»Der Hobbit« auf Friesisch
Es wird behauptet, daß sich Tolkien nichts sehnlicher wünschte als ins Isländische übersetzt zu werden, und das könnte durchaus stimmen. Hätte man ihn aber nach seiner zweitliebsten Sprache gefragt, dann wäre sein Antwort vermutlich ›Friesisch‹ gewesen. Das Friesische ist auch heute noch eine quicklebendige Sprache und verfügt über mehr Muttersprachler als das Isländische (>400.000). Es ist die Sprache, die dem Englischen am nahesten ist, obwohl es umgekehrt nicht zutrifft. Dafür hat das Friesische zu lange Seite an Seite mit seinem östlichen Nachbarn, dem Niederländischen, existiert. Der alte, gemeinsame Nenner ist aber noch leicht zu erkennen, wie die ersten Zeilen von Anne Popkemas Übersetzung De Hobbit beweisen: ‘Yn in hoal yn ‘e grûn wenne in hobbit. Net en aaklik, smoarch, wiet hoal, fol mei wjirmeintsjes…’
Muttersprachler benachbarter Regionen werden das Friesische bald verstehen und Spaß haben bei dem Gefühl des Kenne-ich-aber-ist-irgendwie-anders. Die Namen sind geschickt und passend übernommen, die Gedichte lesen sich flüssig — eine sehr willkommene Erweiterung des Tolkien-Corpus. Der Herausgeber ist Elikser, der Preis liegt um 20 Euro, und eine Bestellung kann über die Webseite www.bol.com aufgegeben werden.
Wir danken Tolkienexperte Tom Shippey für den Hinweis. Übersetzung von Marcel Bülles.










Ein wenig sonderbar, das Niederländisch als der östliche Nachbar vom Friesischen erwähnt zu sehen. Falls schon die geographischen Verhältnisse relevant sind, ist das Niederländisch eher der südliche Nachbar des Friesischen, sein östlicher Nachbar ist das Plattdütsch.
Danke für den Hinweis-fände es aber besser wenn man die Seite von Tolkien Bücher de als Empfehlung angeben würde statt BOL.de…