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Literatur. Fantasy. Fandom.

Tolkien Thing 2013: Der Weg und das Ziel

Das Abenteuer fängt bekanntermaßen mit der Reise an. Während viele Gäste des Tolkien Things direkt nach der Arbeit losfahren, oder längere Strecken zurücklegen müssen, habe ich das Glück nur knapp 100km vom Breuberg entfernt zu wohnen. Der Donnerstag war frei, also habe ich morgens ganz gemütlich gepackt und mich dann um 11 Uhr auf den Weg gemacht.

tt3Über die „Scenic Route“ ging es quer durch den hessischen und Teile des bayerischen Spessarts. Ein kurzer Spaziergang durch den einsamen Wald und ein Picknick zur Mittagszeit vor dem Wirtshaus im Spessart, das ominöserweise alle Läden geschlossen hatte (donnerstags Ruhetag), geben eine Vorstellung davon, warum es so viele gruselige Geschichten rund um die Region gibt.

Kurz darauf erreiche ich Aschaffenburg. Ein hübsches kleines Städtchen mit tollen kleinen Lädchen und natürlich dem imposanten Renaissance Schloss (s. Bild oben links). Das beherbergt gleich mehrere Museen, u.a. eins für Kork-Modelle aus dem 17./18. Jahrhundert. Fantastische kleine Welten, erschaffen vom Aschaffenburger Carl May, den sein Fürst nach Rom schickte, um sich dort die Originale anzuschauen und dann detailgetreue Modelle davon anzufertigen. Außerdem gibt es alte Kunst, hauptsächlich sakral, neben einer Ernst-Ludwig Kirchner Ausstellung und natürlich rekonstruierte Residenzräume samt Einrichtung. Etwas spärlich vielleicht, aber das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg auch weitestgehend zerstört. Längeres Verweilen hätte sicher gelohnt, aber es war Zeit zum eigentlichen Ziel zu gelangen: Burg Breuberg im Odenwald.

tt1Die Burg ist schon zum zweiten Mal die Heimat des Tolkien Things der Deutschen Tolkien Gesellschaft. Den Donnerstagnachmittag verbringt man damit alte Freunde zu begrüßen oder neue kennenzulernen. Der Abend galt den alkoholischen Genüssen, mit einem Whiskey-Tasting Workshop, einer Anleitung zum Met-Brauen und einer Likörverkostung. Bei letzterer war ich dabei und konnte ein paar exzellente Tröpfchen probieren. Das Highlight war allerdings die nichtalkoholische Lavendel-Limonade. Der späte Abend klang dann gemütlich auf dem Burghof aus, begleitet von der Musik der Band Verus Viator.

Der Freitagmorgen beginnt auch ganz gemütlich, so dass ich mich in ein Fleckchen Sonne auf dem Burghof gesetzt habe, um diesen Bericht zu schreiben. Um mich herum versammeln sich die Radfahrer, die heute eine Tour zum Otzberg machen werden, um dort die Tolkien-Ausstellung zu besichtigen. Etwas später fahren noch zwei PKWs mit weiteren Gästen in die Richtung. Ich stelle mich jetzt mal seelisch und moralisch auf Maksatans Tolkien Activity Quiz ein und hoffe diesen Bericht in der Mittagszeit online stellen zu können. Aber außerhalb der dicken Burgmauern sollte ich ein Eckchen mit Empfang finden. Weitere Berichte vom Thing folgen bestimmt.