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Literatur. Fantasy. Fandom.

Faelend – Musik aus Mittelerde am Niederrhein

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Mo Stienen

Dass die Menschen in Geldern am Linken Niederrhein eine ganz besondere Beziehung zu Tolkiens Werk haben, ist DTG-Mitgliedern seit geraumer Zeit bekannt. So findet dort unter anderem alle Jahre wieder Deutschlands größter Tolkien Tag statt, organisiert vom lokalen DTG-Stammtisch Torech Glaurunga.

Dazu fehlt nur noch die passende Musik, sagte sich die Gelderner Musikgruppe Faelend, und hat sich nun daran gesetzt, ein Album mit Liedern in elbischer Sprache – Sindarin, um genau zu sein – und asiatisch-westlichem Musikstil zu veröffentlichen. Faelend, was übrigens Seelenreise auf Sindarin heißt, das sind Ben Paderna, ein amerikanisch-japanischer Bluesgitarrist, die Gelderner Sängerin, Songwriterin und Autorin Mo Stienen und ihr Bruder Frank Stienen, ein Elektromusiker, Komponist und Produzent. Alles Tolkien-Fans, versteht sich.

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Ben Paderna

Die Band arbeitet gerade im Tonstudio Keusgen in Haldern an ihrem ersten Album „Children of Ilúvatar“, das voraussichtlich im Juni diesen Jahres erscheinen wird. Dabei treffen ultramoderne Elektrosounds auf geheimnisvolles Elbisch, manchmal auch Englisch und Japanisch, begleitet von traditionellen japanischen und chinesischen Instrumenten wie der Koto-Harfe, der Shakuhachi-Flöte, der Pipa-Gitarre, der Erhu-Geige und der Taiko-Drum. Unterstützt wird Faelend außerdem von einem großen gemischten Chor mit dem Namen Eruhíni, der auch auf der in Kürze erscheinenden ersten Singleauskopplung des Albums zu hören sein wird.

Frank und Mo Stienen komponierten und produzierten bereits 2009 den ersten Song mit eigenen Texten in Sindarin damals noch unter dem Namen Faelend Project. Der Song „Faelend“ wurde von der VNV Nation auf der CD „State of the Heart Sampler 2“ veröffentlicht. Mo Stienen, die sich seit ihrem 14. Lebensjahr mit der Literatur von J.R.R. Tolkien auseinandersetzt, war schon immer von der Naturphilosophie, der Weltanschauung, der Feingeistigkeit und der Sprache der Tolkien’schen Elben fasziniert und reagierte dementsprechend begeistert auf die sprachlichen Umsetzungen der verschiedenen Elbendialekte in Peter Jacksons Filmtrilogie. Nun sitzt sie mit ihren Bandkollegen und den einschlägigen Wörter- und Grammatikbüchern zusammen und paukt Elbisch, um neue Texte zu schreiben.

„Dabei stellen sich uns Fragen wie: Wie würden die Gesänge moderner Elben klingen? Welche Musik würden die Elben Mittelerdes machen, wenn sie aus den Büchern heraus in unsere Welt versetzt würden? Welche Instrumente würden sie einsetzen?“, erzählte uns Mo Stienen. Die fiktive Sprache Tolkiens und deren Weiterentwicklung sehen die Bandmitglieder als Inspiration und Innovation. „Wir (er-)leben die Sprachen und das Wesen der Elben.“

Ein vielversprechendes Projekt, von dem wir sicher mehr berichten werden. Zu hören gibt es Faelend übrigens live beim nächsten Tolkien Tag am Niederrhein, 14.-15. Juni 2014 in Geldern-Pont, und beim Tolkien Thing auf Burg Breuberg 18.-20. Juli 2014.

Für weitere Informationen zur Band: > Faelend auf Facebook