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Literatur. Fantasy. Fandom.

Neuigkeiten. Tolkien in den Medien

Tolkien, Tolkien, Tolkien. Das neue Jahr hat gerade begonnen, und schon überschlagen sich die Informationen rund um Mittelerde, Tolkien & Co. Sinn, Unsinn und Informationsgehalt lassen sich wie immer nur mit Einschränkungen genießen.

Die beste Reiselektüre – Der Hobbit

In jedem Koffer sollte Platz sein für den „Kleinen Hobbit“. Denn noch haftet Tolkiens wunderbarem Märchen vom gemütlichen Bilbo Beutlin nicht der klebrige Glanz des Kinos an.

Quelle: http://www.haz.de/newsroom/zish/dezentral/hazzish/art702,768883. Der Link ist nicht mehr vorhanden, 27.2.2009.

50 Klassiker – Mythen und Sagen des Nordens

Der Gerstenberg Verlag bringt seit geraumer Zeit eine Reihe unter dem Obertitel 50 Klassiker heraus. Einer der aktuellen Bände widmet sich Mythen und Sagen des Nordens. Warum unser allseits beliebter Gimli aus der Verfilmung Peter Jacksons den Weg auf die Titelseite findet, bleibt vermutlich auf immer ein Rätsel… Aus der Pressemitteilung:

Der keltische Mythos von Avalon und die germanischen Göttermythen, die in dem großen Endzeitdrama der Götterdämmerung gipfeln, klingen in den alten Heldenliedern um König Artus und die Nibelungen noch nach. Von ihnen wiederum nimmt die große Literatur des europäischen Mittelalters ihren Ausgang.

Quelle: Gerstenberg Verlag, 50 Klassiker

PC – Der Herr der Ringe: Die Eroberung. Angespielt…

Der neueste Titel im Tolkien-Universum von Electronic Arts mag durchaus kommerziellen Erfolg vorweisen, aber die Rezensionen zeigen ein eher gemischtes Bild, nichts im Vergleich zur früheren Reihe Schlacht um Mittelerde.

Freunde der Film-Trilogie schließen die cineastisch inszenierten Anfangssequenzen der einzelnen Ebenen augenblicklich ins Herz, denn mit Wolfgang Condrus konnte die deutsche Stimme von Elrond gewonnen werden. Aber wo Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten (…) Testnote: 3,31 bei ComputerBild.de

Quelle: Die Eroberung: Rezension bei ComputerBild.de. Ein wesentlich vernichtenderes Urteil bei GameCaptain.de. Bei Onlinewelten.com lautet die Wertung: Tolkien dreht sich im Grabe! Die NGZ bewertet Mittelerde mit Mittelmaß. BR Online vergibt 6 von 10 Gamepads. Auch bei Gamebasis.de ist man vom Titel wenig angetan und rät Gamern zu warten, bis das Spiel für kleines Geld zu haben ist.

Mittelerde gibt’s auch im Fasching?

Zumindest in der Nähe von Augsburg, so sollte man meinen. Zwar wartet der weltweit größte Karnevalsumzug in Köln am Rhein noch auf den Sauron-Wagen, aber in Münsterhausen bei Augsburg gab es schon ordentlich Arwens und Aragorns. Gäbe es kein Beweisfoto, so sollte man es für eine Presse-Ente halten.
Quelle: Augsburger Allgemeine

Huch? Eine Insel im Ozean des Trivialen

Vor Jahren noch wäre ein respektierter Kritiker wie Denis Scheck vermutlich von Kollegen an das literarische Kreuz genagelt worden, aber Der Herr der Ringe scheint sich weiter im Kanon zu etablieren. Im Vorfeld der Jubiläumssendung am 1. Februar 2009 von Druckfrisch in ARD sagte er im Interview über Tolkiens Meisterwerk:

Ich fand das einen hervorragenden Roman. Übrigens der beste, der je über den zweiten Weltkrieg geschrieben wurde, auch wenn Tolkien selbst diese Interpretation gar nicht gerne gehört hat.

Quelle: Donaukurier.de. Erfreulich auch Schecks persönliche Bestenliste Belletristik: Auf Platz zwei befindet sich Tolkiens Buch. Nach der Lobhudelei beim Kölner Stadtanzeiger wiederholt Scheck dies auch bei der Süddeutschen.

Mag die taz den Tolkien nicht?

Rhetorische Fragen bleiben am besten unbeantwortet. Im Artikel über Robert Plants Grammys in diesem Jahr schreibt sie:

Dazu dichtete Robert Plant bisweilen hippieske Texte, die sich stellenweise an J. R. R. Tolkien orientierten – und noch dümmlicher waren als der traditionelle Sexismus, mit dem er sonst reüssierte: “Squeeze me baby, til the juice runs down my leg”.

Schön, wenn man sich auf die journalistische Linke in Deutschland verlassen kann.
Quelle: Taz.de

Aber, aber – die Linke mag uns doch nicht?

Interessanterweise kommentiert die Junge Welt, eine marxistisch orientierte Publikation, im Feuilleton vom 12. Februar im Nachruf auf Thomas Bernhard leicht zwiegespalten:

Nun ist Thomas Bernhard schon zwanzig Jahre tot, das Gebot, Verstorbenen nichts Böses nachzurufen, hat sich erledigt. Fangen wir trotzdem mit dem Guten an: Bernhard ist – wie Henry Miller, Arno Schmidt und J. R. R. Tolkien – ein Schriftsteller, den mit 16 Jahren nicht gelesen zu haben, tatsächlich ein Verlust ist. Später kann man sich der Lektüre nicht ohne innere Mühen unterziehen, es sei denn, man wolle unbedingt erfahren, wie es im physischen und psychischen Haushalt des pubertierenden Sohnes aussieht.

Quelle: JungeWelt.deTolkien, Tolkien, Tolkien. Das neue Jahr hat gerade begonnen, und schon überschlagen sich die Informationen rund um Mittelerde, Tolkien & Co. Sinn, Unsinn und Informationsgehalt lassen sich wie immer nur mit Einschränkungen genießen.


Die beste Reiselektüre – Der Hobbit

In jedem Koffer sollte Platz sein für den „Kleinen Hobbit“. Denn noch haftet Tolkiens wunderbarem Märchen vom gemütlichen Bilbo Beutlin nicht der klebrige Glanz des Kinos an.

Quelle: http://www.haz.de/newsroom/zish/dezentral/hazzish/art702,768883. Der Link ist nicht mehr vorhanden, 27.2.2009.

50 Klassiker – Mythen und Sagen des Nordens

Der Gerstenberg Verlag bringt seit geraumer Zeit eine Reihe unter dem Obertitel 50 Klassiker heraus. Einer der aktuellen Bände widmet sich Mythen und Sagen des Nordens. Warum unser allseits beliebter Gimli aus der Verfilmung Peter Jacksons den Weg auf die Titelseite findet, bleibt vermutlich auf immer ein Rätsel… Aus der Pressemitteilung:

Der keltische Mythos von Avalon und die germanischen Göttermythen, die in dem großen Endzeitdrama der Götterdämmerung gipfeln, klingen in den alten Heldenliedern um König Artus und die Nibelungen noch nach. Von ihnen wiederum nimmt die große Literatur des europäischen Mittelalters ihren Ausgang.

Quelle: Gerstenberg Verlag, 50 Klassiker

PC – Der Herr der Ringe: Die Eroberung. Angespielt…

Der neueste Titel im Tolkien-Universum von Electronic Arts mag durchaus kommerziellen Erfolg vorweisen, aber die Rezensionen zeigen ein eher gemischtes Bild, nichts im Vergleich zur früheren Reihe Schlacht um Mittelerde.

Freunde der Film-Trilogie schließen die cineastisch inszenierten Anfangssequenzen der einzelnen Ebenen augenblicklich ins Herz, denn mit Wolfgang Condrus konnte die deutsche Stimme von Elrond gewonnen werden. Aber wo Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten (…) Testnote: 3,31 bei ComputerBild.de

Quelle: Die Eroberung: Rezension bei ComputerBild.de. Ein wesentlich vernichtenderes Urteil bei GameCaptain.de. Bei Onlinewelten.com lautet die Wertung: Tolkien dreht sich im Grabe! Die NGZ bewertet Mittelerde mit Mittelmaß. BR Online vergibt 6 von 10 Gamepads. Auch bei Gamebasis.de ist man vom Titel wenig angetan und rät Gamern zu warten, bis das Spiel für kleines Geld zu haben ist.

Mittelerde gibt’s auch im Fasching?

Zumindest in der Nähe von Augsburg, so sollte man meinen. Zwar wartet der weltweit größte Karnevalsumzug in Köln am Rhein noch auf den Sauron-Wagen, aber in Münsterhausen bei Augsburg gab es schon ordentlich Arwens und Aragorns. Gäbe es kein Beweisfoto, so sollte man es für eine Presse-Ente halten.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Huch? Eine Insel im Ozean des Trivialen

Vor Jahren noch wäre ein respektierter Kritiker wie Denis Scheck vermutlich von Kollegen an das literarische Kreuz genagelt worden, aber Der Herr der Ringe scheint sich weiter im Kanon zu etablieren. Im Vorfeld der Jubiläumssendung am 1. Februar 2009 von Druckfrisch in ARD sagte er im Interview über Tolkiens Meisterwerk:

Ich fand das einen hervorragenden Roman. Übrigens der beste, der je über den zweiten Weltkrieg geschrieben wurde, auch wenn Tolkien selbst diese Interpretation gar nicht gerne gehört hat.

Quelle: Donaukurier.de. Erfreulich auch Schecks persönliche Bestenliste Belletristik: Auf Platz zwei befindet sich Tolkiens Buch. Nach der Lobhudelei beim Kölner Stadtanzeiger wiederholt Scheck dies auch bei der Süddeutschen.

Mag die taz den Tolkien nicht?

Rhetorische Fragen bleiben am besten unbeantwortet. Im Artikel über Robert Plants Grammys in diesem Jahr schreibt sie:

Dazu dichtete Robert Plant bisweilen hippieske Texte, die sich stellenweise an J. R. R. Tolkien orientierten – und noch dümmlicher waren als der traditionelle Sexismus, mit dem er sonst reüssierte: “Squeeze me baby, til the juice runs down my leg”.

Schön, wenn man sich auf die journalistische Linke in Deutschland verlassen kann.

Quelle: Taz.de

Aber, aber – die Linke mag uns doch nicht?

Interessanterweise kommentiert die Junge Welt, eine marxistisch orientierte Publikation, im Feuilleton vom 12. Februar im Nachruf auf Thomas Bernhard leicht zwiegespalten:

Nun ist Thomas Bernhard schon zwanzig Jahre tot, das Gebot, Verstorbenen nichts Böses nachzurufen, hat sich erledigt. Fangen wir trotzdem mit dem Guten an: Bernhard ist – wie Henry Miller, Arno Schmidt und J. R. R. Tolkien – ein Schriftsteller, den mit 16 Jahren nicht gelesen zu haben, tatsächlich ein Verlust ist. Später kann man sich der Lektüre nicht ohne innere Mühen unterziehen, es sei denn, man wolle unbedingt erfahren, wie es im physischen und psychischen Haushalt des pubertierenden Sohnes aussieht.

Quelle: JungeWelt.de

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