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Literatur. Fantasy. Fandom.

Kuhlenkampff – Nationalhymne – Tolkien

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DTG-Beisitzer Christoph Ortmann (Bild von Andreas Schax)

Nach der Vorstellung unserer neuen DTG-Schriftführerin folgt nun Christoph Ortmann, der beim diesjährigen Tolkien Thing auf Burg Breuberg zum Beisitzer gewählt wurde.

Christoph hat den Herrn der Ringe in einem Urlaub seiner Eltern kennengelernt. „Ich habe bis spät abends ferngesehen, danach die Nachtgedanken eines gewissen Hans-Joachim Kuhlenkampff aufgenommen und die Nationalhymne gehört … Danach war Sendeschluss im TV (private Kanäle gab es nicht). Da ich dann noch nicht einschlafen wollte, habe ich zu einer dreibändigen Lektüre aus dem Bereich der Fantasy gegriffen und sie hat mich nicht mehr losgelassen.“ Als seine Eltern aus dem Urlaub zurückkamen, er war damals 14-15 Jahre alt, hatte er die Bücher ausgelesen. Und seitdem liest er auch kaum Bücher aus anderen Genres, erzählte er uns in einem Interview.

In der Schulzeit ging es mit D&D Rollenspiel weiter, im Studium ergriff ihn das Tabletop-Fieber, zunächst mit Warhammer, später natürlich auch mit HdR. Dem Diplom-Informatiker, der als Software-Architekt im Bereich Risiko-Management, „bei einem westdeutschen Finanzinstitut“ arbeitet, gefällt das Silmarillion eigentlich am besten, besonders die Ainulindalë und die Geschichte von Beren und Lúthien. Im Herrn der Ringe findet er die Szene mit dem Balrog an der Brücke von Khazad-Dûm am faszinierendsten, auch schon vor den Filmen.

Auf einer Silberhochzeitsfeier kam er 2007 mit Sebastian Kleinen, unserem aktuellen 2. Vorsitzenden – und der Sohn des Bruders der Frau des Bruder von Christophs Frau (ein auenländisch sicher inniges Verwandschaftsverhältnis) – über Fantasy ins Gespräch. Der lud ihn auch zum DTG-Stammtisch am Linken Niederrhein ein. Nach einem Jahr regelmäßigem Stammtischbesuchs ist er dann auch in den Verein eingetreten. „Als ich Mitglied wurde kam rasch die Frage nach einem ‚Tolkien‘-Namen auf“, erzählte uns Christoph. „Leider waren alle Helden, dir mir so eingefallen sind (Gandalf, Elrond, Faramir, Aragorn) alle schon besetzt. Da ich in meinen Rollenspielerzeiten auch mal einen Zwerg gespielt habe, hätte es auch Gimli sein können. Eigentlich finde ich aber die Elben bei Tolkien sehr faszinierend und so hätte es eigentlich ein Elbenname oder ein Elbenfreud-Name werden müssen.“

Bei einem Stammtisch am Linken Niederrhein war dann eines Tages DTG-Gründungsvorsitzender Marcel Aubron-Bülles vor Ort. „Da fiel der Name Ar-Pharazon, der klang ein bisschen wie mein sonstiger Nickname Alcazzar“, sagte Christoph. „Der letzte und größte König von Númenor, dem sich auch Sauron unterworfen hat? Sehr cool, dachte ich und so habe ich diesen Namen gewählt. Gut, er stand am Ende nicht wirklich auf der Seite der Elben und wurde wahnsinnig – aber so ist das nun mal mit den (tragischen) Helden – sie sind auch nur Menschen.“ Neben Tolkien mag Christoph unter anderem Terry Brooks Shannara-Zyklus – auch wenn der am Anfang doch sehr beim Professor geklaut hat. „Aber vielleicht liegt es ja auch gerade daran.“ Auch das Nibelungenlied und die Zeit der Ritter haben es ihm angetan.

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Tolkien Tag am Niederrhein 2012 – Bild von Christoph Ortmann

Beim DTG-Stammtisch am Niederrhein bemüht er sich um eine „gerade Linie“, sagt er, und hilft bei der Organisation des Tolkien Tags. Wenn er unbegrenztes Budget für die Veranstaltung hätte, würde Christoph einen Tolkien Tag gerne mit einem Thing verbinden, „also Mitglieder und Fans/Gäste auf einer großen Burg wie Breuberg zu einer großen Fete zusammenkommen lassen. Am Programm würde ich auch nicht viel ändern: Musik, Vorträge, Schausteller, Spiele, Ausstellungen, Essen und Trinken etc.“ Auf zwei parallelen Programmschienen würden einmal literarische und wissenschaftliche Vorträge, auf der anderen Lesungen liegen, um thematische Überschneidungen zu vermeiden, ergänzt um separate Vorträge nur für Kinder und Jugendliche. „Für Kinder muss man meiner Meinung nach etwas eigenes, anderes als Vorträge machen, zum Beispiel Lesungen aus dem Hobbit oder ‚Blatt von Tüftler‘.“ Alles Wünsche, die auch bei weiterhin begrenztem Budget nicht unmöglich sind umzusetzen. „Ich werde mich bemühen, das bei unseren zukünftigen Planungen mal einfließen zu lassen.“

Seit 2010 ist Christoph regelmäßig beim Thing dabei – und seit diesem Jahr nun auch im Vorstand. „Sebastian hatte mich gefragt, und da er ja den Posten vorher auch schon einmal innehatte, meinte er, ich trüge ja gar keine sooo große Verantwortung: Ich würde nur beisitzen müssen und den anderen Vorständlern meine Meinung und Rat mitteilen …“ Nach über drei Monaten im Amt zieht er nun erste Bilanz. „Die zweiwöchigen Vorstandssitzungen via Skype habe ich unter der Woche zunächst als anstrengend empfunden“, sagte er uns. Auch der Vorsatz, an mehr DTG-Veranstaltungen teilnehmen zu wollen, wird oft aus Zeitmangel eingeschränkt. „Ich hoffe hier aber auf mehr gemeinsame Zeit mit meinem Sohn an solchen Tagen in der Zukunft.“ Die positive Seite ist, dass er nun den Verein aktiver mitgestalten kann. „Man kann mitentscheiden und mitlenken und kommt so auch mit mehr Mitgliedern in Kontakt. Ich bin da sehr positiv gestimmt!“

 

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