verleger Rayner Unwin sah Bloks Bilder 1961 bei einer Ausstellung in Den Haag. Er schickte  Tolkien einige Bilder, die der Autor so mochte, dass er sich mit dem Künstler traf, mit ihm korrespondierte und selbst einige Gemälde kaufte.</p>
<p>HarperCollins vergleicht die Serie mit dem Teppich von Bayeux »wobei jedes Bild eine epische und komplexe Geschichte in trügerisch einfachem Stil erzählt«, durchsetzt von einer starken Formsprache. Die farbigen Bilder, manche von ihnen zum ersten Mal veröffentlicht, werden in der Reihenfolge der Geschichte präsentiert, zusammen mit Auszügen aus dem <em>Herrn der Ringe</em> und Notizen des Künstlers zur Komposition und Entstehung.</p>
<p>»Selten hat ein Künstler die Essenz des Werks eines Autors in solch einmaliger Art und Weise eingefangen; der Autor schätzte viel an Cor Bloks Arbeit, welch höheren Lob kann es geben?« sagt HarperCollins.</p>
<p><em><strong>A Tolkien Tapestry: Pictures to Accompany </strong></em><strong>The Lord of the Rings</strong><br />
Cor Blok</p>
<div>
<p><strong>Veröffentlichung:</strong><br />
UK: 1. September 2011<br />
Kanada: 15. Oktober 2011<br />
Australien: 1. September 2011</p>
<p><strong>ISBN:</strong> 978–0-00–743798-6<strong><br />
Größe:</strong> 189x246mm<br />
<strong>Format:</strong> gebundene Ausgabe<br />
<strong>Verlag:</strong> HarperCollins<strong><br />
Division:</strong> HarperFiction<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Unverbindliche Preisempfehlung</strong><br />
UK: £ 20.00<br />
Kanada: $ 43.99</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/4667/vorankuendigung-a-tolkien-tapestry-bilder-von-cor-blok/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Karen Wynn Fonstads »Historischer Atlas« in neuer Aufmachung</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/4496/karen-wynn-fonstads-historischer-atlas-in-neuer-aufmachung/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/4496/karen-wynn-fonstads-historischer-atlas-in-neuer-aufmachung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 07:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Bülles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Sekundärwerke]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Atlas von Mittelerde]]></category>
		<category><![CDATA[Karen Wynn Fonstand]]></category>
		<category><![CDATA[Neuauflage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/?p=4496</guid>
		<description><![CDATA[Arda, Gondolin, die Helcaraxe? Ein kartographisches Werk für alles]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frisch von der Leipziger Buchmesse 2011 der Hinweis auf die 11. und überarbeitete Auflage des »Historischen Atlas von Mittelerde« der Autorin Karen Wynn Fonstad, der seit vielen Jahren dem Tolkienisten den Zugang zu Mittelerde auf ganz besondere Weise ermöglicht.</p>
<p>Neben der Anpassung an die neue deutsche Rechtschreibung und einem neuen, allerdings sehr gefälligen Layout gibt es keine wesentlichen Neuerungen. Fonstad, die 2005 verstarb, zeichnete sich als Kartographin fantastischer Welten aus, denn auch die Drachenreiter Perns, Forgotten Realms und Drachenlanze wurden von ihr bearbeitet.</p>
<p>Erfreulich in jedem Fall, daß dieses einzigartige und lesenswerte Begleitmaterial zur mythologischen Welt Mittelerde weiterhin erhältlich ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/4496/karen-wynn-fonstads-historischer-atlas-in-neuer-aufmachung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rezension die Zweite: Looking for the King</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/4358/rezension-die-zweite-looking-for-the-king/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/4358/rezension-die-zweite-looking-for-the-king/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 21:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marie-Noëlle Biemer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Tolkien in den Medien]]></category>
		<category><![CDATA[C.S. Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Williams]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklings]]></category>
		<category><![CDATA[J.R.R. Tolkien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/?p=4358</guid>
		<description><![CDATA[Nach Marcel Bülles positiver Rezension, habe ich Looking for the King von David Downing auf meinen Wunschzettel gesetzt und bekam das Buch prompt zu Weihnachten geschenkt. Nach dem Lesen kann ich allerdings nicht mit in die Laudatio einstimmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Marcel Bülles positiver Rezension, habe ich <em>Looking for the King</em> von David Downing auf meinen Wunschzettel gesetzt und bekam das Buch prompt zu Weihnachten geschenkt. Nach dem Lesen kann ich allerdings nicht mit in die Laudatio einstimmen.</p>
<p>Wenigstens kann man sich nicht beschweren, man wäre nicht gewarnt worden – allerdings erst nach dem Lesen des Buches im Kapitel ‘Quellen’. Downing fragt sich nämlich immer wenn er historische Romane liest „welche Teile davon Geschichte und welche frei erfunden sind“ (267; meine Übersetzung). Die Frage lässt sich für sein eigenes Werk leicht beantworten: Sobald einer der Inklings auftaucht, bekommt der Leser mehr oder weniger wörtliche Zitate geliefert. Der gewissenhafte Gelehrte gibt natürlich zuverlässige Quellenangaben. Aber was bedeutet das für die Geschichte?</p>
<p>Der Hauptcharakter Tom, der aus völlig unerfindlichen Gründen von allem Britischen intellektuell überwältigt wird, trifft zum ersten Mal im Turf Pub auf C.S. Lewis (ohne die üblichen Probleme, den Eingang zu finden). Mit Toms Minderwertigkeitskomplex bekommt man schnell den Eindruck, dass es sich hier um, zugegebenermaßen gut geschriebene, Fan-Fiction à la „Ich bin total unwürdig, aber wenn ich meinen Lieblingsautor/-wissenschaftler treffen würde, würden wir uns prima verstehen.“</p>
<p>Das ist aber nicht die größte Schwäche des Romans. Die besteht darin, dass man das Gefühl bekommt, man treffe auf Pappkameraden sobald man den Inklings begegnet. Beim Treffen mit Tolkien in dessen Haus, bekommt man Zitate aus Humphrey Carpenters <em>J.R.R. Tolkien: Eine Biographie </em>geliefert, in denen der Mann sich mit einem Hobbit vergleicht und vom ‚grünen großen Drachen’ Gespräch mit seiner Mutter erzählt. Und übrigens, „Ich liebe Bäume und Gärten, jeden Ort zu dem ich von Städten und Maschinen flüchten kann. Ich versuche Reisen und Abenteuer zu vermeiden und kleide mich schlicht. Aber ich habe eine Vorliebe für prächtige Westen“ (159, meine Übersetzung). Diese Aussagen werden alle auf nur einer Seite gemacht und der fiktionale Tolkien erzählt weiter völlig zusammenhangslos von allen möglichen Aspekten seiner wissenschaftlichen und fiktionalen Arbeit, gespickt mit Verhaltensbeobachtungen aus Carpenter. Man glaubt einen flotten Lexikon-Eintrag zu Tolkien zu lesen, aber sicher keine realistische Darstellung eines Romancharakters, außer man befindet sich bei Joyce oder Woolf. Kein Mensch würde einen total Fremden in nur fünf Minuten mit all diesen essentiellen Details konfrontieren.</p>
<p>Das ganze funktioniert bis zu einem gewissen Punkt bei Charles Williams, den der Leser in einem Vorlesungsraum vorfindet, in dem er über den Heiligen Gral spricht und damit einen Einblick in seine theologischen Theorien gewährt. Die Situation bietet sich für die Übermittlung dieser Grundkonzepte an, ganz im Gegensatz zu den privaten Treffen mit den anderen Inklings.</p>
<p>Downings Zitat-Methode ist sicher eine interessante Technik, aber sie trägt nicht dazu bei, plausible Charaktere einer Abenteuergeschichte zu formen. Hätte er den Inklings ein paar mehr erfundene Worte in den Mund gelegt, wäre es diesem Leser jedenfalls leichter gefallen den Unglauben auszusetzen.</p>
<p>Referenzedition: Downing, David. <em>Looking for the King</em>. San Francisco: Ignatius, 2010.</p>
<p><em>Marie– Noëlle Biemer studierte Anglistik, Russistik und BWL an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und Business Studies an der University of Bradford, UK. Sie schrieb ihre Diplomarbeit über William Morris Prosaromanzen und deren Einfluss auf Tolkien, in der Morris späte fantastische Romanzen und die auffälligen Ähnlichkeiten, die man in Tolkiens Werken über Mittelerde finden kann, untersucht werden. Sie arbeitet heute als Redakteurin bei einer Fachzeitschrift in Frankfurt. Als zweite Vorsitzende der Deutschen Tolkien Gesellschaft organisiert sie Veranstaltungen, ist Redakteurin der DTG Website und Mitherausgeberin des DTG Jahrbuchs </em>Hither Shore<em>.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/4358/rezension-die-zweite-looking-for-the-king/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ankündigung: »Das Buch der Verschollenen Geschichten« neu im März</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/4344/ankuendigung-das-buch-der-verschollenen-geschichten-neu-im-maerz/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/4344/ankuendigung-das-buch-der-verschollenen-geschichten-neu-im-maerz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 22:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Bülles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Primärwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buch der Verschollenen Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[J.R.R. Tolkien]]></category>
		<category><![CDATA[Klett-Cotta]]></category>
		<category><![CDATA[Neuausgabe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/?p=4344</guid>
		<description><![CDATA["Das Buch der Verschollenen Geschichten" wird im März neu bei Klett-Cotta herausgegeben. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Tolkien-Verlag, <a href="http://klett-cotta.de/buecher/fantasy" target="_blank">Klett-Cotta</a>, hat über seinen <a href="http://news.klett-cotta.de/archive.php?p=126302224_76028" target="_blank">Newsletter angekündigt</a>, daß <em>Das Buch der Verschollenen Geschichten</em> in beiden Teilen neu herausgebracht wird. Am 24. März erscheinen beide Bände mit neuer Covergestaltung. Außerdem wurden sie in die neue deutsche Rechtschreibung übertragen und kleinere Fehler korrigiert. Sobald sich weitere Informationen ergeben, aktualisieren wir diesen Nachrichtenbeitrag.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/4344/ankuendigung-das-buch-der-verschollenen-geschichten-neu-im-maerz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rezension &amp; Lobeshymne: Adams. The music of »The Lord of the Rings« films</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/3978/rezension-kommentar-lobeshymne-doug-adams-the-music-of-the-lord-of-the-rings-films/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/3978/rezension-kommentar-lobeshymne-doug-adams-the-music-of-the-lord-of-the-rings-films/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 15:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Bülles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sekundärwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Doug Adams]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Howard Shore]]></category>
		<category><![CDATA[Score]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/?p=3978</guid>
		<description><![CDATA[Die Musik der Filmtrilogie hat viele Fans gefunden und erfreut sich bis heute größter Beliebtheit. Doug Adams faßt in dieser Publikation kenntnisreich und anspruchsvoll zusammen, warum die Begeisterung für den Soundtrack berechtigt ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ungewöhnlich für mich, die Rezension eines Buchs mit Tolkienbezug in der Ich-Form zu schreiben, aber bei diesem außergewöhnlichen Werk verlangt es die Begeisterung, die Bewunderung und die Freude über eine herausragende Publikation, daß ich mich nicht nur sachlich, sondern auch ganz persönlich zu Doug Adams äußere.</p>
<p>Als ich das Paket aus dem Briefkasten holte, war ich zuerst ein wenig überrascht. Gut, mir als Tolkienfan sind gewichtige Ausgaben des <em>Herr der Ringe</em> (Folio-Edition oder einbändige Deutsche in Rot bei Klett-Cotta) nicht unbekannt, und die <em>History of Middle-earth</em> mit ihren zwölf Bänden ist auch in der Taschenbuchvariante keine Leichtigkeit. Sie übertreffen die typische Taschenbuchausgabe von Krimis, Fantasy– oder historischen Romanen, die bei etwa 300-400g liegt, sicherlich, doch <em>The Music of ›The Lord of the Rings‹ Films</em> (MLotRF) bringt stolze anderhalb Kilogramm auf die Waage. Der Grund wird nach dem Auspacken offensichtlich: über 400 Seiten in einem Format, das ich nur als Bild– oder Kunstband beschreiben kann. Erstklassiger Druck, hervorragendes, schweres Papier, eine gebundene Ausgabe, wie es sich ein jeder Freund gebundener Bücher nur wünschen könnte. Ich hatte kurz den Eindruck, es müßte von <em><a href="http://www.taschen.com/pages/de/catalogue/home/index.startseite.htm">Taschen</a></em> stammen, doch der ebenso in Köln beheimatete Verlag dieses Werks, <em><a href="http://www.alfredverlag.de/">Alfred Music Publishing GmbH</a></em> ist offenbar auch in der Lage, solch hochwertige Publikationen herauszubringen.</p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><a class="shutterset_" title="Autor: Doug Adams" href="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/doug-adams.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-right " title="Autor: Doug Adams" src="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/thumbs/thumbs_doug-adams.jpg" alt="Autor: Doug Adams" width="196" height="132" /></a><p class="wp-caption-text">Autor: Doug Adams</p></div></p>
<p>Vorneweg direkt der Hinweis: Das Buch erscheint auf englisch und entspricht der US-amerikanischen Originalausgabe, einschließlich der »Rarities-CD« mit bisher unveröffentlichen Musikstücken und einem Interview mit Howard Shore (natürlich vom Autor geführt.) Doug Adams ist ein hoch angesehener Musikjournalist, der sich wie viele Andere vor etwa zehn Jahren auf eine Entdeckungsreise begeben hat, die es in dieser Form in der Filmgeschichte noch nie gegeben hat (und vermutlich auch nie wieder geben wird) — die Filmtrilogie des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson. Als klar wurde, daß der Soundtrack zur Filmtrilogie von einer ausgewiesenen Koryphäe wie dem Kanadier Howard Shore kompiniert werden sollte, nahm der Wunsch, auch diese außergewöhnliche Reise zu dokumentieren. Adams hat daran kontinuierlich zehn Jahre lang geschrieben, gefeilt und in einer Form an der Filmtrilogie teilgenommen, wie es nur wenigen anderen zuteil wurde.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 206px"><a class="shutterset_" title="The Music of &quot;The Lord of the Rings&quot; Films - Titel" href="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/lotr_book_cover.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-left  " title="The Music of &quot;The Lord of the Rings&quot; Films - Titelbild" src="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/thumbs/thumbs_lotr_book_cover.jpg" alt="The Music of &quot;The Lord of the Rings&quot; Films - Titelbild" width="196" height="131" /></a><p class="wp-caption-text">The Music of »The Lord of the Rings« Films — Titelbild</p></div></p>
<p>Optisch ist das Buch im edlen Schwarz/Weiß gehalten, mit viel Platz, um Notenblättern, Fotografien, dem Text und Skizzen der Filmtrilogie den notwendigen Raum zu geben. Der Schutzumschlag bedeckt den schwarzen Einband, auf dessen Titel in goldener Farbe die Gravierung des Rings in Tengwar prangt. Auf Seite iii zeigt sich der Ansatz der Publikation mit <em>»A Comprehensive Account of Howard Shore’s Scores«</em> und die Ankündigung des Vorworts von Howard Shore und der Einleitung von Fran Walsh, die zusammen mit Philippa Boyens und Peter Jackson die Drehbücher schrieb. Das gesamte Buch wird mit zahlreichen Fotografien aus der Filmtrilogie und Skizzen der beiden Künstler John Howe und Alan Lee verschönert.</p>
<p>Der Inhalt teilt sich in drei große Gruppen auf, die »Themes« (also die einzelnen, musikalischen Themen/ Leitthemen/-motive), den »Annotated Score« (den kommentierten Soundtrack) und die »Recording Sessions« (Berichte zu den einzelnen Aufnahmen mit dem London Philharmonic Orchestra u.a.). Hierbei nimmt der »Annotated Score« mit fast zweihundertdreißig Seiten den größten Teil ein, gefolgt von den »Themes« mit gut einhundertdreißig Seiten. Das zeigt schon, welche Aufgabe dieses gerade auch für musikwissenschaftlich Interessierte Buch übernimmt: Eine konkrete, fachlich exzellente Auseinandersetzung mit dem kreativen Meisterwerk eines ausgezeichneten Komponisten.</p>
<p>Adams listet in den »Themes« alle wiederkehrende Leitmotive der Filmtrilogie auf und setzt sie sowohl in den erzählerischen als auch den musikalischen Kontext. Wie entwickelt Shore ein Leitmotiv, welche Wandel durchläuft es in den drei Filmen, welche Funktion im Gesamtkonzept erfüllt es? Kurzweilig und unterhaltsam geschrieben darf meine Begeisterung aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich das Buch vor allem an vorgebildete Leser wendet. Nach einer Erläuterung des Leitmotivs inklusive Notenfolge werden die »Thematic Relationships«, die Bezüge zu weiteren musikalischen Elementem im Soundtrack erläutert, und dann im Abschnitt »In Theory« die musikwissenschaftlichen Begründungen für die jeweilige Instrumentalisierung, die Skalen und Notenfolgen geliefert. Ein kurzer Auszug zum LOTHLÓRIEN Leitmotiv, das zum ersten Mal im Prolog zu <em>The Fellowship of the Ring</em> zu hören ist:</p>
<blockquote><p>The music of LOTHLÓRIEN suggests the <em>maqam hijaz</em>, an Arabic mode not unlike the Western Phrygian mode, though with an augmented second between its second and third scale degrees. While certain of <em>maqam hijaz‹</em> microtonalities were shed, Shore often stresses the augmented second interval in the <em>maqam’s</em> opening. This interval is used not to evoke an exotic otherness, but to create a sense of age that speaks of Middle-earth’s ancient eras. As Lothlórien becomes more involved with the contemporary Middle-earth of <em>The Lord of the Rings</em>, this augmented second occurs less often. By the time LOTHLÓRIEN is stated in <em>The Return of the King</em>, the augmented second has been completely eliminated and the theme sounds in D Phrygian.</p></blockquote>
<p>Doch obwohl sich sicherlich nicht jedem Leser sofort erschließen wird, welche musikalischen Feinheiten hinter der Entwicklung der Filmmusik stecken, so läßt es doch erahnen, welche Komplexität und Qualität in Howard Shores Arbeit steckt. Eine unglaubliche Menge an Arbeit, die berechtigterweise mit dem <em>OSCAR</em> © ausgezeichnet wurde.</p>
<p>Wer sich bis heute nach den Gründen für den Erfolg der Filmtrilogie fragt, der kann einen der Gründe auf jeden Fall benennen: Die Filmmusik. Doug Adams skizziert eine magische, geradezu überirdisch wirkende, musikalische Reise, die für viele Tolkienfans den Weg nach Mittelerde geebnet und die Filmtrilogie in einer Art und Weise bereichert hat, die sie unvergesslich machte.</p>
<p>Dieses Buch kann ich nur wärmstens empfehlen, aufgrund der anspruchsvollen Gestaltung, dem kenntnisreichen Inhalt, der CD mit unveröffentlichtem, musikalischen Material und dem Wunsch, daß noch viel mehr Tolkienfans diese musikalische Analyse einer beeindruckenden Filmtrilogie zu schätzen lernen.</p>
<h2><strong>Letzte Hinweise</strong></h2>
<p>Die deutsche Herr-der-Ringe-Film.de Fan-Community hat die »Annotated Scores« der letzten Jahre auf deutsch übersetzt. Sie können als PDF <a href="http://www.herr-der-ringe-film.de/v3/de/filme/specials/soundtrack/publikationen/publikationen.php">bei HdR-Film.de heruntergeladen werden</a>. Achtung: Diese Texte beziehen sich nicht auf dieses Buch!</p>
<p>Doug Adams hat zu seiner Publikation einen Blog, der lesenswert ist: <a href="http://www.musicoflotr.com/">http://www.musicoflotr.com</a>. Hier wird auch erklärt, <a href="http://www.musicoflotr.com/p/music-of-lord-of-rings-faq.html">in welchem Bezug diese Publikation</a> zu den bisherigen »Annotated Scores« steht.</p>
<p>In München kann man im April die erneute Live-Aufführung des Soundtracks erleben: <a href="http://www.muenchenevent.de/veranstaltungen/Der_Herr_der_Ringe-1825.html">http://www.muenchenevent.de</a></p>
<h2><strong>Das Werk direkt bestellen — und die DTG unterstützen</strong></h2>
<p>Wer folgenden Link nutzt, hat keinerlei zusätzliche Kosten, hilft aber gleichzeitig der DTG:<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FMusic-Lord-Rings-Films-Comprehensive%2Fdp%2F0739071572%3Fie%3DUTF8%26qid%3D1291645776%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=deutsctolkiegese&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" rel="nofollow">Doug Adams — bei Amazon.de bestellen</a></p>
<p>Von jedem verkauften Exemplar erhalten wir eine prozentuelle Beteiligung — vielen Dank!</p>
<p><strong>Über den Rezensenten</strong></p>
<p><em>Marcel R. Bülles ist Gründungsvorsitzender der Deutschen Tolkien  Gesellschaft e.V., Mitbegründer der Ring*Con (größte europäische  Fantasy-Convention) und Mitglied im Board of Editors des  wissenschaftlichen Jahrbuchs »Hither Shore.« Er gehört zu den  beliebtesten internationalen Rednern zum Thema Tolkien und Mittelerde  und hat bereits in Italien, der Schweiz, Großbritannien, USA, Kanada und  Slowenien Vorträge zu seinem Lieblingsautor gehalten. Vor kurzem  erschien seine Übersetzung von Henry Gees »Die Wissenschaft bei  Tolkien.« Als aktives Mitglied der DTG ist er u.a. Gastautor für die  Webseite tolkiengesellschaft.de. Auf seinem Blog <a href="http://www.macrobee.de/" target="_blank">http://www.macrobee.de</a> widmet er sich fantastischen Themen in allen Medien.</em></p>
<p><img class=" exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks exehhkdkizcubhotehks" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=deutsctolkiegese&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/3978/rezension-kommentar-lobeshymne-doug-adams-the-music-of-the-lord-of-the-rings-films/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rezension: Looking for the King.</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/3950/rezension-looking-for-the-king-david-c-downing/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/3950/rezension-looking-for-the-king-david-c-downing/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 18:22:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Bülles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Primärwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Tolkien in den Medien]]></category>
		<category><![CDATA[C.S. Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[David C. Downing]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklings]]></category>
		<category><![CDATA[J.R.R. Tolkien]]></category>
		<category><![CDATA[Looking for the King]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/?p=3950</guid>
		<description><![CDATA[Lassen Sie sich in die Welt der 'Inklings' entführen, in das Jahr 1940. Folgen Sie Tolkien, Lewis und Williams in ein spannendes Abenteuer, das von den Legenden König Arthurs zur Entdeckung der 'Heiligen Lanze' führt, und dem Versuch, sie aus Großbritannien zu entführen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Literatur-Fan ist ein Fan wieder jeder andere auch: Wo die einen auf einem Konzert laut kreischend der aktuell angesagten Rockband huldigen oder ihrem Lieblingsschauspieler ein Autogramm und Foto abringen, da freuen sich die anderen über die Widmung im gerade erworbenen, neuen Roman des Lieblingsautoren. Schwierig haben es aber alle Fans, wenn der Gegenstand der Faszination nicht mehr unter den Lebenden weilt — und das ist bei dem Literatenzirkel der ›Inklings‹, der gegen Mitte des 20. Jahrhunderts in Oxford umtriebig war, leider der Fall. Wer würde nicht gerne J.R.R. Tolkien, C.S. Lewis oder Charles Williams mal die Hand schütteln oder mit ihnen auf ein Pint in ihre Lieblingskneipe gehen und mit ihnen über Gott und die Welt reden (was bei den ›Inklings‹ fast wörtlich zu nehmen ist)?</p>
<div><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Zt_rMtKhPuo?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/Zt_rMtKhPuo?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<p>David C. Downing bietet mit seinem Buch »Looking for the King« die nächstbeste Lösung zu diesem Problem: Er macht diese brillianten Akademiker einfach zu Charaktern seiner Erzählung. Der ausgewiesene Lewis-Experte erweckt in seinem Roman drei der bekanntesten ›Inklings‹ wieder zum Leben und bindet geschickt nachgewiesene Aussagen der drei Professoren in die Handlungsstränge ein. Er findet sogar Gelegenheiten, sympathische Eigenarten einzuflechten, wie die Tolkiens,  der sich in seinem Arbeitszimmer einen laut klingelnden Wecker stellt, um seinen Besuchern vorgaukeln zu können, ›einen wichtigen, anderen Termin‹ wahrnehmen zu müssen. Die Erzählung hat etwas von einem historischen Krimi, aber im Endeffekt geht es darum, den Dreien und ihren Fähigkeiten soviel Zeit einzuräumen, wie es ihre Talente verdient haben.</p>
<p>In den Kriegswirren des Jahres 1940 kommt der junge amerikanische Forscher Tom McCord nach England, um für ein Buch über König Arthur zu recherchieren. Recht schnell sucht er den Kontakt zu führenden, britischen Kollegen, und als er sich auf ein Treffen mit C.S. Lewis in Oxford vorbereiten will, lernt er die bezaubernde Amerikanerin Laura Hartmann kennen, die zur Unterstützung ihrer Tante nach England gekommen ist — und die wiederkehrende Träume von längst verstorbenen Helden und geschlagenen Schlachten hat, auf die sie in England gerne die Antwort finden möchte.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 206px"><a class="shutterset_" title="David C. Downing, Autor" href="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/davidcdowning.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-left " title="David C. Downing, Autor" src="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/thumbs/thumbs_davidcdowning.jpg" alt="David C. Downing, Autor" width="196" height="132" /></a><p class="wp-caption-text">David C. Downing, Autor</p></div></p>
<p>Tom bittet Laura seine Assistentin zu werden, denn zwischen seinem Forschungsvorhaben und Lauras Träumen scheint es eine Verbindung zu geben. Bald müssen sie merken, daß sie nicht die einzigen sind, die sich auf die Suche nach verlorengegangen Relikten gemacht haben oder die Geheimnisse mysteriöser Orte zu lüften versuchen. Nachdem Lewis ihnen einen ersten Hinweis gegeben hat, lädt er sie ein, Kollegen von ihm zu befragen, die ihnen weiterhelfen können: Charles Williams und J.R.R. Tolkien, beide Koryphäen ihres Fachs, stehen ihnen bereitwillig mit Rat und Tat zur Seite. Als sich herausstellt, daß aus der einfachen Suche nach Orten mit einem Bezug zu König Arthur ein Wettrennen um die ›Heilige Lanze‹ entbrannt ist, die sich in Großbritannien befinden soll, begreifen Tom und Laura erst, welche Bedeutung ihre Suche hat. Das älteste Stück der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches soll nicht nur einen Stück des Nagel vom Kreuze Christi enthalten, sondern seinen Träger unbesiegbar machen — und Adolf Hitler will sie haben …</p>
<p>Wer sich für die ›Inklings‹ begeistert, gerne Krimis liest und die Legenden um König Arthur auch zu schätzen weißt, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ein großer Spaß und ein absolutes Muß für alle Tolkien-Fans!</p>
<p>Für alle, die das Buch näher kennenlernen möchten: Es gibt eine sehr schöne Webseite mit allen Informationen zu Autor und Roman. <a href="http://www.lookingfortheking.com" target="_blank"><strong>http://www.lookingfortheking.com</strong></a></p>
<p><em>Marcel R. Bülles ist Gründungsvorsitzender der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V., Mitbegründer der Ring*Con (größte europäische Fantasy-Convention) und Mitglied im Board of Editors des wissenschaftlichen Jahrbuchs »Hither Shore.« Er gehört zu den beliebtesten internationalen Rednern zum Thema Tolkien und Mittelerde und hat bereits in Italien, der Schweiz, Großbritannien, USA, Kanada und Slowenien Vorträge zu seinem Lieblingsautor gehalten. Vor kurzem erschien seine Übersetzung von Henry Gees »Die Wissenschaft bei Tolkien.« Als aktives Mitglied der DTG ist er u.a. Gastautor für die Webseite tolkiengesellschaft.de. Auf seinem Blog <a href="http://www.macrobee.de" target="_blank">http://www.macrobee.de</a> widmet er sich fantastischen Themen in allen Medien</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/3950/rezension-looking-for-the-king-david-c-downing/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rezension: Weltliteratur für Eilige</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/3882/rezension-henrik-lange-weltliteratur-fuer-eilige/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/3882/rezension-henrik-lange-weltliteratur-fuer-eilige/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 09:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Bülles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sekundärwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Herr der Ringe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/?p=3882</guid>
		<description><![CDATA[Neunzig Klassiker der Weltliteratur in kürzester Form. Wie schneidet <em>Der Herr der Ringe</em> ab? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Faulheit des Menschen hat schon für viele kreative Lösungen in der Geschichte unserer Spezies gesorgt. Der kollektive Zeitmangel geplagter Literaturstudenten etwa führte dazu, daß es in ihrer jeweiligen Nationalsprache ein Lexikon (oder deren mehrere) gibt, die die Literatur in kurzer und fachlich korrekter Form zusammengefaßt wiedergeben. Wer als Germanistikstudent noch nicht von <em>Kindlers Literatur Lexikon</em> gehört haben sollte, sollte sich also möglichst bald die Studiengebühren zurückerstatten lassen.</p>
<p>Dank solcher Lexika muß sich der Student nicht mehr durch hunderte von Seiten quälen, sondern reduziert seinen Arbeitsaufwand auf ein oder zwei Spalten in besagter Publikation, die ihm zudem noch eine Kurzbiografie und Hinweise auf modernste Forschungsergebnisse liefert. Perfekt für den Kommilitonen, der mittwochs erfährt, daß bereits am Freitag das nächste Referat ansteht.</p>
<p>Nun muß ein Leser beileibe weder studiert noch faul sein, um sich der Weltliteratur widmen zu können; diverse Kurzvarianten sind aber ein möglicher Zugang. Für diejenigen, die einen schnellen Blick auf vermeintlich gute oder schlechte Literatur werfen wollen, bietet sich daher Henrik Langes <em>Weltliteratur für Eilige</em> an. Der schwedische Autor hatte mit seinem Erstling <a href="http://www.kartago.se/sok/?str=lange" target="_blank"><em>80 romaner för dig som har bråttom</em></a> (80 Romane für Leute, die es eilig haben) soviel Erfolg, daß mit <em>96 romaner för dig som fortfarande har bråttom</em> (96 Romane für Leute, die es immer noch eilig haben) eine Fortsetzung erfolgte. In Deutschland hat <em>Knaur</em> diesen Schnellüberblick der Weltliteratur herausgebracht.</p>
<p><a class="shutterset_" title="Weltliteratur für Eilige (c). Der Herr der Ringe" href="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/langeweltliteraturhdr.gif"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/thumbs/thumbs_langeweltliteraturhdr.gif" alt="Weltliteratur für Eilige (c). Der Herr der Ringe" width="196" height="131" /></a>Direkt zu Beginn die frohe Botschaft: <em>Der Herr der Ringe</em> von J.R.R. Tolkien ist selbstverständlich mit dabei. Zu den vorgeführten Büchern gehören auch Texte wie <em>Schöne neue Welt</em>/ Aldous Huxley, <em>Die drei Musketiere</em>/ Alexandre Dumas, <em>Catch-22</em>/ Joseph Heller, <em>Ulysses</em>/ James Joyce und <em>Von Mäusen und Menschen</em>/ John Steinbeck. Die Auswahl wirkt auf den ersten Blick willkürlich, da weder eine chronologische noch inhaltliche Kategorisierung vorliegt, aber der eine oder andere Leser mag die chaotische Anordnung durchaus als anregend empfinden.</p>
<p>Eine Kleinigkeit wurde bis zu diesem Zeitpunkt noch vergessen. Wie bereits erwähnt geht es ja darum, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Henrik Lange setzt mit seinem Buch noch einen drauf, denn er verzichtet praktisch auf Text. Er ist Comic-Zeichner und reduziert den Inhalt der versammelten Klassiker der Weltliteratur auf normalerweise drei, kurz auskommentierte Bilder. Kürzer geht es nicht mehr. Als Beispiel ist der Comic-Strip zum <em>Herr der Ringe</em> gezeigt. Nur wenige Seiten weniger folgt der erste Band von C.S. Lewis‹ <em>Narnia</em>, auch in knappster Form.</p>
<p>Beworben wird das Buch mit</p>
<blockquote><p>Die originellste und unterhaltsamste Taschenbibliothek aller Zeiten! 90 Werke der Weltliteratur, erzählt in jeweils vier Bildern!</p>
<p>Wer kennt das nicht: zu viele Bücher und zu wenig Zeit. Auch das eigene peinliche Schweigen, wenn der Gesprächspartner plötzlich Proust, Thomas Mann oder Tolkien erwähnt. Dieses einzigartige Buch für Vielleser und Lesemuffel setzt klug und geistreich 90 erfolgreiche Werke der Weltliteratur in Szene.</p></blockquote>
<p>›Originell‹ ist in diesem Zusammenhang natürlich mit Vorsicht zu genießen, denn bereits im Jahr 2002 erschienen etwa beim Comicmagazin <em>MOGA MOBO</em> die <em>100 Meisterwerke der Weltliteratur</em>, die 2009 in neuer Form von der <a href="http://www.ehapa-comic-collection.de/product_info.php/info/p3033_100_meisterwerke_der_weltliteratur.html" target="_blank"><em>Ehapa Comic Collection</em></a> herausgegeben wurden (um nur ein Beispiel zu nennen.) Da das Medium Comic seit Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen und sich als eigenes literarisches Genre etabliert hat, scheut es natürlich schon lange nicht mehr den Vergleich zu den »großen Autoren« der Vergangenheit. Lange macht sich das allgemeine Interesse an Literatur zunutze, um seine besondere und außergewöhnliche Art Humor in schwarz/weiß-Bildern umzusetzen.</p>
<p><a class="shutterset_" title="Weltliteratur für Eilige (c). Romeo und Julia" href="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/langeweltliteraturromeojulia.gif"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="http://www.tolkiengesellschaft.de/versionsechs/wp-content/gallery/neuigkeiten/thumbs/thumbs_langeweltliteraturromeojulia.gif" alt="Weltliteratur für Eilige (c). Romeo und Julia" width="196" height="131" /></a>Insgesamt erscheint <em>Weltliteratur für Eilige</em> weniger als Ersatz für <em>Kindlers Literatur Lexikon</em> (oder die eigene, tatsächliche Lektüre der Originalwerke), sondern eher als Gedächtnisstütze für Vielleser, die sich gerne mit einem Text auseinandersetzen wollen, ohne ihn noch einmal lesen zu müssen — oder um das eigene Verständnis eines Romans mit einer anderen Perspektive zu vergleichen. Langes provokante Verkürzung oftmals komplexer Inhalte kann sicherlich als interessante Diskussionsgrundlage dienen; siehe das Beispiel <em>Romeo und Julia</em>.</p>
<p>Bedauerlicherweise ist die Darstellung des <em>Herr der Ringe</em> falsch — aber das sollte den Literaturinteressierten nicht davon abhalten, den Vergleich zu anderen Literaten zu wagen. 90 Bücher warten darauf, neu (oder wieder-) entdeckt zu werden.</p>
<p><em>Marcel R. Bülles ist der Gründungsvorsitzende der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V., Mitglied im Board of Editors des wissenschaftlichen Jahrbuchs »Hither Shore« und Ansprechpartner seiner Gesellschaft bei der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten, Berlin. Er gehört zu den beliebtesten internationalen Rednern zum Thema Tolkien und Mittelerde und hat bereits in Italien, der Schweiz, Großbritannien, USA, Kanada und Slowenien Vorträge zu seinem Lieblingsautor gehalten und ist Mitbegründer der Ring*Con. Vor kurzem erschien seine Übersetzung von Henry Gees »Die Wissenschaft bei Tolkien.« Als aktives Mitglied der DTG ist er u.a. Gastautor für die Webseite tolkiengesellschaft.de. <em>Auf seinem Blog <a href="http://www.macrobee.de/" target="_blank">http://www.macrobee.de</a> widmet er sich fantastischen Themen in allen Medien</em></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/3882/rezension-henrik-lange-weltliteratur-fuer-eilige/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>»Der Hobbit« auf Friesisch</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/3227/der-hobbit-auf-friesisch/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/3227/der-hobbit-auf-friesisch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 16:15:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Bülles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Primärwerke]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/?p=3227</guid>
		<description><![CDATA[<em>Der Hobbit</em> mal anders. Für Freunde des Friesischen gibt es seit kurzer Zeit eine Übersetzung von Anne Popkema. Ungewöhnlich, aber lesenswert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird behauptet, daß sich Tolkien nichts sehnlicher wünschte als ins Isländische übersetzt zu werden, und das könnte durchaus stimmen. Hätte man ihn aber nach seiner zweitliebsten Sprache gefragt, dann wäre sein Antwort vermutlich ›Friesisch‹ gewesen. Das Friesische ist auch heute noch eine quicklebendige Sprache und verfügt über mehr Muttersprachler als das Isländische (&gt;400.000). Es ist die Sprache, die dem Englischen am nahesten ist, obwohl es umgekehrt nicht zutrifft. Dafür hat das Friesische zu lange Seite an Seite mit seinem östlichen Nachbarn, dem Niederländischen, existiert. Der alte, gemeinsame Nenner ist aber noch leicht zu erkennen, wie die ersten Zeilen von Anne Popkemas Übersetzung <em>De Hobbit</em> beweisen: <em>‘Yn in hoal yn ‘e grûn wenne in hobbit. Net en aaklik, smoarch, wiet hoal, fol mei wjirmeintsjes…’</em></p>
<p>Muttersprachler benachbarter Regionen werden das Friesische bald verstehen und Spaß haben bei dem Gefühl des Kenne-ich-aber-ist-irgendwie-anders. Die Namen sind geschickt und passend übernommen, die Gedichte lesen sich flüssig — eine sehr willkommene Erweiterung des Tolkien-Corpus. Der Herausgeber ist Elikser, der Preis liegt um 20 Euro, und eine Bestellung kann über die Webseite<a href="http://www.bol.com/nl/p/nederlandse-boeken/de-hobbit/1001004007117920/index.html" target="_blank"><strong> www.bol.com</strong></a> aufgegeben werden.</p>
<p><em>Wir danken Tolkienexperte Tom Shippey für den Hinweis. Übersetzung von Marcel Bülles.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/3227/der-hobbit-auf-friesisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kein ›neues‹ Tolkienbuch — aber mehr als lesenswert! ›Die Kinder Húrins‹</title>
		<link>http://www.tolkiengesellschaft.de/225/kein-neues-tolkienbuch-aber-mehr-als-lesenswert/</link>
		<comments>http://www.tolkiengesellschaft.de/225/kein-neues-tolkienbuch-aber-mehr-als-lesenswert/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 03:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Bülles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Primärwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Kinder Húrins]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tolkiengesellschaft.de/225/kein-neues-tolkienbuch-aber-mehr-als-lesenswert/</guid>
		<description><![CDATA[Hinweis: Am Ende des Textes befinden sich inhaltliche Spoiler. »Ein Kommentar von Marcel Bülles.» Dreißig Jahre nach der Veröffentlichung des Silmarillion, vierunddreißig Jahre nach dem Tod des Autors und über fünfzig Jahre nach der Veröffentlichung des Herr der Ringe scheint mit Die Kinder Húrins der Abschluß einer langen literarischen Reise gekommen zu sein. Vorab: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Hinweis: Am Ende des Textes befinden sich inhaltliche Spoiler. </strong></em></p>
<p><em>»Ein Kommentar von Marcel Bülles.»</em><br />
Dreißig Jahre nach der Veröffentlichung des <em>Silmarillion</em>, vierunddreißig Jahre nach dem Tod des Autors und über fünfzig Jahre nach der Veröffentlichung des <em>Herr der Ringe</em> scheint mit <em>Die Kinder Húrins</em> der Abschluß einer langen literarischen Reise gekommen zu sein.</p>
<p>Vorab: Die Medien, allen voran <strong><em><a href="http://www.spiegel.de">Spiegel-Online.de</a></em></strong>, schreiben wieder hanebüchenen Unsinn über <em>Die Kinder Húrins</em>, daß sich die Balken biegen. Handelt es sich um ein ›neues‹ Buch aus der Hand J.R.R. Tolkiens? Nein. Der Sohn und Verwalter seines literarischen Erbes, Christopher Tolkien, hat mit diesem Buch aus fünf verschiedenen Publikationen eine zusammenhängende Geschichte geschaffen (eine sehr schöne Zusammenfassung gibt es im <strong><a href="http://wormtalk.blogspot.com/2006/09/j.html">Blog von Professor Michael Drout</a></strong> zu lesen.) Neu ist daran, wie Christopher Tolkien selbst im Anhang schreibt, praktisch nichts.</p>
<p>Warum also dieses Buch kaufen? <span id="more-225"></span>Dafür gibt es gerade für die deutschen Fans mehr als nur einen Grund. Der erste Vorteil ist die simple Tatsache, daß bis heute nur Teile der <em>History of Middle-earth</em>, einer zwölfbändigen Edition der Texte Tolkiens (mit Ausnahme des Hobbits und kleinerer Werke), übersetzt wurden — um genau zu sein, lediglich die ersten beiden Bände. Doch die <em>Narn i Hîn Húrin</em> ist an Stellen zu finden, die es auf deutsch nicht gibt. In den <em>Lays of Beleriand</em> etwa findet sich ein tausende Zeilen umfassendes Gedicht im Stabreim. Die Form des Epos? In Deutschland auf jeden Fall. Große Teile der Erzählung finden sich zwar in den <em>Nachrichten aus Mittelerde</em>, doch das ist noch lange nicht alles.</p>
<p>Der zweite Vorteil sind die unglaublich stimmigen Bleistiftzeichnungen, die sich an Kapitelanfängen befinden und die vielen atemberaubenden Bilder, die Alan Lee so meisterhaft umgesetzt hat. Wer Húrin auf seinem Sitz hoch oben über Morgoths Festung sieht, der hat ein Bild vor Augen, das in seiner Grausamkeit kaum passender sein kann. Alleine Bilder und Zeichnungen lohnen sich mehr als genug. Hinzu kommen erläuternde und zusammenfassende Worte Christopher Tolkiens zu Textgeschichte und den Teilen der Erzählung, die er hat umpositionieren müssen, um einen zusammenhängenden Text zu erreichen.</p>
<p>Aber wenn es sich dann doch nur um denselben Text handelt, den man schon hätte lesen können, wenn man alle Bücher zu Tolkien bereits im Original gelesen hat — oder wenn <em>Die Nachrichten aus Mittelerde</em> schon so nah am Endprodukt sind — oder wenn man, ganz ehrlich gesagt, nicht wirklich viel vom Silmarillion gehalten hat, warum dann dieses Buch?</p>
<p>Es kommt nicht von ungefähr, daß Christopher Tolkien den jetzigen Zeitpunkt wählt, um dieses Buch herauszubringen, genau dreißig Jahre nach der Veröffentlichung des <em>Silmarillion</em>. Vor zwölf Jahren hat er mit dem Projekt begonnen, es aber erst in den Jahren des Filmhypes beim Verlag erwähnt, vor zwei Jahren fertiggestellt und erst in den letzten beiden Jahren die Feinheiten abgestimmt, die zur Veröffentlichung eines so interessanten Buchs notwendig sind.</p>
<p><em>Die Kinder Húrins</em> scheint der Versuch, endlich wieder den Büchern das Interesse gelten zu lassen. Höchste Geheimhaltungsstufe bedeutete die Veröffentlichung, man mußte Stillschweigen schriftlich garantieren,vor dem 17. April durfte nichts über das Buch geschrieben werden wenn man denn eins der begehrten Rezensionsexemplare bekommen wollte. So entstand bald ein durchaus beachtliches mediales Interesse, die üblichen Verrisse langweiliger, pathos-behafteter, rückwärtsgerichteter Fantasy allenthalben.</p>
<p>Was aber übrig bleibt ist der Versuch die Geschichte zu erzählen, die Tolkien wohl am meisten am Herzen lag, der er am meisten Zeit widmete, die er wie keine andere entwickelte, veränderte, überarbeitete. Wer den <em>Herr der Ringe</em> und den <em>Hobbit</em> mag, aber am <em>Silmarillion</em> scheiterte, wird jetzt vielleicht einen Einstieg in das Erste Zeitalter finden. Kein wissenschaftlicher Apparat, kein elbisches Telefonbuch (wenn auch Túrins zahlreiche Namen eine andere Sprache sprechen mögen) — die tragischste Geschichte, die man vielleicht im Leben gelesen hat. Ödipus war einmal. Túrin ist der Charakter, dessen Schicksal oder Ungeschick soviel Mitleid oder Zorn beim Leser hervorruft wie kein anderer. Und mit Tragik meine ich die einzig relevante Definition von Tragik: es muß eine <em>tragische Notwendigkeit</em> im Spiel sein. Es gibt keine tragischen Autounfälle. Würden die Leute vernünftig fahren, gäbe es keine. Nein, Túrin kann seinem Schicksal nicht entrinnen, von Morgoth verflucht, selbst voll Zorn und Haß, Jähzorn. Das Schicksal nimmt seinen Lauf … und der Meister des Schicksals wird am Ende vom Schicksal gemeistert.</p>
<hr />
<strong>Spoiler</strong></p>
<p>Mîm geht zu den Orks und verrät Túrin.<br />
Andróg rettet Beleg, nachdem er versucht hatte, Mîm zu töten.<br />
Gwindor hat bei seiner Flucht aus Angband eine Hand verloren.<br />
Christopher läßt Húrins Reise nach Nargothrond und Doriath aus. Er findet Morwen</p>
<p>Nach dem Kapitel »Túrin in Doriath« gibt es mehr Änderungen zu den <em>Nachrichten aus Mittelerde</em></p>
<p>Die Karte ist kleiner, es fehlt ihr der Osten Beleriands und sie enthält kleine Korrekturen.</p>
<p>Die Hardbackausgabe von Klett-Cotta enthält alle Zeichnungen und Bilder von Alan Lee.</p>
<p><strong>Fehler</strong></p>
<p>»Panzer, Schwert und Schild für einen von meiner Größe, Herr«, antwortete Túrin. »Und mit deiner Erlaubnis erhebe jetzt Anspruch auf den Drachenhelm meiner Väter.« S. 89. Es fehlt ein ›ich‹.</p>
<p>Mablung, der mächtige Maulwurf (S. 226) ist natürlich eine fehlerhafte Übernahme aus der Übersetzung von Hans J. Schütz. Das Wort im Originial ist ›vole‹, nicht ›mole.‹ Als Glaurung über die Brücke Nargothronds zurückkriecht, versteckt Mablung sich dort wie eine kleine Maus, nicht wie ein Maulwurf.</p>
<p>Die Zeichnung auf S. 310 enthält einen Rechtschreibfehler: Aman Obel (sic!), es heißt aber Amon Obel.</p>
<p>Diskutieren kann man Schütz‹ Übersetzung der Passage in Doriath, als Morwen sich weigert, auf den Rat Thingols zu hören, bei ihm zu bleiben und nicht nach Nargothrond zu gehen. In den <em>Unfinished Tales</em> steht:</p>
<p>»If she is to be held here, you must hold her with strength. Yet maybe thus you will overthrow her mind.« (S. 113, Unwin &amp; Hyman, 1982).</p>
<p>Schütz übersetzt dies mit: »Wenn sie hierbleiben soll, musst du sie mit Gewalt zurückhalten. Doch vielleicht kannst du auf diese Weise ihren Starrsinn besiegen.« (S. 215, Klett-Cotta, 2007.)</p>
<p>Es erscheint mir sinniger davon auszugehen, daß Melian fürchtet, Gewalt könnte Morwens Willen brechen oder sie gar in den Wahnsinn treiben.</p>
<p><strong>P.S.:</strong> In den Anhängen wird ein Teil der Stabreimversion der <em>Kinder Húrins </em>übersetzt — gibt es endlich Hoffnung auf die längst fällige Übersetzung der <em>Lays of Beleriand</em>?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tolkiengesellschaft.de/225/kein-neues-tolkienbuch-aber-mehr-als-lesenswert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

