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Literatur. Fantasy. Fandom.

Tolkien Tag am Niederrhein mit neuem Besucherrekord

Text und Bilder von DTG-Vorstandsmitglied Christoph Ortmann

tolkien-tag-pontAm Wochenende nach Pfingsten war endlich wieder Tolkien Tag in Pont. Als zentraler Platz für die Veranstaltung dienten das Pfarrheim und der Bürgerpark davor; auch der zwei Straßen entfernte Kindergarten wurde wieder genutzt. Neu war in diesem Jahr jedoch die Benutzung der zwischen diesen beiden Orten gelegenen Dorfwiese – die vielen neuen Gäste haben es ermöglicht!

Was gab es alles zu entdecken? Zunächst waren da die altbekannten Gäste: Im Pfarrheim selbst präsentierte das „Plastikmodellbaucenter Niederrhein“ Figuren und Bücher der Firma Games Workshop und gab Tipps zur Bemalung der Figuren. Im Nachbaurraum war wieder René van Rossenberg mit seinem Tolkien-Shop vertreten. Auf dem Platz vor dem Pfarrheim gab es Kaffee und Kuchen, Bier und Würstchen… (ähm: „Nazgûl im Naturdarm“ und „Wargbraten“). Hier fand sich auch der DTG-Stand – so wie der Kaffee-Stand in einem neuen, eigenen Holzhäuschen. Sam war mit seiner Feldküche ebenfalls wieder vertreten.

ork-2014-2Im Bürgerpark lagerten dann auch wieder die Gruppen Dunedain und Fellowship – aus Sicherheitsgründen getrennt von den Orks der Gruppe „Zabís Udu“ auf der Wiese gegenüber. Bei den Sport- und Freizeit Bogenschützen des sfb-geldern-walbeck konnte man wie bereits in den Jahren davor ein paar Pfeile schießen. Am Stand von „Crimson Feather“ gab es Schreibkunst und Maskenzauber zu bewundern. Gleich hinter der Kasse hatten die Ennorandrim aus den Niederlanden ihr Lager aufgebaut, in diesem Jahr sogar mit einer eigenen kleinen Theke im „Seestadt“-Look. Daneben fand sich der Platz für die Gruppe „Fedegestas“.

kosmos-2014Im Kindergarten erklärten die Spieleerklärer vom KOSMOS Verlag Brett- und Kartenspiele. Das „Costume Empire“ präsentierte Gewandungen und gab Tipps. Dirk Helmes zeigte seine „Herr der Ringe“-Tabletop-Figuren und erklärte das Spiel in kleinen Scharmützeln. Ich selbst stellte ein paar neue Dioramen meiner Action-Figuren aus.

Die zwei Tage wurden musikalisch begleitet von zwei ebenfalls bereits bekannten Größen: Zum einen die Band „Fafnir“ und zum anderen die Spielleyt „Verus Viator“, die beide zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten pendelten und so auch das Dorf zum Besuch des Festes einluden.

Der Tolkien Tag wäre natürlich nichts ohne ein eigenes Programm an Vorträgen. In diesem Jahr konnten wir den folgenden Rednern im Pfarrheim zuhören:

  • Friedhelm Schneidewind: „Evolution in Mittelerde: Die Entwicklung von Hobbits, Elben, Zwergen, Orks, Trollen und Drachen“. Friedhelm trat aber auch im Duo „Bardensang und Zauberklang“ zusammen mit Daniela Osietzki, bekannt als „Erlentochter“ auf, und präsentierte ein Programm mit Musik und Liedern, zum Teil selbst komponiert, angeregt durch Tolkien und durch Mittelerde.
  • Dr. Frank Weinreich: „Der Ursprung der Fantasy. Über das Werden des Genres und Tolkiens eigentlicher Rolle in der phantastischen Literatur.”
  • Andreas Zeilinger: „Tolkiens Atlantis: Über den Aufstieg und Fall der Weltmacht Númenor“.
  • Betty Finke sprach von „Elfen und Elben“ sowie „Von Tieren und Zauberern … oder warum Radagast nicht so absurd ist, wie manche meinen“.
  • Ein besonderer Gast war (wie bereits im letzten Jahr) Prof. Dr. Arnulf Krause, der gleich zwei Vorträge präsentierte: „Von Lintdrachen und Würmern – Drachen in der Welt der Germanen“ sowie „Smaug und Fafnir/Bilbo und Sigurd – Drachen und Helden im Vergleich“.
  • Dr. Christian Weichmann hielt ebenfalls zwei Vorträge: „Immer unterwegs? – Tolkiens Reisen“ und „Aus dem Leben eines Hobbits – J.R.R.Tolkiens Leben und Werk“.
  • Marcel Aubron-Bülles zeigte uns „Die merkwürdigsten Buchcover, die es je gegeben hat“.

Als Workshops wurden angeboten:

  • Julia John: Abendstern selbst gemacht
  • Heike Schmidt: Nadelmalerei – auch für Zwerge
  • Michael Lukas: Die Geschichte der “Herr der Ringe”-Videospiele
  • Beate Krebsbach und Heike Schmidt: Likörherstellung / Edle Tröpfchen nach Hobbitart
  • Crimson Feather: Kalligraphie Workshop
  • Beate Krebsbach: Narben- und Wundenschminken für (fast) alle Lebensformen
  • Burkhard Indervoort: Hornarbeiten für Jung und Alt
  • Costume Empire: Gewandungsworkshop

Soweit zu den altbekannten Größen – doch es gab auch viel Neues!

suesskraemeryIm Pfarrheim zeigte der Science Fiction & Fantasy Fanshop „Alien Souvenirs“ Kuriositäten und allerlei Sammelnswertes. Gleich daneben war der „Gaming“-Raum, wo Michael Lukas und Torsten Heine ihre PCs aufgebaut hatten und alles um den „Herrn der Ringe“ in der Welt von Bits und Bytes erklärten. Im Bürgerpark des Pfarrheims hatten auch erstmalig die Inda-Gefährten vom Inda-Gymnasium aus Aachen einen eigenen Stand, wo sie ihre selbst erstellten Lego-HdR-Trickfilme präsentierten. Gleich in der Nähe zeigte Burkhard Indervoort seine Hornarbeiten, direkt gegenüber der Imkerei Schoppmann. Die Süßkraemerey – ein liebevoll gestalteter Marktstand mit traditionellen Süßwaren wie Karamell, Nougat, gesüßten Früchten und gebrannten Mandeln – hatte sich gleich hinter der Brücke über den Bach platziert. Bei den Fedegestas gab es in diesem Jahr auch einen Falkner mit einigen Raubvögeln zu bewundern. Und am Stand des Bogenbauers Michael Dietz ließen sich traditionelle Bögen erstehen, aber auch Pfeile fürs LARP.

faelend-2014Ebenfalls neu auf dem Gelände des Bürgerparks war eine große Bühne, die insbesondere für den Auftritt der Gelderner Musikgruppe „Faelend“ genutzt wurde. Diese präsentierte Lieder in elbischer Sprache – Sindarin, um genau zu sein – aus ihrem neuen und ersten Album „Children of Ilúvatar“. Im Kindergarten war erstmalig das „Bundesamt für magische Wesen“ BAfMW anwesend. Julia John zeigte „Stickereien und mehr!“ und lud auch zum Workshop „Abendstern selbst gemacht“ ein. Den künstlerischen Bereich belegte in diesem Jahr Johanna Siebert und zeigte ihre Werke um Tolkien. Die Künstlerin hatte auch das Motiv der diesjährigen „Flatrate-Kaffeetassen“ geliefert. Limitiert auf 100 Stück! Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) sorgte für das leibliche Wohl der Besucher des Kindergartens mit Kaffee und anderen Getränken – von dieser Stelle noch einmal vielen Dank dafür!

Der Waldritter e.V. erweiterte im Außengelände des Kindergartens besonders das kostenlose Angebot für Kinder bis 12 Jahren (dank freundlicher Unterstützung der C&A Foundation). Dort entstand ein Hobbit-Lager, in das die Kinder jederzeit kommen konnten und in dem einige ganztägige Aktionen abliefen (Wettbewerbsspiele, Geschichten erzählen, Essen zubereiten). Für Spielmaterial, Schwerter und Gewandungen war gesorgt, die Kinder konnten aber auch ihre eigenen Kostüme mitbringen. Der Waldritter e.V. war hier mit fünf Teamern an beiden Tagen dabei!

Wie bereits eingangs erwähnt wurde in diesem Jahr auch die Dorfwiese genutzt, die passenderweise zwischen dem zentralen Pfarrheim und dem Kindergarten gelegen ist. Dort lagerte die Gruppe „Wandelbar“ mit ihrem Mittelalterlager. Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr sicherlich das Friesenteam „Rheingold“: Mit ihren Pferden und als Schwarze Reiter bereicherten sie die Veranstaltung und gaben ihr durch ihre Walking Acts eine ganz besondere Atmosphäre.

gewinnerin-2014Ach ja: Wir hatten natürlich wieder ein Tolkien Quiz an beiden Tagen sowie eine Tombola. Es gab Preise von diversen Verlagen und Spiele-Herstellern. Ganz herzlichen Dank für die großzügigen Spenden!
Und abschließend: Wir hatten in diesem Jahr ausnahmsweise einmal Glück mit dem Wetter – es hat nicht geregne! Mit über 2.600 Besuchern haben wir unser Ziel, die 2.000er Grenze zu durchbrechen, deutlich übertroffen und nach dem Rekord vom letzten Jahr gleich einen neuen aufgestellt. Ob das noch zu toppen ist? Wir werden sehen!

Weitere Impressionen gibt es u.a. beim Tolkienist - dem Gründungsvorsitzenden der DTG. Oder bei den Aachener Inda-Gefährten.

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