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Literatur. Fantasy. Fandom.

Call for Papers: Fantasy Studies, Wien

Universitaet_Wien,_Hauptgebaeude,_Juristenstiege

Juristenstiege im Hauptgebäude der Universität Wien (Foto von Denis Todorut)

Die Universität Wien veranstaltet vom 28. bis 30.11.2014 eine Konferenz zum Thema “Fantasy Studies” und ruft dazu zur Einreichung von Artikeln auf. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Identität – Umwelt, Mythos – Magie, Macht – Gewalt. Dazu heißt es im Call for Papers:

Ziel unseres Projektes ist, das Fantasy-Genre als intermediales Phänomen des 20. und 21. Jahrhunderts aus kulturwissenschaftlicher Perspektive zu profilieren. Fantasy ist zu verbreitet, zu allgegenwärtig im alltäglichen Medienkonsum, um unbesehen und unhinterfragt zu bleiben. Der Darstellungs- und Analyseschwerpunkt liegt in diesem Projekt auf einer breiten ideen- und motivgeschichtlichen sowie wissenschaftstheoretischen Kontextualisierung von Fantasy, deren genrespezifische Charakteristika mit ihren unverwechselbaren Darstellungs- und Deutungsmodi gleichwohl zentraler Bestandteil der Analyse sein sollen.

 

Angesichts der Milliardenumsätze, die multimediale Produkte des Fantasy-Genres generieren, erstaunt der Umstand, dass die Wissenschaft bislang nur in begrenztem Umfang versucht hat, Antworten auf die Fragen „Was ist Fantasy? Und was bedeutet Fantasy – und wem?“ zu geben. In der Praxis finden sich z.B. bei J.R.R. Tolkien, der dem Genre zum Durchbruch in den multimedialen Mainstream verhelfen sollte, zwar formulierte Vorstellungen, was Fantasy bedeutet („Faërie: the Perilous Realm itself, and the air that blows in that country.  Faërie itself may perhaps most nearly be translated as magic […].“), von einer klaren Definition sind diese Aussagen, die dem Magischen genrekonstituierende Qualität zuschreiben, allerdings weit entfernt und können kaum eine Grundlage für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Fantasy-Genre bieten.

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