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Literatur. Fantasy. Fandom.

Neuerscheinung: Tolkien and Welsh

In diesem Sommer erscheint Mark T. Hookers Sammlung von Artikeln zu J.R.R. Tolkiens Gebrauch der walisischen Sprache und Kultur in Tolkien and Welsh (Tolkien a Chymraeg).

Mark T. Hooker ist Sprachwissenschaftler, der Tolkiens Leidenschaft –die Etymologie von Wörtern und Namen – teilt und selbst gerne mit linguistischen Erfindungen herumspielt. Er beleuchtet Tolkiens Werk aus linguistischer Sicht, beginnend mit einem Namen oder einem Wort, und forscht nach dessen Bedeutung in der realen Welt. Das Buch bietet eine semantische Analyse Tolkiens erfundener Nomenklatur und vergleicht sie mit keltischen Sprachen, insbesondere dem Walisischen, um die mögliche realweltliche Geschichte und den Kontext der von Tolkien benutzten keltischen Ursprünge zu finden.

Das Buch enthält unter anderem eine walisische Etymologie des Namens Goldbeere. Ältere Formen der charakteristischen mittelirdischen Gewässernamen Anduin und Baranduin passen in die linguistische Struktur der walisischen Legendensammlung Mabinogion. Eine Frühform des elbischen Namens für den Einsamen Berg (Dôlereb) findet linguistische Resonanz in den Namen von königlichen walisischen Burgen und in der griechischen Mythologie. Thematische Elemente aus dem Mabinogion werden im Hobbit identifiziert, u.a. einen Cameo-Auftritt von Sir Cynon.

Die Studie führt eine Klassifikation von „Q-Elbisch“ und „P-Elbisch“ ein, analog zu „Q-Keltisch“ und „P-Keltisch“, die Tolkiens Behauptung, Sindarin würde auf dem Walisischen basieren, bekräftigt. Die Unterscheidung soll bei weiteren Analysen über Tolkiens erfundene Sprachen helfen.

Das Buch hat 252 Seiten und erscheint im Llyfrawr Verlag. Den Inhalt, das Vorwort und einen Textauszug gibt es >>hier nachzulesen.

Mark T. Hooker ist Spezialist für komparative Übersetzung a.D. am Russian and East European Institute der Indiana University. Er schrieb unter anderem Tolkien Through Russian Eyes (Walking Tree, 2003), The Hobbitonian Anthology (Llyfrawr, 2009), Implied, but not Stated: Condensation in Colloquial Russian und The History of Holland (Greenwood, 1999).

Bild: Llyfrawr VerlagThis summer, Mark T. Hooker’s collection of articles on J.R.R. Tolkien’s use of the Welsh language and culture will be published in >>Tolkien and Welsh.

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  • Ciriel

    Hört sich sehr spannend an und wird sofort vorgemerkt. *notier*